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Olivenöl im Test: Discounter-Produkte überzeugen mit Qualität und Preis - ALDI wird Testsieger

Das Verbrauchermagazin "Stiftung Warentest" hat 28 "extra native" Olivenöle aus Supermarkt, Discounter und Feinkostladen getestet. Dabei wurde festgestellt, dass ein hoher Preis nicht automatisch bedeutet, dass es sich um ein hochwertiges Olivenöl handelt. Der Testsieger kommt von Aldi.
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Olivenöle im Vergleich bei Stiftung Warentest. Keines ist "sehr gut", viele sind "gut" - und zwei sind durchgefallen. Der Testsieger kommt von Aldi. BIld: Pixabay/ stevepb
Olivenöle im Vergleich bei Stiftung Warentest. Keines ist "sehr gut", viele sind "gut" - und zwei sind durchgefallen. Der Testsieger kommt von Aldi. BIld: Pixabay/ stevepb

Das Angebot an verschiedenen Olivenölen in Deutschland ist mittlerweile sehr groß und unübersichtlich. Nicht nur in Herkunft, sondern auch in Aussehen und Preis unterscheiden sich die Olivenöle teils stark. Stiftung Warentest hat 28 Öle der höchsten Güteklasse ”nativ extra” getestet und kommt zu einem deutlichen Ergebnis: Gutes Olivenöl muss nicht teuer sein, Feinschmecker kommen dennoch auf ihre Kosten. Und: Olivenöl ist allgemein besser geworden - auch wenn keines der getesteten Olivenöle die Note "sehr gut" erhält.

Im Text wurden 28 ”extra native” Olivenöle auf Herz und Nieren geprüft. Neun Olivenöle sind gut, drei davon geschmacklich sogar sehr gut, und nur zwei Olivenöle sind mangelhaft. In früheren Tests schnitten noch mehr Öle mit Note Mangelhaft ab, so gesehen also ein Erfolg.

Getestet wurde auf sensorische Qualität (Geschmack, Geruch, Aussehen etc.), chemische Qualität, eventuell enthaltene Schadstoffe sowie Verpackung und Deklaration und eventuelle Unstimmigkeiten in der Herkunftsangabe. inFranken.de stellt Ihnen die Gewinner und Verlierer des Tests vor.

Olivenöl im Test: Das sind die Sieger

Unter den Sieger-Olivenölen befinden sich eine Discounter-Eigenmarke, ein bekanntes Markenprodukt aus dem Supermarkt und drei Feinkost-Olivenöle.

Das Native Olivenöl extra von Aldi Süd Bio: Der Testsieger

Das Native Olivenöl extra von Aldi Süd Bio ist der Gesamttestsieger unter den Olivenölen.

  • Gesamturteil gut (2,3)
  • kontrolliert biologisch erzeugt
  • sensorische Qualität: gut (2,3)
  • chemische Qualität: gut (2,2)
  • Schadstoffe: befriedigend (2,8)
  • Verpackung: gut (1,9)
  • Deklaration: gut (2,0)
  • Preis pro Liter: 6,15 Euro

Das Gentile Native Olivenöl extra von Bertolli: Ein knapper zweiter Platz

Das Gentile Native Olivenöl extra von Bertolli* ist ein bekanntes Markenprodukt, das man im Supermarkt findet. Es liegt in der Gesamtwertung gleichauf mit dem Testsieger.

  • Gesamturteil gut (2,3)
  • konventionell erzeugt
  • sensorische Qualität: gut (2,0)
  • chemische Qualität: gut (2,4)
  • Schadstoffe: befriedigend (3,2)
  • Verpackung: gut (1,7)
  • Deklaration: befriedigend (3,5)
  • Preis pro Liter: 8,30 Euro

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Olivenöle für Feinschmecker: Teuer, aber "sehr gut" im Geschmack

Diese drei Olivenöle schneiden im Test der Stiftung Warentest geschmacklich mit "sehr gut" ab.

Das bio Extra Virgin Olive Oil von Castillo de Canena: Das Premium-Olivenöl

Das bio Extra Virgin Olive Oil von Castillo de Canena* ist mit 45 Euro pro Liter das teuerste unter den Gewinnern.

  • Gesamturteil gut (2,3)
  • kontrolliert biologisch erzeugt
  • sensorische Qualität: sehr gut (1,4)
  • chemische Qualität: gut (1,9)
  • Schadstoffe: gut (2,0)
  • Verpackung: gut (2,0)
  • Deklaration: ausreichend (4,5)
  • Preis pro Liter: 45 Euro

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Das DOP Chianti Classico Olio Extra Vergine di Oliva von Farchioni

Auch das DOP Chianti Classico Olio Extra Vergine di Oliva von Farchioni* schneidet geschmacklich top ab.

  • Gesamturteil gut (2,5)
  • konventionell erzeugt
  • sensorische Qualität: sehr gut (1,5)
  • chemische Qualität: gut (2,5)
  • Schadstoffe: gut (2,2)
  • Verpackung: gut (1,7)
  • Deklaration: ausreichend (4,5)
  • Preis pro Liter: 26 Euro

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Das Native Bio-Olivenöl extra von Soler Romero

Das Native Bio-Olivenöl extra von Soler Romero* bietet sehr guten Geschmack in Bio-Qualität.

  • Gesamturteil gut (2,5)
  • kontrolliert biologisch erzeugt
  • sensorische Qualität: sehr gut (1,4)
  • chemische Qualität: gut (2,1)
  • Schadstoffe: befriedigend (2,8)
  • Verpackung: gut (1,7)
  • Deklaration: ausreichend (4,5)
  • Preis pro Liter: 31 Euro

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Diese Olivenöle sind im Test durchgefallen

Das Native Olivenöl extra von FIlippo Berio Classico: Dieses Olivenöl darf nicht extra native genannt werden, da es sensorisch fehlerhaft ist. Außerdem ist es deutlich mit Mineralölkohlenwasserstoffen belastet.

Das DOP Oli D'Oliva Verge Extra von Solivellas: Das schlechteste Olivenöl im Test ist sowohl stark mit Mineralölkohlenwasserstoffen als auch mit giftigen Weichmachern belastet.

Den kompletten Test der Stiftung Warentest mit allen Ergebnissen können Sie gebührenpflichtig auf der Stiftung Warentest-Webseite lesen.

Was genau bedeutet "extra nativ"?

Die EU-Olivenölverordnung teilt Olivenöl in verschiedene Güteklassen ein. Die höchste davon ist ”Natives Olivenöl extra”, italienisch auch ”extra vergine”. Dieses Olivenöl darf keine sensorischen Fehler aufweisen, also nicht ranzig schmecken oder schlecht riechen. Auch muss es ein Minimum an Fruchtigkeit haben. Niedrigere Güteklassen sind im Handel kaum vertreten. Bei kleineren sensorischen Fehlern kann ein Öl auch in der Klasse ”natives Olivenöl" verkauft werden.

Warum ist Olivenöl so gesund?

Olivenöl hat einen hohen Gehalt an Ölsäure, einer ungesättigten Fettsäure. Diese kann den Cholesterin-Wert im Blut senken, wenn sie gesättigte Fettsäuren, beispielsweise aus tierischen Lebensmitteln, ersetzt. Um die gesundheitlichen Vorteile der pflanzlichen Speiseöle voll auszunutzen, empfiehlt die Stiftung Warentest verschiedene Öle in der Küche zu verwenden. Tipp: Achten Sie auf dem Etikett auf den Gehalt an gesättigten Fettsäuren, mehr als 20 Prozent sollten es nicht sein.

Olivenöl: Das am meisten verfälschte Lebensmittel Europas

Warum gibt es nur für Olivenöl eine EU-Verordnung und nicht auch für andere Speiseöle? Die EU-Olivenölverordnung soll die Echtheit und die Qualität von Olivenöl schützen. Sie existiert, da Olivenöl seit Jahren das am meisten verfälschte Lebensmittel der EU ist. Das wiederum überrascht nicht, denn mit Olivenöl lassen sich wesentlich höhere Preise als zum Beispiel mit Raps- oder Sonnenblumenöl erzielen. Feinschmecker lassen sich den Liter sogar über 40 Euro kosten. Übrigens: Die Farbe sagt nichts über die Qualität des Olivenöls aus.

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