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Öko-Test warnt: Erstickungsgefahr bei vier Kindermatratzen - sechs fallen durch den Test

Öko-Test hat Kindermatratzen getestet und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Sechs von 14 Matratzen fallen durch den Test, bei vier besteht Erstickungsgefahr.
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Kindermatratzen im Test bei Öko-Test: Fast jede zweite Matratze weißt Sicherheitsmängel auf. Wirklich empfehlenswert sind nur vier Kindermatratzen. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-tmn
Kindermatratzen im Test bei Öko-Test: Fast jede zweite Matratze weißt Sicherheitsmängel auf. Wirklich empfehlenswert sind nur vier Kindermatratzen. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-tmn

Gut für den Rücken, schadstofffrei und sicher - so soll die ideale Kindermatratze sein. Bei 4 von 14 Matratzen besteht aber Erstickungsgefahr für Babys, warnt die Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe September 2019). Insgesamt fielen sechs der getesteten Schlafunterlagen mit den Noten "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Ein Lichtblick: Das günstigste Produkt schnitt mit "sehr gut" ab. Was die Schadstoffbelastung angeht, hatten die Prüfer nicht viel zu bemängeln.

Öko-Test: Das sind die Testsieger

Die Wertung "sehr gut" erhielten im Test 2019 die folgenden Kindermatratzen von Öko-Test:

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Die Erstickungsgefahr entsteht den Angaben nach dadurch, dass die betroffenen Matratzen auf jeweils einer Seite zu weich sind. Liegen Säuglinge in Bauchlage, können sie mit dem Gesicht so weit einsinken, dass sie keine Luft mehr bekommen. Bei fünf Unterlagen bestand zudem eine Gefahr durch leicht zugängliche Füllungen, abbrechende Reißverschlussgriffe und sich ablösende Aufkleber. Da sich viele Babys alles in den Mund stecken, können sie auch dadurch ersticken, so die Tester.

Große Schadstoffmengen fanden sich meist aber nicht: Bei acht Kindermatratzen gab es bei der Bewertung der Inhaltsstoffe eine Note Abzug für umstrittene halogenorganische Verbindungen oder vergleichsweise geringe Mengen an Antimon. Nur ein Produkt stuften die Tester um zwei Noten ab, da sie stark erhöhte Mengen an Antimon entdeckten. Der Stoff steht laut "Öko-Test" im Verdacht, krebserregend zu sein, wenn er eingeatmet wird.

Vor dem Gebrauch sollten Eltern alle Matratzen einige Tage auslüften sowie alle Aufkleber und löslichen Teile entfernen.

So testet Öko-Test die Kindermatratzen

Öko-Test schreibt: "Wir haben 14 gängige Kindermatratzen in der Größe 70 mal 140 Zentimeter getestet. Diese passen in Bettchen für Kinder vom Baby- bis zum Vorschulalter. Im Fokus der Labortests: Sicherheit, Verarbeitungsqualität und Schadstoffe." Zum Ergebnis äußern sich die Tester sichtlich überrascht. "Knapp die Hälfte der Babymatratzen im Test weist Sicherheitsmängel auf. Sie fallen mit 'mangelhaft' und 'ungenügend' durch. Das heißt, wir raten vom Kauf ab. Mit 'sehr gut' und 'gut' empfehlen können wir nur vier Matratzen. Auffällig: Zu diesen gehört auch die günstigste Kindermatratze im Test."

Kindermatratze kaufen: Das rät Öko-Test

  • "Wenn Sie eine der mangelhaften Matratzen besitzen, versuchen Sie, diese mit Hinweis auf unseren Test zurückzugeben.
  • Eine Babymatratze sollte eher hart sein. In einer weichen Matratze versinkt das Kind leichter. In Bauchlage besteht dann Erstickungsgefahr."
  • "Lüften Sie Matratzen vor dem Gebrauch ein paar Tage aus und entfernen Sie alle Aufkleber und Schnüre."
  • "Damit die Kleinen sich nicht einklemmen, sollten zwischen Matratze und Bettgestell nicht mehr als zwei Finger passen, also etwa drei Zentimeter. So passt die Matratze auch gut ins Babybett."
  • "Legen Sie ihr Kind in Rückenlage schlafen, so bleiben die Atemwege frei."

Den kompletten Test lesen Sie kostenpflichtig auf der offiziellen Öko-Test-Webseite. Übrigens hat auch die Stiftung Warentest im August 2019 Kindermatratzen getestet. Auch hier fiel die Hälfte der getesteten Matratzen glatt durch, auch hier bemängelten die Tester Erstickungsgefahr.

Bodyguard Anti-Kartell-Matratze: Die beste jemals bei Stiftung Warentest getestete Matratze


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