Lichtenfels
Garten

Noch können Blumenzwiebeln gepflanzt werden

Der Winter naht. Wichtig ist es auf einige Aspekte zu achten, die beim pflanzen von Blumenzwiebeln, Christrosen und Bäumen essenziell sind.
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Kurz bevor der Winter ansteht, sollten Hobbygärtner Stauden und frühblühende Zwiebeln pflanzen. Foto Nestor Bachmann / dpa
Kurz bevor der Winter ansteht, sollten Hobbygärtner Stauden und frühblühende Zwiebeln pflanzen. Foto Nestor Bachmann / dpa

Das Erdreich ist durch die lange Trockenheit teilweise noch so hart, dass das Umgraben im Garten noch nicht möglich ist. Sogar beim Pflügen haben die Bauern jetzt Probleme. Das ist besonders bei lehmigem oder tonigem Boden der Fall. Je später aber der Boden im Herbst gewendet wird, umso weniger Nährstoffe können im Winter ausgewaschen werden. Auch der Humusanteil im Boden wird dann im geringeren Maße abgebaut. Da sich der Winter immer mehr nach hinten verschoben hat, bleibt sehr wahrscheinlich auch heuer noch genügend Zeit für die Bodenbearbeitung. Bei sandigem Boden ist es ohnehin nicht notwendig diesen zu wenden. Er wird nur mit der Grabgabel im Frühjahr gelockert. So bleiben auch die Bodenschichten erhalten.

Laub als Schutzmantel

Das frostfreie Wetter verleitet dazu, jetzt noch verschiedene Blumenzwiebeln zu setzen. Der wenige Regen im Herbst hat den Boden nur in der oberen Schicht leicht angefeuchtet. Die meisten Blumenzwiebeln fühlen sich besonders am Rande von Bäumen und Sträuchern wohl. Das Laub wird vor dem Pflanzen mit dem Spaten zur Seite geschoben und der Boden darunter aufgelockert. Die Zwiebeln wurden etwa in der 2,5 fachen Stärke unter die Oberfläche versenkt. Dann kommt darüber Laub, das einen wärmenden Mantel bildet. Die Pflanzstelle wird dann gründlich angegossen. In dem noch warmen Boden wachsen dann die Wurzeln an den Zwiebeln noch genügend, So kann man mit wenig Aufwand den Garten im Frühling zum Leuchten bringen. Gleichzeitig wird den Bienen und Schmetterlingen so wie vielen Nützlingen wie Schwebfliegen eine wichtige Nahrungsquelle nach dem Winter geboten. Das gibt jedem Hobbygärtner, der nach biologischen Grundsätzen arbeitet, ein gutes Gefühl. Beim Kauf der Blumenzwiebeln ist aber jetzt besonders darauf zu achten, dass diese sich noch fest anfühlen.

Selbst im Winter kann der Garten ästhetisch sein.

Christrosen

Das relativ milde Wetter macht es möglich, dass manche Christrosenarten schon aufgeblüht sind. Es gibt diese Pflanzen in sehr großer Sortenfülle. Einige von ihnen, wie die rote Mairose, blühen erst im April oder Anfang Mai. Im Handel werden jetzt schon die Christrosen verstärkt angeboten. Sie benötigen einen kalkhaltigen und humosen Boden. Ideal ist ein halbschattiger, bis schattiger Platz im Randbereich von Laubgehölzen. Die Christrosen vertragen keine zu große Hitze. Die Wurzeln müssen im Sommer mit einer Laubdecke vor dem Vertrocknen geschützt werden. Zu viel Nässe aber macht die Pflanze anfällig für Pilzkrankheiten. Besonders ist darauf zu achten, dass nicht zu tief gepflanzt wird. Christrosen "schlucken" mit ihren immergrünen Blättern besonders gut das Laub von den Bäumen und Sträuchern. Ohne diese schützende Decke aus Blättern können sie nicht gedeihen.

Wann sollten Obstbäume gepflanzt werden?

Jetzt gehen die Bäume und Sträucher nur oberflächig in die Wachstumsruhe. Die Wurzeln jedoch können noch eine Weile bei ausreichend warmem Boden weiter wachsen. Davon profitieren auch die Neupflanzungen. Sie bilden noch vor dem Winter neue Wurzeln. So haben die Pflanzen gute Startbedingungen für das kommende Jahr. Sie können also im Frühjahr gut an- und weiterwachsen. Auch Trockenperioden im Frühling und Sommer werden durch eine frühe Pflanzung besser überstanden. Eine Herbstpflanzung ist besonders ideal für alle robusten Obstgehölze wie Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge sowie Beerensträucher wie Johannis- und Stachelbeere. Der Austrieb im Frühjahr ist dann besonders kräftig. Empfindliche Obstarten aber wie Aprikose, Pfirsich, Weintraube und Brombeere pflanzt man besser im Frühjahr, um keine Auswinterung zu riskieren.

Kübelpflanzen

Es ist wichtig, die Kübelpflanzen im Herbst als auch im Frühjahr langsam zu klimatisieren und auf die neue Umgebung wie Winterquartier und Freiland vorzubereiten. Der Ballen sollte beim Einräumen möglichst trocken sein. Besonders Geranienbäumchen sind da sehr empfindlich. Für den Transport von Kübelpflanzen eignen sich Sackkarren oder Gurte.

Quitten zubereiten

Quitten gibt es heuer in großen Mengen. Es ist kaum bekannt, dass man diese harten Früchte auch braten kann. Sie werden dazu in Scheiben geschnitten und mit Butter in der Pfanne geröstet. Beim Wenden kommen als Gewürze Salz und Pfeffer dazu. Um die Säure der Quitte zu mildern, werden die Fruchtscheiben kurz vor dem Ende des Garens leicht mit Quittengelee bestrichen. So entsteht eine besondere Köstlichkeit. Übrigens, beim Herstellen der Fruchtscheiben ist es wichtig, am sehr harten Kerngehäuse jeweils rechts und links vorbei zu schneiden.

Namenstage haben eine große Rolle aufs Tagesgeschehen

Sehr wichtig waren früher die Namenstage. Das Gedenken an die Heiligen hat eine große Rolle im Jahresgeschehen und in der Zeiteinteilung gespielt. Eigentlich hat der Martinstag am 11.11. Schon die vorweihnachtliche Zeit eingeleitet. Kathrein stellt den Tanz ein, hat die Losung am 25. 11. Für die Adventszeit geheißen. Alle blieben danach Zuhause. Am Barbaratag war Hutzelessen angesagt. Den guten Nikolaus kannte man bis 1920 noch nicht. Vorher war es ein garstiger Kinderschreck. Weihnachtsbäume hat es zum ersten Mal vor 100 Jahren gegeben. Der Adventskranz ist erst seit 1930 bekannt. Die Lichterketten sind erst vor etwa 35 Jahren aus Amerika eingeführt worden. Böse Geister und Hexen haben früher besonders in der dunklen Jahreszeit eine große Rolle gespielt. Das elektrische Licht, das um 1920 eingeführt wurde hat aber manchem Spuk ein Ende gesetzt.



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