Franken
Sicheres Fahren

Nasse und rutschige Fahrbahn: So verhalten Sie sich richtig

Bei nasser und rutschiger Fahrbahn ist es oftmals nicht einfach die Kontrolle über sein Fahrzeug zu behalten. Bei schwierigen Witterungsbedingungen gilt es einige Dinge zu beachten: Wir haben diese für Sie zusammengefasst.
Artikel drucken Artikel einbetten

Auch wenn die Gesamtzahl an Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen rückläufig ist: Bei nasser und vereister Fahrbahn kommt es häufig zu Unfällen. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor. Rund 30.000 Verkehrsunfälle (7,2% aller Unfälle) lassen sich demnach im Jahr 2018 auf Glätte durch Regen, Schnee oder Eis zurückführen.

Dauerregen, schlechte Sichtverhältnisse oder vereiste Straßen: Für Autofahrer können nasse Straßen gefährlich werden. Der ADAC gibt einige Tipps, wie sie auch bei schlechten Witterungsbedingungen sicher an ihr Ziel kommen.

Vorausschauend Fahren: Runter vom Gas

Hektisches und überhebliches Fahren sind im Straßenverkehr selten hilfreich. Ganz Besonders gilt das bei Regen und Nässe: Zu schnelles Fahren oder unnötige Überholmanöver enden oftmals in einem Unfall. Der längere Bremsweg oder schlechte Sichtverhältnisse können dazu führen, dass andere Verkehrsteilnehmer womöglich nicht mehr rechtzeitig reagieren können. Deshalb: Reduzieren Sie ihre Geschwindigkeit, vermeiden Sie unnötig starkes Bremsen und blinken Sie rechtzeitig. Darüber hinaus ist es sinnvoll, beide Hände fest am Lenkrad zu haben.

In Kurzform: Fahren Sie vorausschauend und haben Sie ihr Umfeld im Blick

Bei starkem Regen: Licht einschalten

Um von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden, sollten Sie bei Starkregen stets mit eingeschaltetem Licht fahren. Wird die Sichtweite erheblich reduziert, das ist außerorts bei etwa 100 Metern und innerorts bei 50 Metern der Fall, so darf auch der Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Aber Achtung: Um andere Autofahrer nicht zu blenden, muss man die Nebelscheinwerfer bei Besserung der Sichtverhältnisse ausschalten.

Achten Sie auf den Reifendruck

Die Profiltiefe der Reifen und der Reifendruck sollten regelmäßig kontrolliert werden. Je niedriger der Reifendruck ist, desto anfällig sind die Reifen für Aquaplaning. Gleiches gilt für die Profiltiefe: Bei abnehmender Profiltiefe verschlechtert sich die Wasserabweisung der Reifen auf nasser Fahrbahn. Gesetzlich gesehen gilt: Die Mindestprofiltiefe von Reifen darf 1,6 Millimeter nicht unterschreiten. Der ADAC empfiehlt bei Winter- und Ganzjahresreifen eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern.

Aquaplaning erkennen und richtig reagieren

Bei nasser Straße und hohen Geschwindigkeiten steigt auch das Risiko von Aquaplaning. Ein sichtbarer Gischt- oder Wasserschwall an den Reifen vorausfahrender Autos, ist laut ADAC ein Warnsignal für Aquaplaning. Auch Änderungen der Motordrehzahl, ein lauteres Geräusch der Reifen oder schwächer werdende Kräfte am Lenkrad, können auf Aquaplaning hindeuten.

Bei einsetzendem Aquaplaning sollten Sie als Autofahrer weder lenken noch abrupt bremsen. Die Experten des ADAC's empfehlen: Halten Sie das Lenkrad mit beiden Händen fest, nehmen Sie den Fuß vom Gas und treten Sie die Kupplung bis die Reifen wieder greifen.

Verkehrsschild "bei Nässe" - ab wann gilt das Schild?

Es gibt Geschwindigkeitsbegrenzungen, die nur bei nasser Fahrbahn beachtet werden müssen. Ein entsprechendes Verkehrsschild weist darauf hin. Bei welchen Bedingungen das Zusatzschild "bei Nässe" gilt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) bereits vor einigen Jahren. Die Fahrbahn gilt als nass, wenn sich auf ihr ein Wasserfilm gebildet hat. Laut ADAC erkennen Sie das daran, dass das Auto vor Ihnen eine Sprühfahne bildet.

Symbolbild: Andreas Rosar/dpa

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren