Laden...
Franken
Ratgeber

Nähmaschinen im Test: Preis-Leistungs-Sieger für unter 400 Euro

Stiftung Warentest hat 15 Nähmaschinen im Preissegment von 60 bis 950 Euro getestet. Leider lassen sich nur die Hälfte der Geräte einfach bedienen, urteilen die Tester. Der Testsieger kommt von der Firma Brother.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Nähen mit einer Nähmaschine geht - mit etwas Übung - leicht von der Hand. Stiftung Warentest hat 15 Geräte getestet. Foto: devn/unsplash.com

Nähmaschinen: Kannte man früher vielleicht nur von der Oma. Doch heutzutage stehen die Geräte in hippen Studentenbuden. Kein Wunder, DIY ("Do It Yourself") steht hoch im Kurs, und Individualität zeigt man am besten mit der Kleidung. In Zeiten von Smart Home verfügen einzelne Nähmaschinen sogar über modernen Touch-Displays.
 
Hose, T-Shirt, Kleid oder Mund-Nasen-Maske selber machen – das geht, mit etwas Übung, ganz leicht mit einer Nähmaschine. Stiftung Warentest hat 13 Nähmaschinen getestet, darunter zwei Overlockmaschinen.

Nähmaschine und Overlockmaschine

Neben den mechanischen Nähmaschinen gibt es computergesteuerte Nähmaschinen. Die Geschwindigkeit erhöht sich, die Bedingung vereinfacht sich. Dabei sind sie keine neue Erfindung: Solche elektronischen Nähmaschinen gibt es bereits seit über 30 Jahren.

Neben den klassischen Nähmaschinen gibt es zudem noch sogenannte Overlockmaschinen. Dabei ist die Overlockmaschine kein Ersatz für eine Nähmaschine, sondern eine Ergänzung. Zwar können sie nicht stopfen, dicke Stoffe nähen, Reißverschlüsse oder Taschen annähen, dafür können Overlockmaschinen aber in einem Schritt Stoffe abschneiden, versäubern und zusammennähen.

Overlockmaschinen geben der Kleidung den professionellen Naht-Look. Für Einsteiger empfiehlt es sich also zunächst, eine gute Nähmaschine anzuschaffen. Danach kann man mit Overlockmaschinen experimentieren.

Nähmaschinen: So wurde getestet

Zu gleichen Teilen in die Bewertung im Test der Stiftung Warentest flossen das Nähen selbst und die Handhabung ein. Denn gerade für Anfänger ist es wichtig, dass das Einfädeln oder das Einfügen des Nähfußes selbsterklärend sind.

Gleichzeitig wurden die Maschinen einem Belastungstest unterzogen, um die Haltbarkeit und Verarbeitung zu überprüfen.

  • Nähen 45% (Geradstich, Nutzstiche, Blindstich, Nähen von dicken Stoffen, Übernähen von Quernähten, knappkantiges Nähen, Reißverschlüsse nähen etc.)
  • Handhabung 45% (Einrichten der Maschine, Einsetzen von Nadel und Spule, Einfädeln, Rückwärts- und Langsamnähen etc.)
  • Haltbarkeit 10% (Verarbeitung)

Die Testsieger

Platz 1: Brother Innov-is F400

Der Testsieger mit Display kommt aus dem Hause Brother und überzeugt mit sehr gleichmäßigem Geradstich. Die Maschine kann problemlos Nähte an Kanten entlang nähen und ist die beste beim Versäumen. Dank Automatik fertigt sie sehr exakte Knopflächer an und bietet mit zwei LEDs eine sehr gute Beleuchtung

  •  Test-Gesamtnote: gut (1,7)
  • Nähen: gut (1,6)
  • Handhabung: gut (1,9)
  • Haltbarkeit: gut (1,6)
  • Mittlerer Preis: ca. 630 Euro
Brother Innov-is F400 jetzt bei Amazon anschauen

Platz 2: Bernina B 325

Die teuerste Maschine im Test spult eigenständig, ohne dass die Nadel mitläuft und näht durchgängig gut bis sehr gut. Zwei LEDs leuchten sehr gut aus. Kritik gibt es bei Quernähten bei Jeans und dicken Stoffen.

  • Test-Gesamtnote: gut (2,0)
  • Nähen: gut (2,0)
  • Handhabung: gut (2,0)
  • Haltbarkeit: gut (1,6)
  • Mittlerer Preis: ca. 950 Euro
Bernina 325 Nähmaschine jetzt bei Amazon anschauen

Preis-Leistungs-Sieger und auf Platz 3: Janome 230 DC

Unter 400 Euro zu haben und mit einer guten Gesamtnote: Janome 230 DC überzeugt durch gleichmäßiges Nähen an Kanten und zeigt passable Leistungen, auch bei mehreren Stofflagen. Kleiner Kritikpunkt: Der Anschiebetisch ist leicht instabil und dicke Stoffe näht die 230 DC nur mittelmäßig. Ansonsten punktet der Janome mit seiner guten Handhabung – also auch was für Anfänger.

  • Test-Gesamtnote: gut (2,1)
  • Nähen: gut (2,0)
  • Handhabung: gut (2,3)
  • Haltbarkeit: gut (1,9)
  • Mittlerer Preis: ca. 380 Euro
Janome Nähmaschine 230 DC Computer jetzt bei Amazon anschauen

Die beiden getesteten Overlockmaschinen, die Brother 2104D* (Testnote: 2,4) und die Gritzner 788* (Testnote: 2,3) schnitten beide gut ab. Allerdings braucht man an den beiden Maschinen eine Menge Übung.

Angebot nicht verfügbar? Jetzt online Preise vergleichen

Fazit

Suchen Sie sich die Maschine danach aus, welche Stoffe Sie gerne verarbeiten möchten. Wenn Sie nicht unbedingt mit dicken Stoffen arbeiten, dann ist die Janome für den günstigen Preis die richtige Nähmaschine für Sie. Und ganz wichtig, je öfter man übt, desto einfacher wird das Nähen an der Maschine. Wenn Sie gleich loslegen wollen, gibt es hier die erste Nähanleitung: Einen Mundschutz, denn die liegen gerade voll im Trend.

 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.

Verwandte Artikel