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Apps für das Homeoffice

Videokonferenzen von zuhause: Das sind die fünf besten Videochat-Apps

Homeoffice statt Büroalltag, Videochat statt Besuch im Café. Das Coronavirus und die ergriffenen Maßnahmen verändern den Tagesablauf - beruflich und privat. Welche Möglichkeiten der Kommunikation jetzt zur Verfügung stehen, erfahrt ihr hier.
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Wegen der Corona-Pandemie finden immer  Telefon- und Videokonferenzen im Homeoffice statt. Foto: Sebastian Gollnow / dpa
Wegen der Corona-Pandemie finden immer Telefon- und Videokonferenzen im Homeoffice statt. Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Die Straßen werden leerer: Cafés haben geschlossen, die Ausgangsbeschränkung in Bayern wurde vorerst bis zum 19.04.2020 verlängert. Social-Distancing ist das Stichwort der Stunde. Abstand halten und so wenig wie möglich Kontaktpersonen haben. Schwierig im Freundeskreis, besonders schwierig im Berufsleben.

Teammeetings und Besprechungen finden meist direkt im Unternehmen statt, diese Option entfällt nun teilweise. Daher läuft die Suche nach Alternativen: Klassisch ist Telefonieren eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme, jedoch ist hier die Teilnehmerzahl meist auf zwei Personen begrenzt und somit im Berufsleben untauglich. Der Trend geht klar zur digitalen Lösung, konkret: Telefon- und Videokonferenzen via Online-Meetings.

Wichtige Vorbereitungen treffen

Zunächst sollte sich der Zweck der Konferenz klargemacht werden. Sind nur wenige Teilnehmer anwesend, braucht es womöglich nicht zwingend eine Video-, sondern eine einfache Telefonkonferenz. Diese sind vor allem im Privatbereich beliebt und ausreichend. Im Berufsleben eignet sich eine Videokonferenz besonders dann, wenn wichtige Präsentationen anstehen.

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Wichtig ist eine gute Vorbereitung für die Konferenz. Wenn die Technik eingerichtet ist, sollten sich die Teilnehmer zunächst einmal mit der genutzten App vertraut machen. Hilfreich sind Tests, bevor das erste Meeting stattfindet. Die Besprechungsteilnehmer lernen die wichtigsten Funktionen kennen und gewinnen Sicherheit im Umgang mit der App. Routine steigert die Effizienz der Besprechung.

Zudem sollte Wert auf die Besprechung von Gesprächsregeln gelegt werden. Eine Telefon- oder Videokonferenz entwickelt ganz eigene Dynamiken und ist kaum mit einer Besprechungsrunde vor Ort zu vergleichen. Während der Vorbereitungen sollte außerdem schon klar sein, welche App genutzt wird. inFranken.de hat recherchiert und die meistgenutzten Apps für eine Videokonferenz und deren Funktionsweise zusammengefasst.

Microsoft Teams

Funktionen: Im Privat- und Berufsleben kaum wegzudenken sind viele Produkte von Microsoft. Für Online-Meetings steht Microsoft Teams zur Verfügung. Als Teil von Office 365 ist die Plattform für Chats und Besprechungen mit Notizen und Anhängen gedacht. Dabei sind auch Videotelefonate möglich.

Angebote: Die App ist sowohl für PC als auch für das Handy verfügbar und kann in eingeschränkter Version kostenlos heruntergeladen werden. Auch der Erwerb einer Lizenz ist derzeit nicht mit Kosten verbunden. Unternehmen können ergänzend Office Business Essentials für 4,20 Euro im Monat abonnieren, hier stehen unter anderem zusätzliche Cloud Services bereit.

Konferenz starten: Um eine Videokonferenz zu starten, muss zunächst auf das Auswahlfeld "Kalender" geklickt werden. Nun öffnet sich die Möglichkeit "Neue Besprechung", danach kann der gewünschte Termin der Konferenz gewählt werden. Als nächster Schritt kann ein Titel der Konferenz angegeben und Teilnehmer eingeladen werden. Sind alle Informationen eingetragen, kann auf "Speichern" gedrückt werden. Damit schließt sich das Planungsformular. Die eingeladenen Teilnehmer bekommen automatisch eine E-Mail über Microsoft Outlook. Weitere Informationen finden Sie hier.

Skype

Funktionen: Bereits seit Jahren vor allem im Privatgebrauch beliebt ist Skype. Die Videochat-Software, die ebenfalls zu Microsoft gehört, erlaubt in der kostenlosen Version 50 Teilnehmer in einer Konferenz gleichzeitig. In der erweiterten Version "Skype for Business" wird das Kontingent auf 250 Teilnehmer aufgestockt. Bekannt ist Skype vor allem durch die Möglichkeit von Videoanrufen inklusive einer Chatfunktion, was einer der Hauptgründe des Erfolgs sein könnte.

Angebote: Der Messaging-Dienst ist kostenlos zum Download über Windows, iOS, sowie Android verfügbar. Wichtig bei der Nutzung ist die Anmeldung über das Microsoft-Konto. Auch Skype for Business kann kostenlos erworben werden, allerdings fehlen hier einige Funktionen, die in Microsoft Teams integriert sind.

Konferenz starten: Zur Verwendung des Videochats werden am PC ein Mikrofon und eine Webcam benötigt. Unter "Kontakte" kann dann der Teilnehmer ausgewählt werden, der an der Konferenz teilnehmen soll. Nun öffnen sich die Funktionen "Anrufen" und "Videoanruf". Wenn der Anruf- bzw. Konferenzpartner online ist und den Anruf annimmt, kann die Konferenz starten. Auf diese Weise können die gewünschten Teilnehmer (Maximum: 250) hinzugefügt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

GoToMeeting

Funktionen: Das Softwarepaket GoToMeeting ist für Audio- oder Videokonferenzen gedacht. Dabei können die Teilnehmer über den Chat miteinander interagieren, hier können auch Dateien versendet werden. Zudem lässt sich der Bildschirm teilen, ab einem gewissen Preis können hier auch Maus und Tastatur für alle Teilnehmer freigegeben werden.

Angebote: Die Software ist kompatibel mit Android, iOS und Windows und ist jeweils zum Download verfügbar. Neben der Testversion gibt es drei käuflich zu erwerbende Pakete*: GoToMeeting Professional für 13,50 Euro monatlich, GoToMeeting Business für 17 Euro im Monat und GoToMeeting Enterprise (Preis auf Anfrage). Dabei kommen jeweils neue Funktionen hinzu, zudem steigt die Kapazität an Teilnehmern: In der günstigsten Version können 150 Personen teilnehmen, bei GoToMeeting bis zu 250 und bei GoToMeeting Enterprise bis zu 3000.

Konferenz starten: Bevor ein Meeting gestartet werden kann, muss es kurz- oder langfristig eingeplant und erstellt werden. Dabei erhält man eine ID, die wichtig ist, um an der Konferenz beizutreten. Danach muss auf "Meeting starten" geklickt werden, was über die Anmeldedaten funktioniert. Nun können weitere Teilnehmer hinzugefügt werden. Weitere Informationen und eine ausführliche Anleitung finden sie hier.

Zoom Cloud Meetings

Funktionen: Relativ neu auf dem Markt ist Zoom Cloud Meetings. Video- und Onlinekonferenzen sind möglich, die Anzahl an Meetings unbegrenzt. Eine Bildschirmteilung ist ebenfalls möglich, zudem lässt sich ein virtuelles Whiteboard einrichten, auf dem sich live während der Konferenz arbeiten lässt. Dabei lassen sich Maus und Tastatur freigeben, so dass sich alle Teilnehmer einbringen können. Dateien und Nachrichten können ebenfalls versendet werden.

Angebote: Zoom stellt eine kostenfreie und zwei kostenpflichtige Pakete zur Verfügung: Zoom pro kostet 13,99 Euro, Zoom Business 18,99 Euro im Monat. Zugelassen und anwendbar ist die Software auf den wichtigsten Betriebssystemen: Windows, Android, iOS.

Konferenz starten: An einer Konferenz lässt sich von einem Smartphone, Tablet, oder PC teilnehmen. Um über Zoom ein Meeting zu starten, muss über den "Zoom Client" auf Meeting geklickt werden. Anschließend kann das gewünschte Meeting ausgewählt und übe "Starten" angeklickt werden. Zum Beitreten einer Konferenz wird die Meeting-ID benötigt, die beim Erstellen des Meetings generiert wird. Weitere Informationen über Zoom finden Sie hier.

Discord

Funktionen: Vor allem bei Jüngeren und in der Gamingszene ist Discord beliebt. Die Plattform bietet Chat- und Sprachkanäle an, über die mit Freunden oder Kollegen kommuniziert werden kann. Außerdem gibt es einen eingebauten Darkmode.

Angebote: Discord ist frei zum Runterladen im Netz für Windows verfügbar. Auch auf iOS und Android ist das Programm kostenlos verfügbar. Zudem kann kostenlos ein eigener Server für Besprechungen und gemeinsames Chatten erstellt werden. Über ein Abo können weitere Funktionen freigeschaltet werden.

Konferenz starten: Für Gruppenchats und -anrufe wird eine Freundesliste benötigt. Sind bereits Freunde in der Liste enthalten, geht es über den "Group DM" Knopf weiter. Nun öffnet sich die Liste, wobei sich bis zu 10 Teilnehmer hinzufügen lassen. Über den Anruf-Knopf lässt sich dann ein Telefonat starten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Videokonferenzen besser geeignet als Smartphones sind Tablet-PCs, die vielseitig einsetzbar und in vielen Preisklassen erhältlich sind.*

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