Lichtenfels
Weihnachten

Keimsprossen bringen Energie in den Winter

Christbäume sollten nicht sofort von der Kälte in das Haus gebracht werden, da diese sich erst an den Temperaturunterschied gewöhnen müssen.
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Beim Kauf von Amaryllis sollte man darauf achten, dass die Blüten geschlossen sind. Foto: Josef Schröder
Beim Kauf von Amaryllis sollte man darauf achten, dass die Blüten geschlossen sind. Foto: Josef Schröder

Der Christbaum sollte nicht gleich von draußen aus der Kälte in die warme Stube gebracht werden. Es ist besser, wenn er mindestens einen Tag bei frostigem Wetter zum Akklimatisieren in ein Zwischenlager wie in den Hausflur oder Garage gestellt wird. Ständer, die eine Schale haben, sind zu bevorzugen. Damit der Baum besser Wasser aufnehmen kann, sollte der Ansatz frisch nachgeschnitten werden. Besonders In den ersten Tagen nach dem Aufstellen in einen Behälter, saugen die Christbäume etwa zwei Liter Wasser pro Tag auf. Auch wenn sie schon längerer Zeit den Wald verlassen haben und nicht mehr so frisch sind, so wirken sie doch im Hause wie eine natürliche Klimaanlage. Die Bäume können immer noch schlechte Luft verbessern und Sauerstoff abgeben. Das Netz, welches beim Kauf zum Einpacken dient, gehört von unten nach oben aufgeschnitten, damit es sich nicht in den Zweigen verfängt.

Keimsprossen als Energielieferant für den Winter

Für eine gesunde Ernährung im Winter sind Keimsprossen besonders zu empfehlen. Sie sind leicht herzustellen und preiswert. Durch den Keimvorgang werden viele Vitamine wie C und E, aktiviert. Zudem sind Mineralien und pflanzliche Öle in reichem Maße vorhanden. Besonders in der Vollwertküche weiß man die Keimsprossen zu nutzen. Mit leichter Kost wird ein Ausgleich zu dem meist schweren Essen in den Wintermonaten erreicht. Zwei bis drei mal werden die Samenkörner täglich befeuchtet. Dies geschieht am besten in einem Set mit einem Durchlauf-System, welches in einschlägigen Fachgeschäften zu halten ist. Verschiedene Samenarten können dabei übereinander gestapelt werden. Wichtig ist, dass der Samen wegen des großen Sauerstoffbedarfes niemals über längere Zeit im Wasser schwimmen darf, da er sonst faulen würde. Bei Zimmertemperatur sind die meisten Keimsprossen innerhalb von vier bis sieben Tagen gekeimt und für Suppen, Salate, Gemüse und im Müsli zu verwenden.

Zu meiden bei der Ernährung sind Auszugsmehle, Zucker und zu viel Fleisch. Diese Lebensmittel führen zu einer Übersäuberung des Körpers. Um das Säure-Basenverhältnis wieder auszugleichen müssen körpereigene Mineralien hergenommen werden. Dies wirkt sich dann negativ auf das Knochensystem und die Haare aus. Besonders basisch wirken Kartoffeln, Gurken und Sauerkraut, so wie alle anderen Arten von Gemüse.

Amaryllis und Weihnachtskakteen

Bei der Amaryllis als Schnittblume ist beim Kauf darauf zu achten, dass die Blüten noch geschlossen sind. Der Stiel wird nach dem Anschneiden etwa 1,5 Zentimeter oberhalb der Schnittstelle mit Tesafilm einmal umwickelt, damit sich die Stielende nicht so sehr nach oben stülpen. Kleine senkrechte Schnitte lassen die aufnahmefähig für Vasenwasser erhöhen. Der Wasserstand sollte im Gefäß aber nicht höher als 5 Zentimeter sein. Es gibt die Amaryllisblüten in Weiß, Rosa, Orange und natürlich in Rot.

Weihnachtskakteen mögen einen hellen Platz in der Wohnung. Eine direkte Mittagssonne ist ihnen aber zu viel. Ideal für Weihnachtskakteen sind West- oder Ostfenster als Standort. Das Substrat sollte humos, durchlässig und relativ grob sein. Ist es zu fein, kommt es häufig zu Wurzelerkrankungen durch stauende Nässe. Um das zu verhindern, kann man beim Umtopfen die Blumenerde mit Blähtongranulat oder auch Orchideenerde 1:1 mischen. Überschüssiges Wasser muss immer aus dem Untersetzer entfernt werden. Die Gliederkakteen gehören zu den aufsitzenden Pflanzen. Sie sitzen nämlich in Astgabeln von Bäumen. Dort leben diese Kakteen von den Niederschlägen und den frei werdenden Nährstoffen von verrottendem Laub, das aus dem oberen Kronenbereich herab fällt. Daher sind sie in ihren Pflegeansprüchen vergleichbar mit Orchideen. Im Handel findet man meist keine reine Naturform mehr, sondern Hybriden mit besonders reicher Blütefülle. Die Triebe der Pflanze können bis zu einen Meter lang werden und bestehen aus vier bis sechs Zentimeter langen Blattgliedern.

Ruhezeit für Kakteen

Die stacheligen Kakteen brauchen eine winterliche Ruhezeit. Diese ist bei sehr vielen Arten die Voraussetzung für die Blütenbildung. Die Ruhezeit sollte von Ende Oktober bis März erfolgen. Die Kakteen müssen dabei möglichst kühl stehen und dürfen in dieser Zeit so gut wie gar nicht gegossen werden. Auch dann nicht, wenn der Kaktus Knospen angesetzt hat und sogar schon Falten zeigt. Erst im Frühling, wenn sich an der Spitze neue Dornen bilden, darf wieder gegossen und ein wärmere Standort ausgesucht werden. Es gibt sogar Opuntienarten, die Frost vertragen und im Winter draußen stehen bleiben können.

Luftbefeuchter in Räumen anbringen

Die, durch die Kälte bedingt extrem trocken gewordene Luft, kann durch spezielle Wasserverdampfer, die an einem Heizkörper eingebracht sind, gemildert werden. Auch Geräte zur Luftbefeuchtung sind bei den jetzigen klimatischen Verhältnissen vorteilhaft. Ein Luftfeuchtigkeitsmesser im Wohnzimmer gibt genaue Angaben. Hübsche Schalen mit Wasser und Blähton gefüllt, sorgen auf dem Fensterbrett in Pflanzennähe gezielt für feuchte Luft. Nur unbehaarte Blätter dürfen bei hoher Lufttrockenheit mit einem feinen Wassernebel besprüht werden. Dies sollte immer mit Bedacht und großer Vorsicht geschehen.

Feldsalat im Winter abdecken

Im gefrorenen Zustand sollte Feldsalat nicht geerntet werden, da das Gewebe an den Druckstellen nach dem Auftauen schwarz wird. Auch beim Feldsalat hat sich die Abdeckung mit Vlies bestens bewährt und wird immer häufiger benutzt. Es ist die einfachste Methode den Feldsalat vor Kälte zu schützen. Nach dem Schneefall wird das Vlies zurückgeschlagen und ermöglicht so, an den meisten Wintertagen, ein problemloses Ernten. Und der Feldsalat, der an Größe noch etwas zulegen kann, wird im Januar und im Februar durch die Temperaturerhöhung durch das Vlies, zügig weiter wachsen. Die Ernte sollte aber spätestens Mitte März abgeschlossen sein. Danach wird Feldsalat unweigerlich schossen.

Allen Lesern der Gartentipps wünschen meine Frau und ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Gleichzeitig ist damit auch der Dank verbunden für die vielen positiven Rückmeldungen!

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