Nicht nur in der Schule, sondern auch im Studium oder in der Ausbildung müssen Tests absolviert und Prüfungen geschrieben werden. Manchmal ist die Schulzeit bis dahin schon lange vorbei oder man hat nie gelernt richtig zu lernen. Das klingt zwar komisch, ist jedoch möglich. Damit Sie die Prüfungen dennoch bestehen, hier ein paar einfache, jedoch effektive Tipps.

Starte rechtzeitig
Die Aufschieberitis ist zwar unter Schülern und Studenten sehr beliebt, jedoch nicht empfehlenswert. Rechtzeitig mit dem Lernen zu beginnen trägt nicht nur dazu bei, den Stoff zu verinnerlichen und nicht nur oberflächlich zu betrachten, auch das Stresspotential wird erheblich heruntergeschraubt. Außerdem merkt sich das Gehirn den Lernstoff besser, wenn es regelmäßig und öfter wiederholt wird.

Wie erstellt man einen geeigneten Zeitplan?
Zuerst gilt es, den Lernstoff zu sichten und einen groben Überblick über die Inhalte zu bekommen. Um am Ende nicht ins Straucheln und in unnötigen Stress zu geraten, hilft ein Zeitplan. Die Lernthemen sollten auf Wochen verteilt werden, die Inhalte derer auf einzelne Tage. Das Abhaken oder Durchstreichen zeigt Ihnen am Tagesende, was Sie geschafft haben. Das vermittelt ein gutes Gefühl. Außerdem behalten Sie den Überblick, welche Themen Sie bereits verinnerlicht haben und wo Sie noch einmal nachhaken müssen. Planen Sie in jedem Fall genug Zeit ein, denn sonst ist eine überflüssige Belastung vorprogrammiert.
Die Leistungskurve des Biorhytmus besagt, dass die beste Zeit zum Lernen am Vormittag und abends zwischen 18 und 21 Uhr ist. Dieser Richtwert trifft jedoch nicht auf jeden zu, deswegen sollte man auf seinen eigenen Körper hören. Nach einem schweren Essen sollte jedoch nicht gelernt werden, da der Körper dann mit dem Verdauen beschäftigt ist.

Mindmapping, oder doch lieber Karteikarten?
Jeder Mensch lernt anders, das bedeutet, dass sich jeder eine geeignete Methode suchen muss, mit der er selbst am besten vorankommt. Karteikarten fassen die wichtigsten Inhalte noch einmal zusammen, nehmen jedoch viel Zeit beim Erstellen in Anspruch. Mindmapping ist eine gute Möglichkeit, den Lernstoff in Oberbegriffe einzuteilen oder die bereits verinnerlichten Inhalte aus dem Gedächtnis noch einmal zu visualisieren. Dazu schreibt man zu einem Oberbegriff all die Wörter, die zu diesem Bereich zählen, beziehungsweise damit in Verbindung stehen. Diese Visualisierung verschiedener Wortgruppen, die einem Thema zugeteilt sind, macht Zusammenhänge deutlich und merkbar.
Auch eine künstlerische Umsetzung ist manchmal eine gute Stütze, wenn es um bestimmte Begriffe geht. Denken Sie sich hierzu ein Bild aus und zeichnen Sie es auf. Lautes Reden ist ebenfalls eine Option, Lernstoff zu verinnerlichen. Handelt es sich um eine mündliche Prüfung ist es außerdem gut, den Redefluss zu üben und sich explizit auszudrücken.

Wie funktionieren Eselsbrücken?
Eselsbrücken sind eine weitere Möglichkeit der Lernstoff-Archivierung. Dazu überlegen Sie sich einen passenden Spruch zu ihrem Lernbegriff. Müssen Sie sich ein Diagramm merken, so ist es ratsam, dieses nicht nur öfter aus dem Gedächtnis aufzuzeichnen (soweit dies möglich ist), sondern sich auch eine Geschichte dazu auszudenken. Mehrere einzelne Begriffe kann man sich merken, indem man die Anfangsbuchstaben in einen Satz baut. Ein Beispiel: Sie müssen die sieben Kontinente abrufen können, also Nord- und Südamerika, Antarktis, Europa, Afrika, Asien und Australien. In dieser Reihenfolge nehmen Sie nun den jeweiligen Anfangsbuchstaben der Kontinente und basteln hierzu Ihren eigenen Merksatz: Neulich sah Anna einen aufgeregten Affen applaudieren.

Smartphone, Tablet und PC
Für die Zeit während des Lernens gilt: Schalten Sie Ihr Smartphone, Tablet und den PC aus! Elektronische Geräte sind ein großer Ablenkungsfaktor. Recherchieren Sie zum Lernen notwendige Informationen im Vorfeld. Zur möglichen Ablenkung trägt auch das Umfeld bei. Manch einer lernt in den eigenen vier Wänden am besten, ein anderer in der Bibliothek oder in einer Lerngruppe. Grundsätzlich gilt: Minimieren Sie die Ablenkungsquellen so gut es geht.

Pause!
Ruhephasen sind in lernintensiven Phasen sehr wichtig, da sich auch das Gehirn ausruhen und die Daten verarbeiten muss. Ausreichend Schlaf und Pausen an der frischen Luft tun Geist und Seele gut.