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Gehaltsreport

Lohnt sich studieren noch? Studiengänge und Berufe im Gehalts-Check

Von welchem Studium kann ich später leben? Wie schneiden bayerische Universitäten ab? Viele Fragen - inFranken.de behält den Überblick.
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Lohnt sich der Gang in die Uni? Der neue "StepStone"-Bericht gibt Aufschluss darüber.  Foto: Symbolbild / pixabay.com
Lohnt sich der Gang in die Uni? Der neue "StepStone"-Bericht gibt Aufschluss darüber. Foto: Symbolbild / pixabay.com
Frische Zahlen rund um den Arbeitsmarkt und den damit verbundenen Einstieg: Die Online-Jobbörse "StepStone" veröffentlicht im jährlichen Zyklus Daten zur Gehaltsstruktur deutscher Arbeitnehmer und Gehältern zum Berufseinstieg. Darin enthalten: Eine Unterscheidung zwischen Branchen, beziehungsweise Berufsgruppen, Studiengängen und Bundesländern.


Einstiegsgehälter nach Studiengängen

Auf Platz 1 des Berichts findet sich "Medizin (und Zahnmedizin)" wieder. Ein Abschluss in diesen Fächern verspricht mit 50.170 Euro ein Top-Einstiegsgehalt. Diese Bereiche sind in Franken an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Bayreuth studierbar. Seit 2016 existiert zusätzlich eine Kooperation der "Regiomed"-Kliniken Coburg und Lichtenfels mit der Universität Split (Kroatien), die einem dualen Studium ähnelt.

Knapp hinter "Medizin (und Zahnmedizin") rangieren "Wirtschaftsingenieurwesen" mit 48.238 Euro, "Naturwissenschaften", wie Biologie, Chemie, Pharmazie oder Physik mit 48.071 Euro und "Ingenieurwissenschaften" mit 47.022 Euro. Studiengänge wie Psychologie oder Politikwissenschaft, die unter anderen auch von der Universität Bamberg angeboten werden, liegen mit 37.779-41.318 Euro im Mittelfeld der Auswertung.

Auf den hinteren Plätzen befinden sich beispielsweise "Philosophie" oder "Design" mit Einstiegsgehältern rund um 33.000 Euro im Jahr.

Fakt laut Studie: "Mit einem akademischen Abschluss verdient man im Schnitt 37 Prozent mehr" als ohne."

Im Bundesland Bayern liegt das Einstiegsgehalt nach einem Studium im Durchschnitt bei 45.330 Euro im Jahr auf Platz 3 hinter Hessen (45.712 Euro/Jahr) und Baden-Württemberg (46.279 Euro/Jahr).


Einstiegsgehälter nach Berufen

Im durchschnittlichen Vergleich zu einem Bachelor-Abschluss bedeutet ein Master-Abschluss für das Monatsende ein Brutto-Mehrwert von neun Prozent. Am deutlichsten wird dies "in den Bereichen Finanzwesen sowie Bildung und Soziales". Als Ingenieur beispielsweise verdient man mit Master-Abschluss im Durchschnitt 48.072 Euro und mit Bachelor-Abschluss "nur" 45.137 Euro. Auch im Bereich "Marketing und Kommunikation" ist dies sichtbar - mit Master: 39.299 Euro, mit Bachelor: 35.946 Euro.
Wie angesprochen rückt "Bildung und Soziales" in den Fokus: Mit Bachelor-Abschluss verdienen Arbeitnehmer bzw. Berufseinsteiger 30.776 Euro im Jahr. Jedoch mit Master-Abschluss sind es 35.474 Euro. Nahe zu 5.000 Euro brutto mehr.


Universitäten und private Hochschulen im Vergleich

Der Bericht zeigt ebenfalls einen Vergleich zwischen staatlichen Unis und privaten Hochschulen, an denen nicht zwangsläufig ein allgemeines Abitur als Aufnahmevoraussetzung notwendig ist. Durch einen Abschluss an fränkischen Hochschulen wie der "Hochschule für angewandte Wissenschaften" in Fürth oder der "ICM Business School" in Nürnberg verdient man im Schnitt sechs Prozent weniger als an Universitäten, wie in Bamberg, Bayreuth oder Erlangen-Nürnberg.
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