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Lehre

Koch, Friseur und Gastronomie:: Diese Ausbildungen werden häufig abgebrochen

In den vergangenen Jahren wurden so viele Ausbildungen abgebrochen wie seit den 90er Jahren nicht mehr. Diese Azubis brechen besonders häufig ab.
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Jeder vierte Azubi bricht seine Ausbildung ab. Angehende Friseure sogar noch deutlich häufiger. Symbolbild: pixabay.com
Jeder vierte Azubi bricht seine Ausbildung ab. Angehende Friseure sogar noch deutlich häufiger. Symbolbild: pixabay.com
Ausbildungsabbruch so hoch wie seit den 90er Jahren nicht mehr: Wie die SZ am Mittwoch unter Berufung auf den Entwurf für den Berufsbildungsbericht 2018 schreibt, bricht mindestens jeder vierte Auszubildende seine Lehr ab. Mit einer Abbruchquote von 25,8 Prozent läge der Anteil erstmals über den seit Anfang der 90er Jahre üblichen Zahlen von 20 bis 25 Prozent.


Koch, Friseur, Gastronomie: Diese Ausbildungen werden besonders häufig abgebrochen


Seit dem Jahr 2016 seien laut dem Bericht gut 146.000 Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst worden. "Dort wo die Vergütung besonders niedrig ist, sind die Abbrecherquoten extrem hoch", sagte dazu Elke Hannack, Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Bei Berufen wie Koch, Restaurantfachkraft oder Friseur breche sogar etwa jeder zweite Azubi seine Ausbildung ab.


Diese Azubis brechen ihre Ausbildung selten ab


Die höchste Abbruchrate haben angehende Sicherheits-Fachkräfte. 50,6 Prozent der Auszubildenden in diesem Arbeitsbereich haben ihre Lehre nicht zu Ende geführt. "Viele steigen vorher aus, da sie mit der kargen Vergütung nicht über die Runden kommen.", so Hannack. Sie forderte die Bundesregierung deshalb auf, die geplante Mindestvergütung für Azubis schnell durchzusetzen. Azubis die Angestellte in der Verwaltung werden wollen, brechen ihre Ausbildung hingegen selten ab. Die Abbrecherquote liegt hier bei etwa 4,1 Prozent.
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