Geld sparen während der Ausbildung

Der Geldbeutel eines Azubis ist meist nicht gerade gut gefüllt. Wie ihr Geld sparen könnt, verraten wir euch hier.
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Geldscheine
Foto: martaposemuckel/Pixabay
Urlaub, verschiedene Events und Festivals – am Anfang des neuen Jahres wird viel geplant. Doch leider ist der Geldbeutel eines Azubis nicht allzu gut gefüllt. Wie ihr eure Wünsche dennoch umsetzen könnt, zeigen wir euch mit unseren Spartipps.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Bei der Bundeagentur für Arbeit ist es möglich, Berufsausbildungsbeihilfe zu beantragen. Diese steht aber nicht jedem zu. Erfüllt man die Voraussetzungen, so hängt es vom Einkommen der Eltern ab, ob und in welcher Höhe jemand diesen Zuschuss bekommt. Über die genauen Bestimmungen kann man sich auf der Homepage der Bundesagentur erkundigen.

Der Schülerausweis
Dieser Ausweis, von der Berufsfachschule ausgestellt, bringt einige Kostenvergünstigungen mit sich. So erhalten Azubis beispielsweise im Bambados den ermäßigten Tarif. Neben Schwimmbädern bieten zahlreiche Einrichtungen wie Museen oder Kinos Rabatte für Auszubildende. Voraussetzung ist die Vorlage des Schülerausweises.

Prioritäten setzen
Statt dem zehnten Pullover oder unnützer Elektrogeräte, lieber Geld sparen. Jeder besitzt Dinge, die er eigentlich nie verwendet. Kleidung, DVDs, Bücher oder andere Gebrauchsgegenstände stapeln sich. Deswegen wird es Zeit, auszumisten und damit sein Gehalt aufzubessern. Das geht auf Flohmärkten, aber auch online. So kann man sich vielleicht den nächsten Urlaub schon teilfinanzieren.
Sollte doch einmal etwas benötigt werden, kann man immer noch auf Secondhand zurückgreifen. Selbst Fachbücher kann man teilweise günstig im Internet erwerben. Eine noch bessere Variante ist das Ausleihen, auch dafür gibt es viele Plattformen im Internet.

Versicherungen
Auch im Bereich der Versicherungen kann man einiges sparen. Bei der KfZ-Versicherung gibt es möglicherweise Rabatte, wenn die Eltern auch dort versichert sind. Eine staatliche Krankenversicherung ist unumgänglich, jedoch gibt es hier Unterschiede im Bereich der Zusatzbeiträge. Haben Eltern eine Haftpflichtversicherung, muss der Azubi keine eigene abschließen, da er dann noch über die Eltern versichert ist.

Haushaltsbuch
Um die Ein- und Ausgaben im Blick zu haben, empfiehlt sich ein Haushaltsbuch. Was im ersten Moment altmodisch klingt, ist nichts weiter als eine Gegenüberstellung von Kosten und Einnahmen. Erstere können auch noch in laufende, beziehungsweise Fixkosten (Miete, Strom etc.) und variable Kosten (Kleidung, Bücher, aber auch Urlaub, Tickets etc.) unterteilt werden. Die Bilanz sollte stets positiv ausfallen, eine Rücklage ist empfehlenswert. Auch über eine Altersvorsorge sollte man nachdenken und sich dementsprechend erkundigen.

Nebenjob
Sich einen Nebenjob zu suchen, bringt nicht nur Vorteile mit sich. Zusätzlicher Stress und weniger Freizeit müssen in Kauf genommen werden. Außerdem muss der Ausbildungsbetrieb über diesen Job in Kenntnis gesetzt werden. Der Betrieb darf den Nebenjob verbieten, sollte die Ausbildung durch diesen beeinträchtigt werden. Zu beachten ist außerdem das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dementsprechend dürfen minderjährige Azubis nicht über 40 Stunden in der Woche arbeiten. Volljährige dürfen 48 Stunden pro Woche tätig sein (sechs mal acht Stunden).

Fahrtkosten
Fahrtkosten lassen sich minimieren, indem man Fahrgemeinschaften bildet oder sogar auf öffentliche Verkehrsmittel setzt. Bei letzteren ist es sogar möglich, dass man als Auszubildender einen kleinen Rabatt bekommt.

Wohnen
Statt alleine zu wohnen, ist es vielleicht kostengünstiger, daheim zu wohnen oder eine Wohngemeinschaft (WG) zu gründen. Hier ist es auch ratsam, sich vorher zu erkundigen, in welchem Bezirk man wohnen möchte, denn hier können die Mietpreise stark variieren. Außerdem gibt es Wohnungen, in denen bereits eine Küche vorhanden ist, wodurch Anschaffungskosten eingespart werden können.

Verträge für das Smartphone
Handytarife sind nicht immer billig – auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick so scheint. Das Kleingedruckte sollte in jedem Fall genau gelesen werden. Manche Tarife sind mit Festnetzanschluss und Internet gekoppelt und sind für Azubis kostengünstiger. Nach solchen Angeboten sollte sich der Azubi erkundigen, genauso wie über die einzelnen Tarife an sich.

Vermögenswirksame Leistungen (VL)
Vermögenswirksame Leistungen sind Geldbeträge, die der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern bezahlt – und zwar zusätzlich zum Bruttolohn. Jedoch werden diese auf ein extra Sparkonto gezahlt, auf das erst nach ein paar Jahren zugegriffen werden kann. Ob diese Möglichkeit besteht, bespricht man am besten mit dem Arbeitgeber selbst.
 
Welche Sparmöglichkeiten es außerdem noch gibt, findet ihr hier: www.infranken.de/sv/familie/finanzen-vermoegen/Finanzen-Wie-kann-man-Geld-sparen;art155603,1328550
 
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