Laden...
Frankfurt/Main
Job und Bewerbung

Unzählige Corona-Arbeitslose: Ein Lebenslauf der jetzt überzeugt

Laut Prognosen werde die Arbeitslosenzahl bis zur Jahresmitte um 200.000 zulegen. Bei so vielen Mitbewerbern und wenigen Stellen geraten Arbeitssuchende nun unter enormen Druck. Essenziell ist es nun, den Lebenslauf überzeugend zu gestalten. Was muss rein, was nicht?
Artikel drucken Artikel einbetten
Wer jetzt keinen perfekten Lebenslauf abgibt, wird höchstwahrscheinlich sofort aussortiert. Unzählige neue Arbeitslose müssen mehr denn je eine überzeugende Bewerbung erstellen.
Wer jetzt keinen perfekten Lebenslauf abgibt, wird höchstwahrscheinlich sofort aussortiert. Unzählige neue Arbeitslose müssen mehr denn je eine überzeugende Bewerbung erstellen. Foto: Christin Klose dpa-tmn

Die meisten haben es schon einmal getan: einen Lebenslauf geschrieben. Doch dann muss man sich neu auf einen neuen Job bewerben und die Regeln von einst sind veraltet wie ein Telefon mit Wählscheibe. Worauf es jetzt zu achten gilt.

Jetzt neuen Job mit inFranken.de finden!

Anschauen oder Aussortieren? Was Personalentscheider sehen wollen

Endlich hat man eine attraktive Stellenbeschreibung entdeckt. So spannend wie der Job sind wahrscheinlich auch die Konkurrenten. Wer mit dem Arbeitgeber gekonnt Kontakt aufnimmt, übersteht die Runde der unangesehenen Aussortierungen.

Vor dem perfekt gestalteten Lebenslauf muss darum ein überzeugendes Anschreiben formuliert werden. Dies auf keinen Fall vernachlässigen oder gar vergessen. Wer hier zwischen den Zeilen Eloquenz, Erfahrung und Kompetenzen vermittelt, hat schon einen kleinen Zeh in der Tür. Dabei gilt es auch, die aktuellen Standards und Vorgaben zu beachten. Wenn die Formalitäten nicht stimmen, kann der Rest noch so gut sein. Einige Personalentscheider sortieren die Bewerbung unangesehen aus.

Erster Eindruck: Unauffällig auffallen

Es gibt viele kleine Regeln für einen modernen Lebenslauf. So sollte man „immer mit der letzten beruflichen Position, die man innehatte, anfangen“, sagt Corinna Sponer-Kessinger. Sie arbeitet als Managing Consultant bei der Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt in Frankfurt am Main.

Vor diesen Details zählt jedoch der erste Eindruck. Hier ist das Visuelle oft wichtiger als die Fakten: Man solle „die erste Seite des Lebenslaufs als Deckblatt mit einem Foto des Bewerbers gestalten“, erklärt Jutta Boenig. Sie ist Inhaberin einer Beratungsgesellschaft in Überlingen und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK). Ein solches Deckblatt zeigt Selbstbewusstsein und Stil. Etwa platziert man dort sein Foto, darunter seinen Namen, dann das Geburtsdatum und die Anschrift. Sponer-Kessinger rät außerdem dazu, auf dem Deckblatt ein prägnantes Kompetenzprofil hinzuzufügen, und dabei mit Stichpunkten zu arbeiten. Dafür sollte man Fakten auflisten und nicht Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft oder Kreativität.

Berufliche Stationen mit Erfolgen schmücken

Auf den folgenden Seiten geht der Bewerber in die Tiefe. Er nennt seine bisherigen beruflichen Tätigkeiten und führt direkt darunter die dort erzielten Erfolge auf. Diese sollten unbedingt immer erwähnt werden, auch wenn es teils schwer ist, sie zu beziffern. Wer sich hier besondere Mühe gibt, zeigt, dass die eigene Arbeit Mehrwert hat.

Gute Vorlagen für Lebensläufe gibt es im Internet ohne Ende. Boenig rät allerdings dringend davon ab, sie zu verwenden: „Es macht einen besseren Eindruck, einen Lebenslauf individuell anzulegen.“ Die Personalabteilungen haben die Vorlagen in der Regel schon etliche Male gesehen und erkennen daran sofort, wer selbstständig arbeiten kann. Wer dennoch auf Vorlagen aus dem Internet setzt, sollte sie aus Sicht von Sponer-Kessinger zumindest teilweise abändern, um dem Ganzen eine persönliche Note zu geben.

Jetzt neuen Arbeitgeber finden mit der Jobbörse von inFranken.de: jobs.inFranken.de!

Weitere spannende Fakten und Tipps zum Thema Jobs und Karriere: