Berlin
Zufriedenheit im Beruf

Umfrage: Diese Berufe sind besonders undankbar

Einige Berufe gelten als undankbar und unattraktiv. Das Vergleichsportal Gehalt.de hat in einer Umfrage sechs besonders unbeliebte Berufe ermittelt.
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Das Vergleichsportal  Gehalt.de hat gefragt: Welche Berufe sind undankbar: Und sind Sie zufrieden mit Ihrem Job?  Foto: pixabay.com
Das Vergleichsportal Gehalt.de hat gefragt: Welche Berufe sind undankbar: Und sind Sie zufrieden mit Ihrem Job? Foto: pixabay.com

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat in einer Umfrage unter deutschen Arbeitnehmern ermittelt, welcher Beruf als besonders undankbar gilt. Das Ergebnis: Arbeit in der Pflege wird von der überwältigenden Mehrheit der Befragten (91%) als besonders undankbar angesehen.

Damit liegen Pflegekräfte weit vor Paketboten (49%), Erziehern (48%), Müllfachkräften (43%), Polizeibeamten (38%) und Kellnern (27%).

Beruf
Anteil
Pflegekräfte
91%
Paketbot/-in
49%
Erzieher/-in
48%
Müllmann/-frau
43%
Polizist/-in
38%
Kellner/-in
27%

Das macht Berufe unattraktiv

Bei der Befragung wurden verschiedene Aspekte berücksichtigt, die Berufe besonders unattraktiv erscheinen lassen: Über 85 Prozent der Befragten bewerteten einen Beruf dann als undankbar, wenn er schlecht bezahlt wird. Auch ein hohes Gesundheitsrisiko wird von mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer als wichtig eingestuft. Überstunden (46%) und körperliche Belastung (39%) folgen dahinter.

Befragte äußerten außerdem, dass sie sich nicht anerkannt fühlen, wenn Wertschätzung des Chefs fehlt oder ein schlechtes Arbeitsklima herrscht.

Hier die Gehälter von "undankbaren" Berufen im Überblick (Medianwerte laut Gehalt.de):

Beruf
Median
Altenpfleger/-in
30.072 €
Krankenpfleger/-in 
37.064 €
Erzieher/-in 
36.472 €
Kellner/-in
23.893 €
Müllmann/-frau
32.360 €
Paketbote/-in 
27.934 €

Unter den Befragten fanden übrigens mehr als ein Viertel, dass ihr Job undankbar ist. Fast 60 Prozent sind zufrieden. Ebenso wie bei der allgemeinen Einschätzung ist das Einkommen auch für die persönliche Zufriedenheit ausschlaggebend. Das Gesundheitsrisiko ist für die Menschen, befragt nach dem eigenen Job, kein wichtiges Kriterium (3%).

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat zwischen dem 9. und 19. November 2018 etwa 630 Menschen befragt. Der überwiegende Anteil von 76 Prozent sind bereits im Berufsleben etabliert. Für die Bewertung der Gehälter wurden 8815 Daten von Fach- und Führungskräften herangezogen, um Durchschnitts- sowie Medianwerte zu berechnen.

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