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Tipps zum Ausbildungsstart

Bevor es mit der Ausbildung losgehen kann, müssen noch einige Dinge geklärt werden
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Foto: olly - stock.adobe.com
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Der Ausbildungsvertrag ist unterzeichnet und der erste Tag steht kurz bevor. Alles in allem eine ziemlich aufregende Zeit. Dennoch gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und die letzten wichtigen Dinge zu regeln, bevor es dann endlich losgehen kann.

Mit dem Beginn der Ausbildung müssen nun Steuern gezahlt werden. Dazu zählt auch die Lohnsteuer. Sie wird direkt vom Brutto-Entgelt abgezogen. Früher wurde dafür eine sogenannte Lohnsteuerkarte benötigt. Diese wurde jedoch mittlerweile durch das elektronische Verfahren ELStAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) ersetzt. Damit das funktioniert, muss man dem Arbeitgeber seine Steueridentifikationsnummer und das eigene Geburtsdatum mitteilen. Hat man diese Nummer noch nie verwendet und nicht vorliegen, dann kann man sie schriftlich beim Bundeszentralamt für Steuern anfordern. Die Nummer wird per Post versendet, was mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen kann. In der Regel kann man sich auch beim zuständigen Einwohnermeldeamt nach der Nummer erkundigen.

Eigene Krankenversicherung abschließen

Als Auszubildender benötigt man außerdem eine eigene Krankenversicherung. Man kann nun nicht mehr über die Eltern mitversichert werden. Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen beträgt 14,6 Prozent. Zusätzlich berechnen die Kassen einen Zusatzbeitrag. Bei der Auswahl der Krankenkasse kommt es daher auf Zusatzleistungen und besondere Services an. Vor dem Beginn der Ausbildung sollte man bei der Krankenkasse einen Nachweis beantragen, auf dem diese bestätigt, dass man bei ihr versichert ist. Dieser Nachweis muss in der Regel dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

Damit der Arbeitgeber die Ausbildungsvergütung überweisen kann, benötigt man natürlich ein Girokonto. Wenn man noch keines hat, ist es nun allerhöchste Zeit. Dabei sollte man die Angebote der verschiedenen Banken gut vergleichen. Viele Bankinstitute bieten besonders gute Konditionen und Vorteile für junge Menschen an.

In manchen Fällen benötigt ein angehender Azubi zudem eine ärztliche Bescheinigung. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Minderjährige eine Ausbildung beginnen. Die Untersuchung hat den Zweck, festzustellen, ob der Auszubildende körperlich den Anforderungen der Ausbildung gewachsen ist.

Was es sonst noch zu bedenken gibt

Eine Versicherung, die in verschiedenen Lebensbereichen wichtig ist, ist die Haftpflichtversicherung. In der Regel können Auszubildende, die sich in ihrer ersten Berufsausbildung befinden, über die Eltern mitversichert werden. Zur Sicherheit sollte man diesbezüglich jedoch bei der Versicherung nachhaken und sie natürlich auch über die Aufnahme der Ausbildung informieren. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann bereits zum Beginn der Ausbildung wichtig sein. Natürlich ist das Thema Berufsunfähigkeit für viele Berufsanfänger noch sehr abstrakt und in den meisten Fällen wird eine solche Versicherung glücklicherweise niemals benötigt. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich schon in jungen Jahren über die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls direkt eine solche Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Sollte man Fragen haben, so kann man sich im Vorfeld gerne an seinen zukünftigen Ausbildungsbetrieb wenden. Die Unternehmen wissen, wie aufregend der Einstieg ins Berufsleben für junge Menschen ist und stehen in der Regel gerne mit Rat und Tat zur Seite. Um die Aufregung und Ungewissheit etwas zu verringern, bieten manche Betriebe im Vorfeld der Ausbildung Kennenlerntage für die Neulinge an, an denen man seine neuen Kollegen und andere Azubis schon einmal kennenlernen kann. Anna Traut

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