Anzeige
Ausbilder in der Region

Stressfrei durch die Ausbildung

Wie man vor psychischen Belastungen in der Ausbildung verschont bleibt
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: eagreez - stock.adobe.com
Foto: eagreez - stock.adobe.com

Eine Berufsausbildung ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Berufsschule, Probezeit und Überstunden - und das alles gleichzeitig so gut wie möglich meistern. Der Leistungsdruck ist konstant hoch und für die Auszubildenden bleibt teilweise wenig Freizeit übrig. Dabei die Nerven zu behalten und sich nicht von stressigen Phasen herunterziehen zu lassen, ist nicht immer ganz einfach. Ein Viertel der Auszubildenden haben laut Ausbildungsreport der DGB-Jugend immer oder häufig Probleme, die nötige Erholung in der Freizeit zu finden. Andere fühlen sich von den Arbeitsanforderungen und dem Stress überfordert. Die Work-Life-Balance geht sehr oft unter, was dazu führt, dass die psychischen Belastungen weiter ansteigen. Auch wenn es keine Patentlösung gegen Stress gibt, helfen ein paar Ratschläge, dem Ganzen aus dem zu Weg gehen.

Zeitmanagement beugt Stress vor

Häufig tritt Stress während der Prüfungsphasen auf. Denn nach acht Stunden Arbeit muss man sich auch noch auf die anstehenden Klausuren vorbereiten und ein Berichtsheft führen. Ein strukturiertes Zeitmanagement hilft, sich seine Zeit besser einteilen zu können, um nicht einen Tag vor dem Prüfungstermin in Panik zu verfallen. Wer sich bereits zu Beginn des Ausbildungsjahres alle wichtigen Termine im Kalender vermerkt, hat einen Überblick, wann für die Prüfungsvorbereitung zeitlich noch ausreichend ist. Empfehlenswert ist es, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen und nicht alles bis zum letzten Tag aufzuschieben. Wenn eine ruhigere Phase ansteht, ist es sinnvoll, schon für stressigere Phasen vorzuarbeiten.

Pausen fördern Produktivität

Während der Lern- und Arbeitsphasen sollte man geregelte Pausen nicht vergessen. Wer meint, ohne Unterbrechung stundenlang lernen zu müssen, fördert nicht unbedingt seinen Lernfortschritt. Die Konzentration lässt bewiesenermaßen nach einiger Zeit nach. Unser Gehirn braucht also Erholung, um längerfristig produktiv sein zu können. Es ist hilfreich, sich feste Lernphasen zu etablieren und danach eine ausreichende Pause zu machen. Dabei sollten die Lernphasen nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Wer merkt, dass die eigene Konzentration abschweift, sollte eine großzügige Pause machen. Sinnvollerweise an der frischen Luft, um das Gehirn wieder mit dem nötigen Sauerstoff zu versorgen.

Stress bewusst entgegenwirken

Wenn bereits psychische oder körperliche Belastungen aufgrund von Leistungsdruck entstanden sind, ist es essenziell, sich bewusst damit zu befassen und zeitnah dem Stress entgegenzuwirken. Dabei ist der erste Schritt, die Einflussfaktoren zu erkennen. Belastungen durch ständige Erreichbarkeit, Lage der Schichtzeiten, wenig Pausen und Probleme bei der Freistellung vom Betrieb für die Berufsschule sind hierfür ausschlaggebend.

Die mit am häufigsten auftretende Ursache sind Überstunden. Besonders junge Menschen, die erst ins Berufsleben eingestiegen und deshalb so einen langen Tag noch nicht gewohnt sind, fühlen sich durch lange Arbeitstage belastet. Damit sie einen guten Eindruck beim Chef hinterlassen, pflegen sie jedoch trotzdem fleißig weiter ihre Überstunden und sehen sich selbst nicht in der Position, dies zu ändern. Wem genau diese Situation bekannt vorkommt, sollte sich selbst jedoch nicht überlasten und gegebenenfalls mit dem Arbeitnehmer in einem Gespräch nach einer Lösung suchen. In vielen Fällen ist es dem Chef gar nicht bewusst, wie viel die Auszubildenden tatsächlich in der Woche arbeiten und man muss deshalb seine Vorgesetzten erst darauf aufmerksam machen. Nach dem Jugendschutzgesetz, was auf viele minderjährige Auszubildende noch zutrifft, ist es zudem nur begrenzt zulässig, dass die unter 18-Jährigen mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Und auch volljährige Auszubildende sollten jederzeit eine Möglichkeit haben, die Überstunden mit Freizeit begleichen zu dürfen.

Luisa Staudigel

Unsere Partner

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.