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Ausbilder in der Region

So gelingt der Start in die Ausbildung

Der Wechsel von der Schule ins Berufsleben ist für viele angehende Azubis mit Aufregung verbunden
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Foto: Kzenon - stock.adobe.com
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Wer nach dem Schulabschluss eine Ausbildung beginnt, für den fängt ein neuer Lebensabschnitt an. Dieser ist aufregend und voller neuer Herausforderungen. Damit die Lehre möglichst erfolgreich und angenehm für alle Beteiligten verläuft, gibt es einiges zu beachten.

Der Ausbildungsvertrag hält die wichtigsten Details der Ausbildung fest. Dazu gehören Angaben zu Beginn und Dauer der Ausbildung ebenso wie die Arbeitszeit, Vergütung, Dauer des Urlaubs und die zu vermittelnden Inhalte.

Berichtsheft führen

Das Führen des Berichtshefts gehört zu den Pflichten eines Auszubildenden. Es dokumentiert alle Tätigkeiten während der Ausbildung und ist zudem Pflicht, um für die Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft ist gegliedert in Deckblatt, Ausbildungsverlauf und wöchentliche oder tägliche Ausbildungsnachweise. Dabei ist es dem Auszubildenden selbst überlassen, ob er das Berichtsheft täglich oder wöchentlich führt. Wichtig ist, dass der Ausbilder die Aufzeichnungen regelmäßig kontrolliert und unterschreibt. Neben der genauen Auflistung der Aufgaben im Ausbildungsbetrieb müssen auch Schulungen, Einweisungen oder der Berufsschulunterricht in das Heft eingetragen werden.

"Lehrjahre sind keine Herrenjahre", trotzdem sind Überstunden während der Ausbildung in der Regel nicht vorgesehen. Muss man als Lehrling dennoch Überstunden in großem Umfang leisten, so sollte man sich diese ausbezahlen lassen oder einen Freizeitausgleich einfordern.

Soziale Kontakte knüpfen

Gute Umgangsformen sind natürlich auch in der Ausbildung von Vorteil. Wer sich gut auszudrücken weiß und sich an gewisse Verhaltensregeln hält, der kann auch auf zwischenmenschlicher Ebene punkten. Dass das Smartphone am Ausbildungsplatz nichts zu suchen hat, sollte klar sein. In den Pausen dagegen kann man durchaus einen Blick auf das Gerät werfen. Doch auch in diesem Zeitraum ist es ratsam, das Handy mal in der Tasche zu lassen und stattdessen soziale Kontakte zu den Kollegen zu pflegen. Wer sich in Gespräche einbringt, der integriert sich in die Gruppe und merkt schnell, welche Gemeinsamkeiten mit Kollegen vorhanden sind.

"Kleider machen Leute", dieser Spruch lässt sich auch auf die Ausbildung anwenden. So sollte von Anfang an ein angemessenes Outfit gewählt werden. Während man als Auszubildender in einer Bank seriös und eher schick gekleidet sein sollte, erlaubt die Ausbildung zum Mechaniker vielleicht ein T-Shirt und eine Latzhose. Andere Ausbildungsberufe wiederum bedürfen einer Uniform. In diesem Fall muss man sich keine Gedanken über die Wahl der Kleidung machen. In jedem Fall jedoch sollte man ordentlich, gepflegt und natürlich pünktlich in der Ausbildungsstelle erscheinen.

Sie oder Du?

Viele neue Auszubildende wissen nicht recht, ob "Du" oder "Sie" angebracht ist. Generell sollte man den Ausbilder zunächst einmal siezen, selbst wenn dieser den Lehrling duzt. Vor dem Duzen sollte man beim Ausbilder oder auch bei Kollegen einfach nachfragen, welche Anrede im konkreten Fall angebracht ist.

Fehler sind menschlich. Unterläuft einem ein Fehler, so sollte man diesen nicht versuchen zu verheimlichen oder totzuschweigen. Ein klärendes Gespräch mit dem Vorgesetzten ist meist nur halb so schlimm wie erwartet. Im Gegenteil, viele Vorgesetzte wissen es zu schätzen, wenn ein Mitarbeiter oder Auszubildender nach einem Fehler direkt auf sie zukommt und das Gespräch sucht. Weiß man im Voraus, dass der Chef besonderen Wert auf die Vermeidung von Flüchtigkeitsfehlern legt, so empfiehlt es sich, ein zweites oder drittes Mal über die eigene Arbeit zu schauen, bevor man diese dem Vorgesetzten vorlegt. Allgemein ist es in der Ausbildung immer gut, neugierig zu sein und nachzufragen, um sich neues Wissen anzueignen und Unklarheiten zu be seitigen.

Wechsel der Ausbildungsstätte

Nur selten kommt es vor, dass Auszubildender und Ausbildungsbetrieb gar nicht miteinander harmonieren. Tritt der Fall dennoch ein, sollte zunächst geklärt werden, woran das liegt. Passt es auf zwischenmenschlicher Ebene nicht oder ist die Ausbildung inhaltlich ganz anders als ursprünglich gedacht? Können die Probleme nicht geklärt werden, so ist ein Ausbildungswechsel die letzte Option. Dennoch ist ein Wechsel der Ausbildungseinrichtung oder gar des Ausbildungsberufes heute kein Beinbruch mehr. Wer sein Ausbildungsverhältnis aufkündigen will, sollte sich dies aber gut überlegen. Des Weiteren sollte man sich bereits um eine neue Ausbildungsstelle gekümmert haben und den alten Vertrag durch einen Aufhebungsvertrag beenden.Johanna Reinl

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