Laden...
Anzeige
Ausbilder in der Region

Richtig bewerben

Die Bewerbungsunterlagen für einen Ausbildungsplatz sollten sorgfältig erstellt werden
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: s-motive - stock.adobe.com
Foto: s-motive - stock.adobe.com

Eine große Hürde bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz stellt die Bewerbung dar. Für viele Schüler ist es oft die erste Bewerbung, die sie in ihrem Leben schreiben. Um einen guten ersten Eindruck beim potenziellen Ausbildungsbetrieb seiner Wahl zu hinterlassen, sind Formulierungen und Aufbau besonders wichtig - damit der Wunschausbildung nichts mehr im Wege steht.

Optimaler Zeitpunkt

Sich kurz vor knapp für eine Ausbildung zu bewerben, ist häufig der erste Fehler. Zwar ist der offizielle Ausbildungsstart in der Regel Anfang August oder September, aber die meisten Betriebe suchen bereits ein Jahr früher nach neuen Auszubildenden. Am sinnvollsten ist es, sich bereits am Anfang des vorletzten Schuljahres zu überlegen, welche Karriere man anstreben möchte. Steht die Entscheidung dann fest, kann man sich früh für die besten Ausbildungsplätze bewerben.

Der erste Eindruck zählt

Die Entscheidung für eine oder mehrere Ausbildungsstellen ist gefallen - jetzt geht es an das Schreiben der Bewerbung. Zuallererst sollte man die Stellenanzeige gründlich lesen, um auf die individuellen Anforderungen des Betriebes eingehen zu können. Wünscht ein Unternehmen die Bewerbung ausschließlich per Mail, dann hinterlässt es keinen guten Eindruck, wenn man sich per Post bewirbt. Die abgegebene Bewerbung sollte zudem klar strukturiert sein und keine Rechtschreibfehler oder formalen Mängel enthalten. Dies könnte zur Aussortierung der Bewerbung führen.

Um sicherzugehen, dass man wirklich alle Fehler korrigiert hat, ist es sinnvoll, die vollständigen Bewerbungsunterlagen von weiteren Personen gegenlesen zu lassen. Die Bewerbungsunterlagen bestehen in der Regel aus einem Anschreiben, dem Lebenslauf, Zeugnissen und weiteren Anlagen wie Praktikumsnachweise und gegebenenfalls ein Deckblatt. Das Deckblatt wird aber nur hinzugefügt, wenn die Bewerbung per Post verschickt wird.

Das persönliche Anschreiben

Das Anschreiben ist wohl eines der wichtigsten Bestandteile einer Bewerbung, denn es dient dazu, das Interesse der Personaler zu wecken. Als Schriftart eignen sich leicht zu lesende Schriften wie Times New Roman, Calibri oder Arial. Schrifttypen mit großen Schnörkeln oder dicken Buchstaben sollten vermieden werden.

Der Kopf des Anschreibens besteht aus den Adressblöcken von Absender und Empfänger sowie der Datums- beziehungsweise Ortsangabe. Hierbei ist Vorsicht geboten: Sind der Name oder die Adresse des Betriebes falsch geschrieben, kann dies ein Grund sein, die Bewerbung direkt auszusortieren. Nach dem Kopf folgt der Betreff, der möglichst präzise formuliert sein soll te.

In der Kürze liegt die Würze: Das gilt auch für Bewerbungsschreiben. Maximal eine DIN-A4-Seite sollte das Anschreiben umfassen, denn einen ganzen Roman wollen die meisten Personaler bei einer Bewerbung nicht lesen. Im Anschreiben enthalten sein sollte unter anderem, wie man auf die Stellenanzeige aufmerksam geworden ist. Außerdem zeigt man in dem Schreiben deutlich auf, wieso man selbst für die Stelle gut geeignet ist und welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen man mitbringt. Konjunktive sollten dabei vermieden werden. Statt "Ich könnte mir sehr gut vorstellen, bei Ihnen zu arbeiten" sollte man lieber die Formulierung "Ich kann es mir gut vorstellen, bei Ihnen zu arbeiten und Teil des Teams zu werden" wählen. Dies zeugt von Selbstbewusstsein. Eine freundliche Schlussformulierung und ein positiver Hinweis auf ein Vorstellungsgespräch runden das Anschreiben ab.

Der letzte Bestandteil ist das sogenannte Anlagenverzeichnis. Zu den Anlagen gehören alle beigefügten Unterlagen wie beispielsweise der Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass nur Dokumente mitgeschickt werden, die auch relevant für die Stelle sind. Möchte man beispielsweise eine Ausbildung als Tischler machen, bringt ein Praktikumsnachweis aus dem Kindergarten recht wenig. Alle Dokumente sollten stets als Kopie und nie als Original versendet wer den.

Der Lebenslauf

Anders als das Anschreiben darf der Lebenslauf ruhig etwas länger sein, sollte aber auch nicht mehr als zwei DIN-A4-Seiten umfassen. Ein klassischer Lebenslauf ist tabellarisch aufgebaut und sorgt damit für einen besseren Überblick. Das Layout kann dem persönlichen Geschmack angepasst werden, sollte aber vor allem bei klassischen Ausbildungsberufen eher schlicht gehalten sein. Im Lebenslauf enthalten sind unter anderem die persönlichen Angaben sowie Informationen zur schulischen Laufbahn. Wenn vorhanden, dann können Freiwilligen- und Wehrdienste sowie Praktika aufgelistet werden. Angegebene Praktika oder geleistete Dienste sollte man allerdings auch immer entsprechend nachweisen können.

Zum Schluss werden besondere Kenntnisse und Fähigkeiten wie beispielsweise Fremdsprachen oder IT-Fähigkeiten genannt. Auch das Foto wird in der Regel dem Lebenslauf beigefügt.

Mareike Schäper

Unsere Partner
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.