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Reden über Geld: Frauen leiden unter ungerechter Bezahlung

Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Gleichstellung Fehlanzeige. Eine Finanzexpertin rät: Mehr über Geld sprechen. Nur wie?
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Es gibt Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern, die sich am Geldbeutel bemerkbar machen und endgültig gelöst gehören. Unterschiedliche Gehälter für die gleiche Arbeit gehören dazu.
Es gibt Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern, die sich am Geldbeutel bemerkbar machen und endgültig gelöst gehören. Unterschiedliche Gehälter für die gleiche Arbeit gehören dazu. Foto: Christin Klose (dpa-tmn)

Wir befinden uns im dritten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Überall Innovationen und Entdeckungen. Doch im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit vermisst man wichtige Fortschritte noch immer: Frauen verdienen für dieselbe Arbeit weniger als Männer. Die harmlos klingende Bezeichnung „Gender Pay Gap“ ändert nichts daran, dass dieser Zustand untragbar ist.

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Geld zum Gesprächsthema machen

Die Finanzexpertin Henrike von Platen sagt: Um Gehaltstransparenz und ein faires Lohnsystem zu etablieren, muss Geld mehr zum Gesprächsthema werden. „Faire Bezahlung ist der Schlüssel zur Gleichstellung“, sagt sie. Dabei gehe es oft nur um subjektive Wahrheiten, die meisten wissen nicht, wie es um die Unterschiede zwischen Gehältern wirklich steht. „Über Transparenz brechen wir das auf.“ Dabei gehe es auch darum, dass ein „faires Regelwerk erkennbar ist und die Gehaltsstruktur eines Unternehmens öffentlich gemacht wird“, so von Platen.

Ungleiche und unfaire Gehälter

Andere Gehälter müssen nicht gleich ungerecht sein. Wenn Unterschiede etwa auf Berufserfahrung oder den Bildungsabschluss zurückgehen, sind sie gerechtfertigt. Teils verdienen auch langjährige Mitarbeitende mehr als Neulinge im Unternehmen. Häufig sei dies eine Frage der Unternehmenskultur, in jedem Fall aber müsse es offen kommuniziert werden. Dabei sind es hierzulande jedoch die wenigsten gewohnt, locker über Geld zu sprechen.

Wie über den eigenen Geldbeutel sprechen?

Nicht nur im Freundeskreis und unter engen Vertrauten, sondern auch Vorgesetzte dürfen angesprochen werden: „Sagen Sie mir doch mal, warum verdiene ich, was ich verdiene? Wie setzt sich das zusammen? Warum kriege ich genau diese Summe? Ist meine Berufserfahrung mit eingepreist oder nicht? Dann müssen sich alle damit auseinandersetzen und damit hat man schon viel gewonnen.“ Derart direkte Worte, wie sie die Expertin vorschlägt, dürften vielen Menschen schwerfallen.

Anfangen könne man darum besser beim Betriebsrat, oder den Kollegen und Kolleginnen. „Es ist nicht ratsam, einfach hinzugehen und zu sagen: Da ist was komisch.“ Stattdessen könne man mit gewieften Fragen mehr herauszufinden. Ein kleines Indiz reicht schon aus, um unverfänglich darüber zu sprechen, „warum die Gehälter so sind wie sie sind.“

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