Deutschland
Corona-Maßnahmen

"Homeoffice-Pflicht": Das ist für Arbeitgeber und Mitarbeiter jetzt wichtig

Die sogenannte Homeoffice-Verordnung wurde verlängert. Die Regelung legt fest, dass Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglicht werden soll - vorausgesetzt, dies ist umsetzbar. Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer jetzt wissen müssen, lesen Sie hier.
 
Ab sofort gilt die Homeoffice-Verordnung: Was Arbeitgeber und Mitarbeiter erwartet
Ab sofort gilt die sogenannte Homeoffice-Verordnung. Arbeitgeber müssen nun ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen - vorausgesetzt es ist auch möglich. Symbolbild: Homeoffice / pixabay.com Foto: VinzentWeinbeer
  • Die Homeoffice-Verordnung wurde verlängert
  • Wo es möglich ist, soll Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause möglich sein
  • SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung bis Ende April

Wo möglich, bitte Zuhause arbeiten: Seit Ende Januar müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern aufgrund der Corona-Pandemie die Möglichkeit geben von Zuhause aus zu arbeiten, wenn dies möglich ist. Damit sollen die Infektionszahlen eingedämmt und weiter gesenkt werden. Jetzt wurde die sogenannte "SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung" noch einmal verlängert. Homeoffice sei ein wichtiges Element, um Kontakte zu reduzieren und die Pandemie einzuschränken, heißt es von Bundesminister Hubertus Heil.

Homeoffice-Verordnung: Wo möglich, bitte Zuhause bleiben

Arbeitgeber sind ab sofort dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen. Vorausgesetzt, die Mitarbeiter können ihre Arbeit Zuhause genauso bewerkstelligen wie im Betrieb. Das ist in der Homeoffice-Verordnung geregelt, welche zunächst bis zum 15. März 2021 angelegt war. Am Mittwoch (10. März 2021) hat die Bundesregierung die Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten zum Schutz vor Corona Homeoffice zu ermöglichen, bis 30. April 2021 verlängert. 

Ob die Mitarbeiter nun ins Büro oder die Firma kommen müssen oder nicht, entscheidet allerdings weiterhin der Arbeitgeber. Sollte er jedoch Homeoffice von Grund auf verweigern, obwohl die Mitarbeiter der Annahme sind, dass dies sehr wohl gut umsetzbar ist, sollten diese sich an den Betriebs- oder Personalrat wenden. Wenn nötig, können auch Gewerbeaufsichtsämter eingeschaltet werden. Das rät das Bayerische Staatsministerium für Familien, Arbeit und Soziales.

Da das Ziel der Homeoffice-Verordnung darin besteht die Infektionszahlen weiter zu senken, gelten für Arbeitgeber entsprechende Regeln, wenn diese ihre Mitarbeiter in die Firma bestellen. Um auch dort für die nötige Sicherheit zu sorgen und Ansteckungen mit dem Coronavirus vorzubeugen, hat die Verordnung strengere Maßnahmen für das Arbeiten im Büro oder dem Unternehmen festgelegt. 

Wenn Arbeitgeber Mitarbeiter ins Büro bestellen: Strengere Maßnahmen verordnet

Dort heißt es, dass pro Mitarbeiter mindestens zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen, wenn mehrere Menschen in diesem Raum arbeiten. So soll der Mindestabstand gewährt werden. Ab zehn Mitarbeitern müssen diese in kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Hinzu kommt, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern medizinische Masken bereitstellen müssen. Auch diese Regelung wurde verlängert. 

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In Bayern kontrollieren die Gewerbeaufsichtsämter der Regierungsbezirke die Maßnahmen. Arbeitgeber müssen diesen bei Anfrage Auskünfte und Unterlagen aushändigen. Möglich ist auch, dass der Betrieb vor Ort kontrolliert wird, berichtete der BR  im Januar. 

In der Homeoffice-Verordnung sind zudem auch Bußgelder festgelegt, wenn gegen die Maßnahmen verstoßen wird. Diese können bis zu 30.000 Euro betragen. 

Warum gibt es keine "Homeoffice-Pflicht"?

Auch wenn häufig von der "Homeoffice-Pflicht" gesprochen wird, gibt es eine solche in Deutschland nicht. Eine Pflicht würde nämlich unter anderem die Unverletzlichkeit der Wohnung berühren, welche allerdings durch Artikel 13 des Grundgesetzes geschützt ist. Zudem würde durch eine Pflicht auch die verfassungsrechtlich geschützte Unternehmerfreiheit auf Arbeitgeberseite nicht mehr gewährt werden. Um eine "Homeoffice-Pflicht" einzuführen, wäre ein formelles Gesetz nötig.

nw/dn

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