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Job Spezial - Pflege

Gesundheit als Berufung

Die Berufe in der Pflege bieten vielfältige Aufgabenfelder und Einsatzbereiche.
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Foto: Pixel-Shot - stock.adobe.com
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Pflege in Deutschland wird zu einem immer wichtigeren Thema, da die Anzahl der Pflegebedürftigen weiter steigt. So zeigt die Prognose, dass bis 2050 circa 5,9 Millionen Menschen Pflege benötigen. Doch Pflege heißt nicht nur älteren Menschen zu helfen, sondern ist in verschiedensten Bereichen möglich.

Die Aufgaben in dem Berufsfeld Pflege befassen sich mit der Beratung, Betreuung und der Pflege von Patienten in stationärer oder ambulanter Behandlung. Bei entsprechender Aus- oder Weiterbildung kommen Hilfstätigkeiten bei medizinischen Maßnahmen dazu. Zudem müssen Pfleger besonders das körperliche und seelische Empfinden der Patienten im Blick behalten. Bei der Grund- und Behandlungspflege stehen Aufgaben wie Waschen der Patienten mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten, Betten beziehen, Verbände anlegen und Medikamente verabreichen nach ärztlicher Anordnung an. Auch das Unterstützen bei ärztlichen Untersuchungen oder operativen Eingriffen kann zum Alltag dazugehören.

Teil der täglichen Routine ist nicht nur die Betreuung der Patienten, sondern auch die Planung und Dokumentation der Pflegemaßnahmen sowie Organisations- und Verwaltungsarbeiten. Zudem ist man als Pflegekraft oft Ansprechpartner für die Angehörigen der Patienten.

Voraussetzungen zur Arbeit in der Pflege

Den Einstieg in einen Beruf der Pflege bietet meist eine Ausbildung, die in der Regel über drei Jahre geht. Die Ausbildung endet mit einer staatlich anerkannten Abschlussprüfung an einer Pflegeschule. Um die Ausbildung anzutreten, wird ein Hauptschulabschluss, ein mittlerer Schulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss vorausgesetzt.

Einer Tätigkeit in der Pflege nachzugehen, setzt körperliche und psychische Stärke voraus. Mittelschwere und zeitweise sogar schwere körperliche Arbeiten gehören zum Alltag bei der Pflege von Menschen, denn das Waschen oder das Beziehen des Bettes können einiges an Kraft erfordern. Hinzu kommt das viele Stehen und Laufen, das eine gewisse Fitness erfordert. Das Infektionsrisiko ist bei Einhalten der Arbeitsvorschriften sehr gering und bietet somit keine akute Gefahr.

Da das Arbeiten mit kranken oder alten Menschen zum Alltag gehört und der Tod somit auch ein ständiger Begleiter ist, braucht man starke Nerven, um einen Beruf in der Pflege auszuüben. Wichtig ist es, dass man alles, was auf der Arbeit passiert ist, nicht mit nach Hause nimmt, sondern einen klaren Strich zwischen der Arbeit und dem Privatleben zieht.

Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten

Die Auswahl an Ausbildungen in der Pflege ist breit gefächert und bietet viele Möglichkeiten für Menschen mit den verschiedensten Interessen. Nicht nur eine Ausbildung als Altenpfleger ist möglich, sondern auch als Fachkraft für Pflegeassistenz, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, Familienpfleger, Hebamme bzw. Entbindungspfleger, Heilerziehungspflegehelfer oder Gesundheitspflegefachmann.

Auch ein Studium im Bereich Pflege ist möglich. Studiengänge wie Pflegewissenschaften, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Advanced Nursing Practice, Palliativpflege oder Psychiatrische Pflege lassen sich deutschlandweit studieren. Die Studieninhalte betreffen im Allgemeinen Themen wie Betriebswirtschaftliches Handeln, Methoden der Diagnostik, Therapie und Betreuung, Qualitäts- und Projektmanagement, Grundlagen der Rechtswissenschaften, Pflege-und Gesundheitsrecht, Pflegewissenschaft und -forschung und Führung und Leitung.

Mareike Sschäper

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