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Gehalts-Check: Wie viel verdienen Immobilienmakler?

Wie viel Immobilienmakler und Maklerinnen verdienen, ist für Außenstehende nicht unbedingt nachvollziehbar. Oft wird mit Provisionen gearbeitet - werden Makler dadurch reich?
Wie viel man als Immobilienmakler wirklich verdient, wissen die wenigsten.
Wie viel man als Immobilienmakler wirklich verdient, wissen die wenigsten. Foto: CC0 / Pixabay / Tumisu
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  • Der mögliche Berufsweg
  • Der voraussichtliche Verdienst
  • Sind Immobilienmakler reich?

Wer die Karriereleiter zum Immobilienmakler besteigen möchte, hat keinen leichten Weg vor sich. Makler sind nicht selten Quereinsteiger. Es gibt die Möglichkeit, als Angestellter zu arbeiten oder sich selbstständig zu machen. Bei der Wahl des Berufes ist es für viele wichtig, den möglichen Verdienst bereits einkalkulieren zu können. Das ist bei Immobilienmaklern nicht immer ganz nachvollziehbar. Wie viel verdienen sie wirklich?

So wirst du Immobilienmakler oder Maklerin

Für die Ausbildung als Immobilienmakler*in gibt es keine gesetzlichen Mindestanforderungen. Damit du den Beruf ergreifen kannst, musst du laut § 34c der Gewerbeordnung eine Maklererlaubnis erhalten; diese bestätigt, dass du in den letzten fünf Jahren nicht wegen eines Deliktes wie Diebstahl oder Erpressung bestraft wurdest. Qualifizieren kannst du dich beispielsweise über eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung, andererseits gelingt dir der Zugang auch ideal durch ein Studium in Baubetriebswirtschaft, Baumanagement, Betriebswirtschaftslehre oder Immobilienwirtschaft.

Bei dem Beruf handelt es sich um eine vermittelnde Tätigkeit: Du vermittelst als Makler*in zwischen potenziellen Käufern und den Verkäufern. Neben der Vermittlung von Immobilien liegt es im Aufgabenbereich eines Immobilienmaklers oder einer Maklerin, Kunden zu beraten, zu betreuen und Verkaufsgespräche zu führen. Zudem müssen Makler*innen Informationen einholen und auswerten, Exposés erstellen, Objekte besichtigen, Kaufverträge erstellen sowie die Mietpreise einkalkulieren können. Es handelt sich insgesamt also um eine Tätigkeit, die teilweise im Büro und teilweise vor Ort stattfindet. Fähigkeiten, die du unbedingt aufweisen solltest, sind also Kommunikationsstärke, Kundenorientiertheit, Seriosität, unternehmerisches Denken sowie ein gutes Zahlenverständnis.

Die Kenntnisse eines Immobilienmaklers beschränken sich nicht nur auf jene über Immobilien, sondern umfassen auch das Spektrum der Juristik: Aspekte aus dem Miet-, Kauf- und Baurecht sind dir bekannt. Ob du dich selbstständig machen möchtest oder gerne Angestellter in einer Agentur, einem Maklerbüro, einer Bank, einer Wohnbaugesellschaft oder einer Genossenschaft sein möchtest, bleibt dir überlassen.

Das voraussichtliche Gehalt als Immobilienmakler*in

Wie hoch das Gehalt als Immobilienmakler*in ist, hängt maßgeblich von der Region, der Berufserfahrung sowie deinem Verhandlungsgeschick und den Fachkenntnissen ab. Das Einstiegsgehalt liegt in der Regel zwischen 2.000 und 2.500 Euro brutto im Monat. Arbeitest du beispielsweise als Angestellte*r in einer Wohnbaugesellschaft, liegt dein Gehalt vermutlich auf der Basis eines Tarifvertrages. Die tarifliche Vergütung sieht ein monatliches Gehalt von etwa 3.305 und 3.730 Euro brutto vor. Bist du in einem größeren Unternehmen angestellt, setzt sich das Gehalt meist aus einem Grundgehalt in Kombination mit Provisionen zusammen: Hier kann das Maximalgehalt bei etwa 6.650 Euro im Monat liegen.

Die Maklergebühren, die bei der Vermittlung eines Hauses anfallen, werden in der Regel von Käufer und Verkäufer geteilt. Bundesland-abhängig variiert die Gebühr, die anfällt; durchschnittlich handelt es sich jedoch um etwa 3,57 Prozent des Kaufpreises. Hast du dich also auf Luxusobjekte spezialisiert, fällt die Provision entsprechend höher aus als bei dem Vermitteln von Miet- oder Eigentumswohnungen - und somit auch dein Verdienst.

Um auf der Karriereleiter weiter hinaufzusteigen, kannst du als angestellte*r Immobilienmakler*in beispielsweise an Fortbildungen teilnehmen. So bietet sich dir in vielen Unternehmen die Möglichkeit, eine Führungsposition, zum Beispiel als Teamleiter oder als Lehrbeauftragter, anzutreten.

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