Franken
Einkommen

Gehaltsvergleich: Wo du in Franken am meisten Geld verdienen kannst

Das mittlere Einkommen in Deutschland liegt bei rund 3200 Euro. Doch das Einkommen ist regional sehr unterschiedlich. Eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, wo man in Franken am besten verdient.
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Die Gehälter in Franken sind sehr unterschiedlich - in Erlangen verdient man am besten, im Landkreis Coburg ist das Einkommen eher niedrig. Grafik: Johannes Görz / Datawrapper
Die Gehälter in Franken sind sehr unterschiedlich - in Erlangen verdient man am besten, im Landkreis Coburg ist das Einkommen eher niedrig. Grafik: Johannes Görz / Datawrapper

Wer in Deutschland 3209 Euro brutto pro Monat verdient, liegt damit ziemlich genau in der Mitte. Das sagt eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2017. Je nach dem, wo man in Franken wohnt, ist dieser Wert entweder Angst- oder Wunschtraum.

Denn: In Erlangen lag der mittlere Bruttoverdienst (Medianwert 2017 laut Bundesagentur für Arbeit) bei 4633 Euro - deutlich mehr als der Gesamtwert für Deutschland. Mit Betrieben wie etwa Siemens ist das keine Überraschung.

Verdienst: Ein neues Schlusslicht in Franken

Anfang 2017 haben wir schon einmal recherchiert, wo man in Franken das meiste Geld verdient- auch damals lag Erlangen deutlich vor anderen fränkischen Städten.

Beim Schlusslicht hingegen hat sich seither aber etwas getan: Während damals der Landkreis Schweinfurt beim Verdienst am schlechtesten abschnitt, zeigen die neueren Zahlen: Im Landkreis Coburg verdient man am wenigsten. Mit 2655 Euro liegt der Bruttoverdienst etwa 17 Prozent unter dem deutschen Schnitt.

 

In der Stadt Coburg hingegen verdient man mit 3551 Euro deutlich (10%) über dem deutschen Durchschnitt. Kein Wunder, sitzen die großen Betriebe wie etwa Brose oder Huk Coburg, in der Stadt. Dort verdient man in der Regel auch besser als in kleineren Betrieben auf dem Land. Dazu kommen branchenbedingte Verdienstunterschiede. Gerade Autozulieferer wie Brose heben den Schnitt beim Verdienst.

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Generell lässt sich sagen: In den fränkischen Großstädten verdient man mehr Geld als auf dem Land. Das ist wenig verwunderlich, schließlich siedeln sich hier die großen Betriebe an. Eine Ausnahme ist der Landkreis Main-Spessart. Dieser liegt zusammen mit Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land über dem deutschen Durchschnitt. Die Arbeitslosigkeit in Main-Spessart ist mit 2,2 Prozent sehr niedrig und die Zahl der Industriebetriebe ist entgegen dem unterfränkischen Trend recht hoch.

Oberfranken: Diese Städte und Landkreise sind die Verlierer

Für die Bewohner der Landkreise Coburg und Schweinfurt ist die Statistik aber nicht wirklich eine schlechte Nachricht, denn Landkreisbewohner pendeln zum Arbeiten häufig in die Stadt. Dadurch verändert sich das Bild natürlich, wenn man die Städte und Landkreise als Wohnort anstatt als Arbeitsort zugrunde legt. Dann liegt der Landkreis Schweinfurt auf einmal 8 Prozent über dem deutschen Schnitt und der Landkreis Coburg nur noch 6 Prozent unter dem Schnitt.

 

Die Landkreise Hof und Wunsiedel bleiben dennoch Verlierer, auch bei dieser Statistik, denn auch die Verdienste in der Stadt Hof (2668 Euro) sind niedrig - und Städte mit gut zahlenden Großbetrieben und dementsprechend hohem mittleren Einkommen liegen nicht in erreichbarer Nähe.

 

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