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Jobs, Bewerbung, Corona

Erschwerte Bedingungen: Die Jobsuche in Corona-Zeiten meistern

Vor Corona hatten Bewerber gute Chancen auf dem Jobmarkt. Seit dem Ausbruch der Pandemie herrscht nun große Unsicherheit und Angst vor Arbeitslosigkeit. Was bedeutet die Ausnahmesituation wirklich für die Jobsuche?
 
Wer jetzt einen Job sucht oder ins Berufsleben einsteigen möchte, muss Einiges beachten, aber nicht den Kopf in den Sand stecken.
Wer jetzt einen Job sucht oder ins Berufsleben einsteigen möchte, muss Einiges beachten, aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Foto: Christin Klose (dpa-tmn)

Der Arbeitsmarkt und die Arbeitssuchenden sind  von der Pandemie betroffen. Zahllose Beschäftigte haben mit Corona ihren Job verloren, können ihn gerade nicht ausüben oder haben keine Aufträge mehr.  Eine andere große Gruppe dachte vor der Krise über einen Arbeitsplatzwechsel nach und war dringend auf Jobsuche. Viele sind nun unsicher, ob und wie sie ihre Pläne in Zukunft weiterverfolgen sollen.

Dann gibt natürlich noch die Berufseinsteiger. Junge Frauen und Männer, die eigentlich gerade ins Arbeitsleben starten wollten, jetzt aber erschwerte Bedingungen haben. Die drei Gruppen beschäftigt eine Frage: Was ist in diesen Krisentagen bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wichtig?

Nicht eine, sondern viele Branchen 

Wer aktuell einen Job verloren hat, muss nicht automatisch um seine Existenz bangen. „Nur nicht panisch werden“, empfiehlt Jutta Boenig, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung DGfK. So bitter der Arbeitsplatzverlust auch ist, es zeigen sich gerade jetzt neue Perspektiven. Überall werden gerade moderne und neue Arbeitsmodelle geschaffen. Es gibt in der Wirtschaft außerdem zahlreiche Gewinner der Krise, die ihr Personal immer weiter aufstocken. An Jobs mangelt es aktuell, besonders in der Gesundheitsbranche, keineswegs.

Dazu gehört auch die Überlegung, ob Branchen gibt, die bislang noch nicht auf der persönlichen Jobkarte lagen. „Etwa in der Medizintechnik, in der Pharmaindustrie und in der Logistikbranche werden derzeit händeringend Leute gesucht“, so Boenig. 

Optimierung der Arbeitsstellen - mehr Gehalt für manche Branchen

Ab März 2021 werden den Pflegekräften in verschiedenen Bereichen bereits erste finanzielle Zulagen gezahlt, aber auch Arbeiter im öffentlichen Dienst bekommen Schritt für Schritt erhöhte Löhne und Gehälter. Das spricht für eine Anstellung in diesen Berufsfeldern, welche auch zu Zeiten der Pandemie notwendig sind.

Medial vorbereitet sein auf die Arbeitssuche– Video-Gespräche

Da die Unternehmen auf noch bestehende Kontakt-Beschränkungen reagieren, läuft die Bewerbung womöglich nicht wie üblich. Ihre klassischen Rekrutierungsprozesse haben viele Unternehmen angesichts von Corona erst einmal auf Eis gelegt. „Statt der traditionellen Vorstellungsgespräche mit Händeschütteln und unmittelbarem Kontakt  gibt es nun vermehrt Video-Interviews“, sagt Sophia von Rundstedt von der gleichnamigen Outplacement- und Karriereberatung.

Für Bewerber bedeutet das, zu prüfen, ob sie die technischen Voraussetzungen für solche Video-Interviews haben und sich Gedanken darüber zu machen, wie sie sich geschickt platzieren. Wichtig sind Hintergrund, Lichtverhältnisse, Körperhaltung und mediale Extras. All das kann in solchen Gesprächssituationen ausschlaggebend sein.

Insgesamt ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt in weiten Teilen noch nicht von der Krise betroffen. Ein Blick in die Stellenangebote zeigt, das Unternehmen weiterhin auf Bewerber angewiesen sind und teils auch sehr kurzfristig neue Mitarbeiter suchen.

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