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Corona-Krise: Bündnis fordert Verlängerung der Kurzarbeitsregelung

Der Zugang zu Kurzarbeit wurde aufgrund von Corona deutlich gelockert. Ende März soll damit jedoch Schluss sein, was viele Verbände sehr kritisch betrachten.
Ende März soll der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit auslaufen.
Ende März soll der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit auslaufen. Foto: CC0 / Pixabay / succo
  • Die lockeren Regeln für den Zugang zu Kurzarbeit laufen noch bis zum 31. März 2022
  • Mittelstandsverbände fordern eine Verlängerung
  • Ansonsten werden starke wirtschaftliche Konsequenzen befürchtet

Wenn die Corona-bedingten Kurzarbeitsreglungen im März auslaufen, könnten viele Arbeitsplätze und Unternehmen stark gefährdet werden, das befürchten zumindest verschiedene Mittelstandsverbände. Wie könnte also eine Lösung aussehen?

Welche Regeln gelten aktuell aufgrund der Corona-Krise?

Kurzarbeitergeld hilft vielen Betrieben wertvolle Arbeitskräfte zu erhalten, selbst wenn aufgrund der momentanen Corona-Situation weniger Arbeit anfällt. Für den Zeitraum der Kurzarbeit wird ein Teil der Kosten für Beschäftigte übernommen.

Zudem werden auch die Sozialversicherungsbeiträge, abzüglich der Arbeitslosenversicherung, von Januar bis März 2022 pauschal zu 50 Prozent erstattet. 

Die Beschäftigten erhalten dabei rund 60 Prozent des Netto-Entgelts als Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit. Bei Beschäftigten mit Kind sind es sogar 67 Prozent, nach dem 4. Bezugsmonat kann das Kurzarbeitergeld erhöht werden, sofern der Entgeltausfall im jeweiligen Monat mindestens 50 Prozent beträgt. 

Wann soll die Kurzarbeit enden und warum?

Der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit in der Corona-Krise war zunächst nur bis Dezember 2021 geplant. Zuletzt wurde dieser bis zum 31. März 2022 verlängert. Aufgrund eines absehbaren Endes der pandemischen Lage, hin zu einer endemischen Situation, soll die Regelung auslaufen. 

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Allerdings sehen das viele Verbände anders, da die Situation in den meisten Branchen weiterhin angespannt und von Unsicherheit geprägt ist. Durch das Ende der Kurzarbeitsregelung würde der Wirtschaft ein Instrument der Sicherheit und Stabilität entzogen werden. 

Ebenso sehen Wirtschaftsverbände irreversible und langfristige Schäden, wenn nicht zumindest mittelständische Unternehmen weiterhin unterstützt werden. So soll die Regelung um mindestens sechs weitere Monate verlängert werden. 

Welches Bündnis fordert was genau?

Zu dem Bündnis zählen, neben dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft, auch die Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft, der Bundesverband Taxi und Mietwagen und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen.

Man hat sich zusammengeschlossen und die Forderungen Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in einem Brief unterbreitet. 

Nur so können auch in Zukunft die Arbeitsplätze Millionen Beschäftigter gesichert und unzählige Unternehmen finanziell entlastet werden. Sollten die Rezessionen wie geplant am 31. März ablaufen, dann würde das den Arbeitsmarkt "tief erschüttern", so das Bündnis. 

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