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Einkommen

Was verdienen eigentlich Schlussmacher, Fischwirte oder Pyrotechniker?

Keine Lust mehr auf die gängigen Berufe? Verdient ein Fischwirt oder Diamantenschleifer genug zum Leben? inFranken.de hat Antworten auf diese Fragen!
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Außergewöhnliche Berufe? inFranken.de hat einige davon zusammengestellt. Foto: Symbolbild / Matthias Hoch
Außergewöhnliche Berufe? inFranken.de hat einige davon zusammengestellt. Foto: Symbolbild / Matthias Hoch

Schlussmacher

Sie übernehmen die Aufgabe, Menschen mitzuteilen, dass Beziehungen beendet sind. Diesen unangenehmen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, hat seinen Preis. Doch nicht erst seit dem Film "Der Schlussmacher" (Matthias Schweighöfer) haben zahlreiche Menschen die Geschäftsidee entdeckt.

"Schlussmacher" bieten oft mehrere Pakete an: Wie der Spiegel berichtet, reicht das Angebot vom "Lass uns Freunde bleiben"-Paket oder dem "Lass mich in Ruhe"-Paket (jeweils für 19,95 Euro) bis hin zum einfühlsamen Gespräch mit individueller Betreuung (für 49,95 Euro). Die einfachste Variante, das schriftliche Schlussmachen, gibt es schon für günstige 10 Euro.

Ein selbstständiges Geschäft zwischen Emotionen und ethischen Fragen, für das es keine Ausbildung gibt. Grundvoraussetzung dafür sind die Fähigkeit zu Empathie und konsequent Grenzen ziehen zu können. Als Selbstständiger kommt das Einkommen immer auf die Auftragslage an, was besonders in diesem Bereich stark variieren kann.

Glückskeks-Autor: Immer einen schlauen Spruch oder eine Lebensweisheit auf den Lippen? "Glückskeks-Autoren" kennen wohl jeden Klassiker aus dem knusprigen Süßgebäck. Dem Job voraus geht allerdings eine Tätigkeit als Werbetexter oder Redakteur.

Texter können eine Ausbildung von 12 Monaten an speziellen Schulen absolvieren. Der gängige Weg zum Redakteur oder Texter ist jedoch ein Studium (meist sozialwissenschaftlich) und ein Volontariat.

In diesen redaktionellen Berufen kann das Gehalt auf bis zu 2800 Euro brutto steigen. In Volontariaten verdienen angehende Redakteure rund zwei Drittel des späteren Gehalts.

Diamantenschleifer:

Sie sind entweder in der Schmuckindustrie oder in Herstellungsbetrieben für Diamantenwerkzeug tätig. Drei Jahre Ausbildung sind zu durchlaufen, bevor man sich "Diamantenschleifer" nennen darf. Beginnend bei 994 Euro im ersten Jahr, über 1057 Euro im Zweiten und bis zu 1150 Euro im dritten Lehrjahr verdienen angehende Schleifer.

Derzeit besteht nur für Baden-Württemberg ein Tarifvertrag dieser Industriesparte.

 

Fischwirt

Ein traditioneller Beruf in der Natur: Fischwirt.
Alles rund um die Tiere und das Sport "Fischen" sind Themen des Berufs. Vor dem Berufseinstieg ist eine dreijährige Ausbildung zu absolvieren. Im ersten Lehrjahr verdienen Auszubildende 450 bis 630 Euro. Der Verdienst der jungen Fischwirte steigt im zweiten Jahr auf bis zu 680 Euro. Im dritten Jahr sind bis zu 730 Euro möglich. Das Ausbildungsgehalt variiert stark nach Betrieb.

Das Einstiegsgehalt bewegt sich zwischen 1470 und 1600 Euro brutto. Mit Weiterbildungen wie dem Meister oder dem Techniker kann das Bruttogehalt auf bis zu 2100 Euro steigen.


Schornsteinfeger

Sie bringen nicht nur Glück, sondern werden auch nach Tarif bezahlt. Doch seit 2013 hat nicht mehr jeder Betrieb seinen eigenen Kehrbezirk. Haushalte können seitdem selbst bestimmen, wer Schornsteine und Heizungsanlagen prüft. Das hat den Konkurrenzkampf auf dem Markt extrem angeheizt.

Bevor junge Schornsteinfeger auf den Markt gelassen werden, müssen sie eine dreijährige Ausbildung durchlaufen: Beginnend mit 520 Euro im ersten Jahr, steigert sich die Ausbildungsvergütung auf 600 Euro bis hin zu 650 Euro. Anschließend sind 2200 Euro brutto als Gehalt nicht ungewöhnlich. Zum Einstieg liegt das Gehalt zwischen 1500 und 2000 brutto. Fortbildungsmöglichkeiten wie "Meister" oder "Techniker" sorgen für eine Aufbesserung des Verdienstes.

Pyrotechniker

Pyrotechnik steht meist durch das Abrennen von Feuerwerkskörper in Fußballstadien in der Öffentlichkeit. Doch hinter "Pyro" steckt viel mehr! Spezialisten für Planung und Durchführung von Feuerwerken, jeder Größenordnung. Dies kann auf Bühnen oder auch in Filmproduktionen stattfinden.

Es ist jedoch kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern lediglich ein Lehrgang oder eine Weiterbildung. Grundlage ist beispielsweise eine Lehre zum Veranstaltungstechniker.

Einsteiger verdienen als Veranstaltungstechniker rund 1500 bis 1800 Euro brutto. Je nach Betrieb kann eine Weiterbildung durch den Schwerpunkt "Pyrotechnik" auf 2000 bis 2200 Euro brutto ansteigen.

 

 

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