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Trotz Fachkräftemangel: Diese Berufe verdienen besonders schlecht

Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem in Deutschland. Aber nicht nur die Arbeitgeber sind davon betroffenen. Auch diejenigen, die in den betroffenen Berufsgruppen arbeiten, bekommen ihn zu spüren. Ist das Problem hausgemacht?
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Auch Podologen, also Fußpfleger sind vom Fachkräftemangel betroffen. Foto: Ronny Hartmann/dpa
Auch Podologen, also Fußpfleger sind vom Fachkräftemangel betroffen. Foto: Ronny Hartmann/dpa

In Berufen mit Fachkräftemangel verdienen die Beschäftigten in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit oft unterdurchschnittlich. Das geht aus einer am Montag bekanntgewordenen Antwort der Bundesagentur auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.

Demnach liegt das Einkommen in mehreren Mangelberufen einige hundert Euro unter dem mittleren Lohn aller Fachkräfte. So beträgt das mittlere Einkommen für sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigte Fachkräfte 3.052 Euro brutto im Monat. Von den 52 Berufen, die laut einer Bundesagentur-Analyse Engpässe bei Fachkräften haben, liegt das mittlere Entgelt bei 26 Berufen darunter.

Podologen verdienen besonders wenig

Nach Bundesagentur-Angaben erhalten Podologen (Fußpfleger) monatlich 1.862 Euro brutto und damit am wenigsten. Besonders niedrig ist der Lohn auch bei Berufen in der Fleischverarbeitung mit 2.123 Euro brutto. Unterdurchschnittlich vergütet sind außerdem Berufe in der Hörgeräteakustik mit 2.346 Euro und in der Bodenverlegung. Bei Physiotherapeuten sind es den Angaben nach 2.376 Euro.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann zog aus den Zahlen den Schluss, dass der Fachkräftemangel in vielen Berufen hausgemacht sei. "In Berufen mit niedrigen Löhnen möchten offensichtlich zunehmend mehr Menschen nicht arbeiten", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Bei den Arbeitgebern müssen ein Umdenken stattfinden.

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