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Alternative Arbeitsformen

Coworking: Was du über den neuen Arbeitstrend wissen musst

Coworking hat sich mittlerweile zu einem Phänomen entwickelt, was in Groß- und Kleinstädten praktiziert wird und mittlerweile im Alltag angekommen ist. Was mit dem gemeinsamen Nutzen von Büroräumen begonnen hat, entwickelt sich zu einer neuen Form des Arbeitens und wird somit zu einer Alternative bestehender Arbeitsformen.
 
Coworking ist zu einer neuen Alternative des Arbeitens geworden. Es zeichnet sich besonders durch Flexibilität und Gemeinschaft aus.
Coworking ist zu einer neuen Alternative des Arbeitens geworden. Es zeichnet sich besonders durch Flexibilität und Gemeinschaft aus. Foto: CC0 / Pixabay / Tumisu
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  • Was du über Coworking wissen musst
  • Für wen eignet sich die Nutzung von Coworking Spaces
  • Diese verschiedene Formen des Coworkings gibt es
  • Richtig suchen: Worauf du bei der Auswahl des Coworking Spaces achten solltest
  • So bekommst du einenPlatz im Coworking Space

Das Konzept Coworking kommt ursprünglich aus den USA. In erster Linie war das neue Phänomen für Großstädte und Metropolen attraktiv, hat sich mittlerweile aber als neue Arbeitsform im Sinne der Arbeit 4.0 und auch als Instrument für Regionalentwicklung etablieren können, wie der Bundesverband Coworking berichtet. Ein Coworking Space bietet den Nutzenden einen Arbeitsplatz und die nötige Infrastruktur. Dazu gehören Internet, Drucker, Scanner, Telefon, Beamer und bei Bedarf Besprechungsräume.

Arbeitsmodell Coworking: Was steckt dahinter?

Neben klassischen Arbeitsplätzen im Betrieb und dem Homeoffice zu Hause bietet ein Coworking Space einen "dritten Ort" und somit eine alternative Möglichkeit des Arbeitens. Dieser zeichnet sich besonders durch Flexibilität, Unabhängigkeit und Zugänglichkeit aus. Jedem Coworker ist es selbst überlassen, wie regelmäßig er den Coworking Space nutzen möchte. Solche Arbeitsplätze können tage-, stunden- oder wochenweise gebucht werden. Allerdings spielt neben der Flexibilität die Gemeinschaft mittlerweile eine ebenso große Rolle.

Coworking Spaces können neben dem Teilen von Büroräumen mit gemeinsamen Kaffeeräumen, Massageangeboten und Meditationen einhergehen. Dadurch, dass in einem Coworking Space Coworker verschiedenster Berufe aufeinandertreffen, verspricht man sich durch den ständigen Austausch und das Networking einen positiven Effekt und ein Potenzial für das Entstehen neuer, innovativer Projekte. Außerdem bieten Coworking Spaces Raum für das Ausweiten persönlicher Netzwerke.

Damit bietet das Miteinander und die Gemeinschaft innerhalb des Coworking Spaces einen großen Vorteil gegenüber dem Arbeiten im Home Office, wo man beruflich und sozial isoliert ist. Lese-Tipp: Ab wann du auf der Arbeit oder in der Schule hitzefrei bekommst, erfährst du in unserem Artikel. 

Alternative Arbeitsform: Für wen sich das Arbeiten im Coworking Space besonders eignet

So individuell wie die Coworking Spaces selbst, sind auch die Berufsgruppen, die auf das gemeinschaftliche Arbeiten zurückgreifen. Da vom gegenseitigen Nutzen profitiert wird, gilt hier: Je unterschiedlicher, desto besser.

Die Berufsgruppen in Coworking Spaces sind gemischt. Besonders werden Freiberufler, kleine Start-ups, Solo-Selbstständige und kreative Köpfe angesprochen. Ein weiterer großer Teil an Nutzern sind Menschen aus der Computerbranche und der IT. Das sind es insbesondere Männer.

Geeignet ist das Arbeiten eigentlich für alle, die Schreibtischarbeiten, Online-Tätigkeiten und technische Arbeiten erledigen. Denn das geht in der Regel von überall, so auch vom Coworking Space aus. Wie sich die Digitalisierung auch auf andere Bereiche des Arbeitsmarktes auswirkt, findest du in diesem Artikel.

Die verschiedenen Coworking-Formen

Low-Budget-Coworking: Bei der ersten Form bekommt man, wie der Name bereits verrät, für ein paar Euro am Tag einen Arbeitsplatz mit WiFi und Steckdose. Dabei ist es wichtig sich vorher über die Bezahlung und die Ausstattung zu informieren, um keine falschen Erwartungen mitzubringen.

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Premium-Coworking: Wem Ruhe, Komfort und hochwertige Ausstattung wichtig ist, sollte sich für diese Form des Coworkings entscheiden. Im Vergleich zur ersten Form muss hier tiefer in die Tasche gegriffen werden, aber dafür wird auch mehr geboten. 

Kreativzentrum: Freelancer, Selbstständige und andere kreative Köpfe sind im Kreativzentrum am besten aufgehoben. Es handelt sich hierbei um Innovationsoasen, in denen Selbstständige weitgehend unter sich sind. Zur Ausstattung gehören dann zum Beispiel auch Ateliers. Empfehlung: Wie du als selbstsändige Person an deine Steuererklärung herangehst, erklären wir dir in unserem Artikel. 

Tipps: Worauf du bei deiner Suche nach dem perfekten Coworking Space achten solltest

Neben der perfekten Coworking-Form sollte man beim Vergleichen verschiedener Angebote für Coworking Spaces auch einige Aspekte genauer unter die Lupe nehmen.

  • Öffnungszeiten: Bist du eher Frühaufsteher oder zählst du doch unter die Nachteulen? - egal was von beidem zutrifft, es gibt für jeden den richtigen Coworking Space. Bei den meisten ist im größten Paket auch gleich ein Schlüssel oder Türcode dabei, mit dem gelangt man 24/7 hinein.
  • Schnupperangebote: Die Atmosphäre und das Umfeld sind für das Coworken nicht zu vernachlässigen. Daher lohnt es sich einmal nachzufragen, ob es Probierangebote oder Tageskarten gibt, um die Umgebung zu testen.
  • Eigener oder wechselnder Schreibtisch: Die meisten Coworking Spaces bieten als Kernelement ihrer Pakete Hot- Desks und Fixed-Desks an. So kann man individuell entscheiden ob man es bevorzugt, Sachen auch mal liegen zu lassen oder sich jedes Mal einen freien Platz zu schnappen.
  • Andere Coworker: Sich über die anderen Coworker zu informieren kann ebenfalls hilfreich sein. Je nach Branche können Ausstattung und Lärmpegel sehr unterschiedlich ausfallen. Im Hinterkopf kann man dabei auch direkt den Networking-Aspekt haben.
  • Extras: Jeder Coworking Space hat bestimmte Specials. Kaffee-Ecke, Massagen, Kicker oder eine Geschäftsadresse - du allein kannst entscheiden, worauf du Wert legst.

Coworking: Vor- und Nachteile des neuen Phänomens

Coworking hat insgesamt mehr Vorteile als Nachteile. Trotzdem bleiben die negativen Aspekte des Modells nicht aus. Die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile des Coworkings:

  • Egal ob stündlich, täglich oder monatlich - die Nutzung ist auf deine Bedürfnisse abgestimmt
  • Zahlung nur bei Nutzung
  • Gemeinschaftliches Arbeiten: gegenseitige Inspiration und Motivation 
  • Flexible Kündigung
  • Balance zwischen Home Office und externem Büro 
  • Niedrige Mietkosten
  • Besprechungsräume sind frei buchbar

Nachteile des Coworkings:

  • In kleinen Städten gibt es noch wenig Angebot 
  • Der Platz ist begrenzt
  • Ein hohes Maß an Kommunikation und Absprachen sind nötig
  • Arbeiten in Stille gelingt kaum und wer viel telefoniert, hat dabei wenig Privatsphäre
  • Entstehung von Kosten, die im Home Office ausbleiben
  • Normalerweise kein eigener Schreibtisch 
  • Keine Mitgestaltung im Büro möglich

Tipp: Wie du einen Platz in deinem Wunsch-Coworking Space ergatterst

Einen Coworking Space findet man mittlerweile nicht mehr nur in Großstädten. Auch in kleineren Städten steigt neben der Nachfrage auch bereits das Angebot. Da der Markt sehr dynamisch ist, ändert er sich schnell. Daher sind die Preise sehr individuell und auch die Möglichkeiten, einen Wunsch-Platz zu ergattern, sind unterschiedlich. Üblicherweise gibt es zwei unterschiedliche Arten, wie die Veranstaltenden von Coworking Spaces Nutzer auswählen:

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  • Online oder vor Ort buchen: Sofern der Anbieter die Möglichkeit bietet, lässt sich ein Ticket für die Nutzung ganz einfach online buchen. Wenn dies nicht geht, bucht man einfach direkt vor Ort und schon kann man den Arbeitsplatz umgehend nutzen.
  • Bewerben: Einige Coworking Spaces möchten gezielt homogen besetzte Büros vermeiden oder haben eine sehr hohe Nachfrage. Aufgrund dessen fordern sie häufig eine Bewerbung. Das ist im Internet meist über ein Online-Formular möglich und man stellt kurz das eigene Projekt und die Geschäftsbranche vor. 

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