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Büro ? Daheim

Arbeiten im Homeoffice

So klappt es mit der Arbeit von daheim aus - gutes Sehen und Sitzen sind auf jeden Fall wichtig
 
Dieses Foto entstand natürlich nach Feierabend - zum Arbeiten im Homeoffice gehört ein richtiger Schreibtisch und, wer sie braucht, eine Bildschirmarbeitsplatzbrille.
Dieses Foto entstand natürlich nach Feierabend - zum Arbeiten im Homeoffice gehört ein richtiger Schreibtisch und, wer sie braucht, eine Bildschirmarbeitsplatzbrille. Foto: Foto: anja vorndran

Im Schlafanzug zur Arbeit - kein Mensch käme so gekleidet ins Büro! Im Homeoffice ist es möglich - sofern der Mitarbeiter sich nicht in diesem Outfit im Videomeeting präsentiert. Wer sich gut organisieren und diszipliniert am Ball bleiben kann, dem ist es relativ egal, welche Klamotten er vor dem Rechner trägt, die Gedanken fließen, die Kreativität sprudelt - zuhause sogar oft besser als im Großraumbüro. Andere wieder brauchen ihre Büroordnung, die Struktur, den offiziellen Touch. Wer den Weg ins Büro vermisst, der sollte versuchen sich den Bürocharakter nach Hause zur holen. Das heißt: Bürokleidung sorgfältig auswählen und sich trotzdem auf den Weg machen, den es im Homeoffice gar nicht gibt. Was sollte den Mitarbeiter daran hindern, statt ins Büro zu fahren und vom Parkplatz zum Arbeitsplatz zu laufen, einfach einer Runde vor der Türe zu drehen? Das Auto kann dabei natürlich getrost stehen bleiben.

Innere Ordnung

Wenn es der inneren Ordnung dient, ist das eine wunderbare Idee. Für Gewohnheitsmenschen bieten solche Rituale Halt. Wer den Platz hat, arbeitet natürlich daheim in einem eigenen Büroraum oder gestaltet kurzfristig das Gästezimmer um. Wer keinen eigenen Raum für die Arbeit einrichten kann, dem dienen in den meisten Fällen Wohn- und Esszimmer als Ersatzbüro. Oft genügt schon ein Paravent zum Abgrenzen von TV, Couch oder Kühlschrank.

Hauptsache, der gewählte Platz ist als Arbeitsplatz erkennbar. Egal wo die Tätigkeit am Computer statt findet, es gilt, für ausreichend Licht und die richtige Sitzposition sorgen.

Die richtige Brille

Wer im Büro eine Bildschirmarbeitsplatzbrille auf die Nase setzt, sollte zuhause nicht darauf verzichten. Sie ist speziell für die Arbeit am PC ausgerichtet und wird vom Optiker angepasst. Je nach Anfrage übernimmt sogar der Arbeitgeber die Kosten. Eine einfache Lesebrille schadet eher, als sie Hilfe bringt, sie ist auf eine optimale Sehdistanz von ca. 30 Zentimeter ausgelegt. Die Computerbrille ist mit 50 bis 80 Zentimetern optimal auf die Arbeit am Bildschirm angepasst.

Wer beinahe rund um die Uhr digital unterwegs ist, das sind zu Coronazeiten sehr viele Menschen, denn kaum ein Haushalt kommt ohne Homeoffice, Homeschooling und Treffen per Videoschalte aus, ist gut beraten, den Optiker seines Vertrauens aufzusuchen. Für die Augen gestaltet sich der Blick auf den Bildschirm eher stressig, Leseentfernung und künstliches Licht stellen hohe Sehanforderung dar. Wer noch nicht mit einer Arbeitsplatzbrille am Rechner sitzt, startet am besten mit dem Gang zum Optiker und unterzieht sich einem kostenlosen Sehtest.

Auf Möbel achten

Was im Büro dem Rücken dient, sollte zuhause nicht fehlen: Ein ergonomischer Stuhl ist die beste Anschaffung, um Problemen vorzubeugen - Bewegungspausen helfen ebenfalls - sie sollten auch im echten Büro zur Tagesordnung zählen. Wie am richtigen Platz sollte auch hier Ordnung herrschen, bevor der Arbeitstag beginnt. So entsteht gewiss das Gefühl, dass man sich auf den Weg macht in einen erfolgreichen Arbeitstag. Zum Arbeiten daheim zählt auf jeden Fall ein funktionierender Drucker, es gibt ihn auch für das Büro am Küchentisch, das heißt, der Drucker kann bequem nach getaner Arbeit ins Regal oder in einen Schrank geräumt werden. Auch hier helfen die Fachleute vor Ort weiter. Sie beraten auch rund um Sachen, Schreibtisch, Bürostuhl, Diktier- und und Faxgeräte oder andere Dinge, die im Büro daheim das Arbeiten leichter machen.

Normale Regeln

Aufgrund der Coronapandemie sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anzubieten, wenn nichts dagegen spricht. Diese Maßnahme beschlossen Bund und Länder im Januar 2021 bundesweit, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Einen rechtlichen Anspruch auf die Arbeit im Homeoffice gibt es in Deutschland nicht. Der Arbeitgeber entscheidet, ob er seinen Mitarbeitern- und Mitarbeiterinnen erlaubt, die Bürotätigkeit nach Hause zu verlegen. Immerhin geht es in vielen Fällen auch um vertrauliche Daten. Im Homeoffice gelten die Regeln des Arbeitsgesetzes und der Vertragsvereinbarungen. Stehen die Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen im Büro vor Ort von 8 bis 17 Uhr zur Verfügung, dann beginnt der Tag im Homeoffice ebenfalls um 8 Uhr und endet um 17 Uhr. Es sei denn, man vereinbart durch Kurzarbeit bedingt, andere Zeiten. Zudem greift im Homeoffice die im Arbeitsgesetz verankerte Höchstarbeitszeit. Ruhepausen und Ruhezeiten sind ebenfalls einzuhalten. Wer dann noch ein reibungslos funktionierendes Internet vorweisen kann, fühlt sich im Home Office wie im echten Büro - ausgenommen der Plausch mit den Kollegen in der Mittagspause. Aber dafür gibt es Telefon und Videochat. Anja Vorndran