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Assessment-Center: So bereitest du dich auf das erweiterte Vorstellungsgespräch richtig vor

Das Assessment-Center ist ein erweitertes Vorstellungsgespräch, bei dem du auf Herz und Nieren geprüft wirst. Wie das funktioniert und wie du dich optimal darauf vorbereiten kannst, erfährst du in diesem Artikel.
 
Von der Bewerbung zur Einstellung kann der Weg durch ein Assessment-Center steinig sein, er ist aber zu schaffen.
Von der Bewerbung zur Einstellung kann der Weg durch ein Assessment-Center steinig sein, er ist aber zu schaffen. Foto: Andrea Piacquadio/pexels.com
  • Was ist ein Assessment-Center?
  • Welchen Zweck erfüllt es?
  • Das kommt auf dich zu
  • So bereitest du dich optimal darauf vor

Arbeitgeber legen nicht nur auf fachliche Kenntnisse wert - sie erwarten von Bewerbern auch umfangreiche Softskills. Du musst stressresistent, teamfähig sowie umgänglich aber bestimmt sein. Diese Fähigkeiten testen Firmen im sogenannten Assessment-Center. Dabei wirst du vor einige Aufgaben und Herausforderungen gestellt und dabei genau beobachtet. Mit Konzentration und der richtigen Vorbereitung fällt die Hürde zum neuen Job.

Was passiert in einem Assessment-Center?

Assesement-Center (AC) - auf Deutsch: "Bewertungszentrum" - sind heute in vielen Unternehmen Teil des Bewerbungsprozesses. Laut Experten wollen dabei Firmen in einem Zeitraum von einem Tag bis zu drei Tagen deine Fähigkeiten testen. Letztendlich geht es darum, herauszufinden, welcher der Anwärter sich in die Unternehmenskultur und das Team integrieren kann.

Die Personalverantwortlichen beobachten in mehr oder weniger realen Situationen das Verhalten der Bewerber. Zu den Aufgaben können Stress- und Entscheidungssituationen genauso gehören wie fachfremde Rollenspiele, welche die Softskills, also die persönlichen Fähigkeiten, herauskristallisieren sollen. In manchen Konzernen dient das AC nicht der Rekrutierung externer Bewerber, sondern auch der Auswahl der Anwärter für interne Beförderungen. Die Aufgaben können sowohl Gruppen- als auch Einzelübungen sein. 

Zwar gestaltet jedes Unternehmen das AC anders, dennoch haben sich bestimmte Aufgaben etabliert. Oft führen Personalabteilungen die Maßnahme selbst durch, inzwischen gibt es aber auch zahlreiche externe Anbieter, die von den Firmen beauftragt werden. Lesenswert: Die wichtigsten Regeln fürs Home Office, stellen wir dir in unserem Artikel vor. 

Assessment-Center: Die häufigsten und beliebtesten Übungen

Du könntest mit folgenden Aufgaben konfrontiert werden.

  • Vorstellung: Du musst dich der Gruppe vorstellen. Das Unternehmen erhält den ersten Eindruck deiner rhetorischen Fähigkeiten.
  • Präsentation: Bei dieser Übung musst du über ein vorgegebenes Thema sprechen. Dieses ist meist kein fachliches. Dabei gibt es zwei Varianten: Du sprichst zur Gruppe über dein Thema oder du interviewst einen anderen Teilnehmer. Dessen Inhalte musst du dann vor den anderen vortragen. Auch bei der Eigenpräsentation erfährst du das Thema kurz vorher. So soll die Belastbarkeit des Bewerbers getestet werden. Durch kritische Zwischenfragen wird die Stresssituation noch weiter erhöht.
  • Gruppendiskussion zu einem Thema: Dabei wird getestet, wie sachlich die Bewerber argumentieren.
  • Rollenspiel: Bei dieser Übung sitzen zwei fiktive "Kunden" vor dir und sprechen dich aggressiv an. Du solltest dich dabei nicht provozieren lassen. Denn hier wird getestet, wie ruhig du in solchen Situationen bleibst.
  • Fallstudie: Der Anwärter muss ein Problem analysieren und Lösungen finden. Dabei kannst du zeigen, wie konzeptionell du denkst.
  • Postkorbübung - die bekannteste der Aufgaben: Dabei muss der Bewerber Dokumente nach Priorität sortieren und Aufgaben gegebenenfalls delegieren. Störende Anrufe oder Zwischenfragen anderer machen die Stresssituation nicht leichter. Das Unternehmen testet, wie strukturiert man im Stress arbeitet.
  • Interview: Dieses ähnelt einem klassischen Vorstellungsgespräch. Du wirst zum Beispiel gefragt, warum du für das Unternehmen arbeiten möchtest und welche Ziele du hast. Dabei solltest du möglichst natürlich bleiben.

Wichtig ist, dass du bei allen Aufgaben einen kühlen Kopf bewahrst und konzentriert mitmachst.

Assessment-Center: So kannst du dich optimal vorbereiten

Experten geben auch Tipps, wie du dich vorbereiten kannst. In einem Assessment-Center erwarten dich teilweise unerwartete Situationen. Nicht auf alle Tests kann man sich vorbereiten, du hast dennoch Möglichkeiten, beruhigt in das AC zu gehen. Zuerst solltest du dir den Ablauf anschauen. Dieser befindet sich meist im Einladungsschreiben.

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Wie bei allen Bewerbungsverfahren, auch ohne Assessment-Center, solltest du genau über das Unternehmen Bescheid wissen und wie es tickt. Suche Informationen über die Firma: Wieviele Mitarbeiter sind beschäftigt, welche Standorte betreibt das Unternehmen, wie heißen die wichtigsten Führungskräfte, wie sind die Abteilungen strukturiert? Auch Hintergrundwissen über die Geschichte des Unternehmens schadet nicht. Wenn du dich bislang noch nicht eingehend mit dem Jobprofil beschäftigt hast, solltest du das spätens mit der Einladung zum AC machen. Auch Wissen zu der Branche, in der das Unternehmen tätig ist, kann essentiell für deinen Erfolg sein. Diese Infos sind besonders für Fallstudie wichtig.

Kurzum: Du solltest bereits im Vorfeld sowohl mit dem Unternehmen als auch mit deiner zukünftigen Aufgabe verschmelzen. Stelle dir einfach vor, dass du bereits in deinem neuen Job arbeitest. Des Weiteren ist es von Vorteil, deine eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren. Solltest du davon ausgehen, dass du bei der einen oder anderen Aufgabe nicht voll punkten kannst, konzentriere dich auf deine Stärken und gib bei den entsprechenden Tests dafür umso mehr.

Weitere brauchbare Empfehlungen erfährst du hier: Wertvolle Tipps für deinen ersten Arbeitstag erfährst du in unserem Artikel. 

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