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Corona-Maßnahmen

Homeoffice-Verordnung gilt: Was Arbeitgeber und Mitarbeiter jetzt wissen müssen

Die sogenannte Homeoffice-Verordnung ist in Kraft getreten. Die Regelung legt fest, dass Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglicht werden soll - vorausgesetzt, dies ist umsetzbar. Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer jetzt beachten müsssen, lesen Sie hier.
 
Ab sofort gilt die Homeoffice-Verordnung: Was Arbeitgeber und Mitarbeiter erwartet
Ab sofort gilt die sogenannte Homeoffice-Verordnung. Arbeitgeber müssen nun ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus ermöglichen - vorausgesetzt es ist auch möglich. Symbolbild: Homeoffice / pixabay.com Foto: VinzentWeinbeer
  • Ab sofort gilt die Homeoffice-Verordnung
  • Wo es möglich ist, soll Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause möglich sein
  • Bei Verstößen droht ein hohes Bußgeld

Wo möglich, bitte Zuhause arbeiten: Ab sofort müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern aufgrund der Corona-Pandemie die Möglichkeit geben von Zuhause aus zu arbeiten, wenn dies möglich ist. Damit sollen die Infektionszahlen eingedämmt und weiter gesenkt werden. Bei Verstößen hat die sogenannte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hohe Bußgelder vorgesehen

Homeoffice-Verordnung: Wo möglich, bitte Zuhause bleiben

Arbeitgeber sind ab sofort dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen. Vorausgesetzt, die Mitarbeiter können ihre Arbeit Zuhause genauso bewerkstelligen wie im Betrieb. Das ist nun in der Homeoffice-Verordnung geregelt, welche bis voraussichtlich 15. März 2021 gilt. 

Ob die Mitarbeiter nun ins Büro oder die Firma kommen müssen oder nicht, entscheidet allerdings weiterhin der Arbeitgeber. Sollte er jedoch Homeoffice von Grund auf verweigern, obwohl die Mitarbeiter der Annahme sind, dass dies sehr wohl gut umsetzbar ist, sollten diese sich an den Betriebs- oder Personalrat wenden. Wenn nötig, können auch Gewerbeaufsichtsämter eingeschaltet werden. Das rät das Bayerische Staatsministerium für Familien, Arbeit und Soziales, wie der BR berichtet.

Da das Ziel der Homeoffice-Verordnung darin besteht die Infektionszahlen weiter zu senken, gelten für Arbeitgeber entsprechende Regeln, wenn diese ihre Mitarbeiter in die Firma bestellen. Um auch dort für die nötige Sicherheit zu sorgen und Ansteckungen mit dem Coronavirus vorzubeugen, hat die Verordnung strengere Maßnahmen für das Arbeiten im Büro oder dem Unternehmen festgelegt. 

Wenn Arbeitgeber Mitarbeiter ins Büro bestellen: Strengere Maßnahmen verordnet

Dort heißt es, dass pro Mitarbeiter mindestens zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen, wenn mehrere Menschen in diesem Raum arbeiten. So soll der Mindestabstand gewährt werden. Ab zehn Mitarbeitern müssen diese in kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Hinzu kommt, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern medizinische Masken bereitstellen müssen. 

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In Bayern kontrollieren die Gewerbeaufsichtsämter der Regierungsbezirke die Maßnahmen. Arbeitgeber müssen diesen bei Anfrage Auskünfte und Unterlagen aushändigen. Möglich ist auch, dass der Betrieb vor Ort kontrolliert wird, berichtet der BR

In der Homeoffice-Verordnung sind zudem auch Bußgelder festgelegt, wenn gegen die Maßnahmen verstoßen wird. Diese können bis zu 30.000 Euro betragen. 

Warum gibt es keine "Homeoffice-Pflicht"?

Eine Homeoffice-Pflicht gibt es in Deutschland nicht. Eine Pflicht würde nämlich unter anderem die Unverletzlichkeit der Wohnung berühren, welche allerdings durch Artikel 13 des Grundgesetzes geschützt ist. Zudem würde durch eine Pflicht auch die verfassungsrechtlich geschützte Unternehmerfreiheit auf Arbeitgeberseite nicht mehr gewährt werden. Um eine "Homeoffice-Pflicht" einzuführen, wäre ein formelles Gesetz nötig.

 

nw

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