Mehr Rente im Alter: Tipps für höhere Altersbezüge
Autor: Emma Firlus
Deutschland, Dienstag, 09. Juni 2026
Die Sorge vor einer zu niedrigen Rente treibt viele Menschen um. Doch auch ab 50 gibt es noch Möglichkeiten, die eigenen Altersbezüge spürbar zu erhöhen.
Experten rechnen damit, dass viele Menschen im Ruhestand ihren gewohnten Lebensstandard allein mit der gesetzlichen Altersvorsorge kaum halten können. Wer rechtzeitig handelt, kann jedoch auch mit über 50 Jahren noch zusätzliche Einnahmen für den Ruhestand aufbauen. Welche Möglichkeiten besonders interessant sind – und worauf Betroffene achten sollten.
Die gesetzliche Rente reicht oft nicht mehr aus
Die Diskussion um die Zukunft der Altersvorsorge begleitet die deutsche Politik seit Jahren. Zuletzt sorgte Bundeskanzler Friedrich Merz für Aufmerksamkeit, als er die gesetzliche Rente als "allenfalls noch die Basisabsicherung" bezeichnete. Die Aussage verdeutlicht aber ein Problem, das viele Menschen beschäftigt.
Denn die gesetzliche Rentenversicherung steht unter Druck. Die Gesellschaft altert, gleichzeitig kommen auf immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentnerinnen und Rentner. Ob die Rente langfristig das bisherige Niveau halten kann, ist daher Gegenstand zahlreicher politischer Debatten.
Für viele Beschäftigte stellt sich deshalb die Frage, wie sie ihre Altersbezüge ergänzen können. Dabei geht es nicht nur um Luxus oder Fernreisen. Oft steht die Sorge im Mittelpunkt, steigende Wohnkosten, Gesundheitsausgaben oder alltägliche Lebenshaltungskosten im Alter finanzieren zu können. Finanzexperten betonen laut Zeit.de deshalb, dass zusätzliche Vorsorge auch jenseits der 50 noch sinnvoll sein kann.
Rentenpunkte kaufen: Mehr Geld vom Staat sichern
Eine vergleichsweise wenig bekannte Möglichkeit besteht darin, zusätzliche Rentenpunkte zu erwerben. Normalerweise sammeln Arbeitnehmer diese durch Beschäftigung, Kindererziehung oder bestimmte Ausbildungszeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen können jedoch freiwillige Ausgleichszahlungen geleistet werden.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Jeder zusätzliche Rentenpunkt erhöht die spätere monatliche Rente dauerhaft. Nach Angaben von Rentenberatern sichern sich viele Menschen auf diesem Weg mehrere Dutzend Euro zusätzliche Monatsrente. Das mag zunächst überschaubar wirken, summiert sich über viele Rentenjahre jedoch zu beträchtlichen Beträgen.
Besonders interessant wird das Modell durch steuerliche Effekte. Die Einzahlungen können häufig als Altersvorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Dadurch reduziert sich die tatsächliche finanzielle Belastung. Experten weisen jedoch darauf hin, dass sich die individuelle Rendite stark nach Einkommen, Steuerklasse und persönlicher Situation richtet. Vor einer größeren Einzahlung empfiehlt sich deshalb eine individuelle Beratung.