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Hebamme warnt vor ungeschütztem Sex in der Coronavirus-Zeit: Das steckt dahinter

In der Coronakrise droht Langeweile, wenn man mehrere Wochen im Haus verbringen muss. Eine Hebamme warnt nun davor, sich die Zeit mit allzu viel ungeschütztem Sex zu vertreiben.
 

Eine Hebamme warnt auf Instagram vor Sex in der Coronakrise - zwar in einem scherzhaften Ton, doch durchaus mit einem ernsten Hintergrund. Schon in den Jahren zuvor hatten Hebammen immer wieder davor gewarnt, um die Osterzeit herum Kinder zu zeugen. In diesem Jahr fällt der Zeitraum ausgerechnet mit der Corona-Krise zusammen, die viele Menschen zum zuhause bleiben zwingt.

Das Problem: Kinder, die in dieser Zeit gezeugt werden, kommen wahrscheinlich mit einem Geburtstermin Ende Dezember/Anfang Januar auf die Welt. Gerade um die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel herum herrscht chronischer Personalmangel, sowohl bei den Hebammen als auch in Kreißsälen. Manche Kliniken schließen aus diesem Grund ihre Geburtsstationen sogar über die Feiertage, zum Beispiel in Schweinfurt im Dezember 2019.

Hebamme warnt: In der Coronavirus-Zeit lieber keine Kinder zeugen

Wer es also vermeiden kann, sollte in dieser Zeit lieber verhüten, wenn er keinen Versorgungsengpass bei der Geburt riskieren will. Das greift auch Hebamme Kathrin auf, die auf Instagram unter @hebammenkonsum firmiert und eine Warnung an ihre fast 30.000 Abonnenten schickt. Sie rechnet vor, dass Sex in den nächsten Wochen zu einem Geburtstermin Ende Dezember führen könnte und warnt, es sich in der Corona-Langeweile allzu kuschelig mit dem Partner zu machen.

"Bitte nicht vergessen, wo sich alle gerade einkuscheln - Zu Weihnachten ist es meistens noch schwieriger eine Hebamme zu bekommen", schreibt sie dort. Scherzhaft versieht sie den Post mit dem Hashtag "Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat an Weihnachten die Bescherung".

Was lustig klingt, ist aber durchaus ernst. Auch die Hebamme Christine Küsters-Niersmann warnt schon seit Jahren vor diesem Phänomen und bittet Paare, die Familienplanung erst nach der Osterzeit wieder anzugehen.