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Zeckengefahr: Risikogebiet Franken - darum ist eine Impfung schon im Winter sinnvoll

Zecken übertragen gefährliche Krankheiten wie FSME und Borreliose. Im Winter lassen sich die kleinen Krabbeltiere eigentlich kaum blicken. Doch die milden Temperaturen 2020 sollten hellhörig machen - besonders im Hochrisikogebiet Bayern.
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Durch den milden Winter steigt die Zeckengefahr 2020 früher als sonst. Symbolbild: Fabian Sommer/dpa
Durch den milden Winter steigt die Zeckengefahr 2020 früher als sonst. Symbolbild: Fabian Sommer/dpa

Der Winter will dieses Jahr nicht so richtig in Fahrt kommen. War anfangs noch von einem "Horrorwinter" die Rede, prognostizieren Experten mittlerweile sogar ein "Westwetter-Winterkiller". Über Frühlingstemperaturen so früh im Februar freuen sich wohl viele Menschen, die mit Kälte und Schnee nicht viel anzufangen wissen. Doch auch für Zecken sind die milden Temperaturen ein willkommenes Geschenk.

Zecken werden ab acht Grad Celsius aktiv

Wie die Barmer Krankenkasse in einer Pressemitteilung erklärt, werden Zecken bereits ab einer Temperatur von acht Grad Celsius aktiv. Diese Werte wurden im Jahr 2020 in Franken schon deutlich geknackt - und somit sollte bereits jetzt Vorsicht vor den Zecken geboten werden. Um sich vor Zeckenbissen ausreichend zu schützen, empfiehlt Professor Dr. Claudia Wöhler, die Landesgeschäftsführerin von der Barmer in Bayern: "Lassen Sie sich jetzt schon impfen."

Zecken lösen Infektionskrankheiten FSME und Borreliose aus

"Gerade im Hochrisikogebiet Bayern ist besondere Aufmerksamkeit sinnvoll", wird Wöhler in der Pressemitteilung weiter zitiert. Zecken sind unter anderem als Überträger der Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) bekannt. Die Infektionskrankheit kommt überwiegend im süddeutschen Raum vor - deshalb gilt Bayern als Risikogebiet für FSME. Um sich zu schützen, rät die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung beziehungsweise eine Auffrischungsimpfung. Das gilt insbesondere für Kinder und Erwachsene, die in einem FSME-Risikogebiet leben. Aus einer Übersicht des Robert Koch Instituts geht hervor, dass beinahe ganz Franken als solches Risikogebiet gilt. Auch Borreliose kann durch Zecken übertragen werden. Hier besteht die Gefahr deutschlandweit.

Was Sie zum Schutz vor Zeckenbissen tun können

Eine infizierte Zecke bedeutet nicht direkt, dass Borrelien auf den Menschen übertragen werden. Erst wenn die Zecken bereits seit längerem an der Haut saugen, können sich die Bakterien auf den Menschen übertragen. Wir haben für Sie einige wichtige Infos zum Schutz gegen Zecken aufgelistet:

  • Körper nach Aufenthalt im Freien gründlich untersuchen - besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten
  • Zecken sollten innerhalb von 24 Stunden entfernt werden
  • Bevorzugte Stichstellen: Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich, Kniekehle
  • Bevorzugter Lebensraum der Zecken: Hohes Gras, Gebüsch, Unterholz
  • Empfohlene Kleidung: Feste Schuhe, lange Hosen und Ärmel, helle Farben (so erkennt man Zecken besser)
  • Repellentien (künstliche Hautschutzmittel)

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