• Die Unterschiede zwischen Zecken- und Mückenbissen
  • Behandlung eines Zeckenbisses
  • Behandlung von Mückenstichen
  • Risikogebiete für Zecken

Nach einem langen Spaziergang in der Natur ist es nicht unwahrscheinlich, dass man mit einigen Insekten in Kontakt gekommen ist - und nun einige Stiche und Bisse davonträgt. Nicht immer ist es einfach, zu unterscheiden, von welchem Tier ein Stich kommt.

So unterscheidest du Mückenstich und Zeckenbiss

Ein Zeckenbiss sollte ernst genommen werden, da über ihn Krankheiten wie die Borreliose oder die unter FSME bekannte Frühsommermeningoenzephalitis übertragen werden können. In der Regel ist die Haut rund um den Biss in den ersten Tagen leicht gerötet; der Grund, weshalb er schnell mit einem Mückenstich verwechselt werden kann. Bleibt die Rötung mehr als drei Tage nach der Entfernung der Zecke bestehen und juckt deine Haut zusätzlich, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin zurate ziehen. In der Regel jucken Zeckenbisse jedoch nicht.

Wichtig ist auch, dass du eine medizinische Fachkraft aufsuchst, wenn sich ein etwa handtellergroßer rötlicher Fleck um die Stelle des Zeckenbisses ausbreitet. Der Fleck ist meist in der Mitte etwas heller und wird zum Rand hin dunkler. Überwiegend entsteht die sogenannte Wanderröte erst einige Tage bis zu einige Wochen nach dem Stich. Zudem könnten grippeähnliche Symptome auf eine von Zecken übertragene Krankheit hindeuten.

Mückenstiche machen sich größtenteils schnell durch eine leicht rötliche Schwellung, also eine Art "Beule", und ein starkes Jucken rund um den Einstich bemerkbar. Das Jucken stellt eine grundlegende Differenz zu einem Zeckenbiss dar. Die Unterscheidung zwischen Zeckenbiss und Mückenstich ist meist unkompliziert, da du den Körper der Zecke in der Regel sehen kannst. Ist der Körper der Zecke bereits vom Mundwerk gelöst, ist die Unterscheidung schwerer und kann erst nach einigen Tagen festgestellt werden, da die Rötung bei einem Zeckenstich schneller abklingen sollte. Sicherheit kann in einem solchen Fall jedoch auch nur eine Untersuchung durch einen Arzt oder eine Ärztin liefern.

Die anschließende Behandlung

Erkennst du beispielsweise nach einer Wanderung in der Natur einen Zeckenbiss, solltest du die Zecke schnellstmöglich entfernen. Besonders gerne stechen Zecken an warmen, feuchten und dünnen Hautpartien wie den Achselhöhlen oder den Kniekehlen. Je schneller sie entfernt wird, umso geringer ist das Risiko, dass Krankheitserreger übertragen werden. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, eine Pinzette oder ein spezielles Zeckenentfernungsinstrument zu nutzen und die Zecke anschließend an ihrem Mundwerkzeug herauszuziehen. Am besten entfernt man alle Teile des Tieres, wenn man sie nicht dreht. Anschließend solltest du den Zeckenbiss in den folgenden Wochen beobachten, um sicherzugehen, dass keine Infektion vorliegt.

Bei einem Mückenstich ist es erst einmal am wichtigsten, dass du nicht kratzt; andernfalls könnten Krankheitserreger in die offene Wunde gelangen. Zudem wird der Juckreiz durch Kratzen zusätzlich verstärkt. Es ist ratsam, dass du mit einigen Eiswürfeln die Stelle kühlst oder Speichel zur Schmerzlinderung nutzt. Auch in der Apotheke kannst du kühlende Salben und Gels finden, die Schwellungen und Juckreiz lindern können.

In Deutschland gelten verschiedene Gebiete als Risikogebiete für Zecken. Dazu gehören vor allem die süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, aber auch die südlichen Teile Hessens und Thüringens sowie Sachsens. In Norddeutschland gilt auch der westliche Teil Niedersachsens als ein Risikogebiet.

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