Was würden dem Wundermittel Aspirin nur tun? Es lindert Kopfschmerzen, hilft gegen Schnupfen und senkt das Risiko eines Herzinfarktes. Nicht umsonst zählt das Medikament zu einen der bekanntesten. Wie Forscher des australischen Centenary Institute in Sydney herausfanden, kann das Schmerzmittel noch viel mehr. Aspirin soll nämlich gegen Tuberkulose wirken.

Die als schwerste Infektionskrankheit unserer Zeit erklärte Lungentuberkulose befällt jährlich rund 10 Millionen Menschen. Handelt es sich dabei um eine antibiotikaresistente Form der Infektionskrankheit, so können Tuberkulose-Medikamente nicht mehr helfen. Weltweit sterben mehr als zehn Prozent der Infizierten.

Aspirin bekämpft antibiotikaresistente Bakterien

Laut der Zeitschrift "The Journal of Infectious Diseases"entdeckten australische Forscher anhand von Tierversuchen ein erfolgreiches Mittel für die Ankämpfung. Sie untersuchten welche Wirkung die Tuberkulose-Bakterien auf den Blutkreislauf haben. Hier wurde deutlich, dass die Bakterien Einfluss auf das Blutgerinnungssystem haben und das Immunsystem behindern.

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Bei dem bislang unbekannten Krankheitsprozess wurde in weiteren Versuchen das Verhalten der Bakterien unter Einfluss von Acetylsalicylsäure untersucht. Das blutverdünnende Mittel hemmt die Wirkung der Tuberkulose-Erreger und lässt das Immunsystem die Bakterien erfolgreich bekämpfen. Der Wirkstoff ist in Aspirin enthalten und wird bereits seit über 100 Jahren angewendet.