Ab dem 27. April gilt sie auch in Bayern: Die Maskenpflicht (Update vom 20.04.2020, 16.31 Uhr) Diese besagt, dass Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz sowohl beim Einkaufen als auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln tragen müssen.

Diesbezüglich gibt es viel Kritik. Und vor allem kursiert eine Behauptung: Unter der Maske staue sich das ausgeatmete CO2 (Kohlenstoffdioxid) - gerade für Kinder sei das erneute Einatmen gefährlich. Unter anderem warnt ein Kettenbrief der sich via WhatsApp verbreitet vor möglichen Atemlähmungen bei Kindern. Außerdem sammle sich in der Lunge Feuchtigkeit an, weswegen sich dort gefährliche Keime festsetzen könnten.

Gerüchte um Masken: Ärzte und Krankenschwestern sind sich einig

Was ist dran an den Befürchtungen? Das Faktencheck-Portal mimikama.at hat darüber mit Medizinern, Krankenschwestern sowie einer Ärztin für Kinder- und Jugendheilkunde gesprochen. Fazit: Durch das Tragen einer Maske atmet der Mensch etwas mehr CO2 ein als ohne. Aber: Kohlenstoffdioxid kann von den typischen Masken nicht aufgehalten werden. Das ausgeatmete CO2 bleibt also nicht dauerhaft unter dem Mundschutz. Wenn die CO2-Konzentration im Körper zu hoch ist, merken wir das und bekommen letztlich Atemnot. Spätestens dann würden wir die Maske abnehmen.

Die angesprochene Feuchtigkeit wandert nicht in einem kritischen Ausmaß in die Lunge. Rauchen ist im Vergleich dazu wesentlich schädlicher. Medizinisches Personal trägt oft bis zu acht Stunden am Tag einen Mund-Nasen-Schutz. Hier bekommt niemand Atemnot - eine erhöhte Keimbelastung in der Lunge lässt sich ebenfalls nicht feststellen.

Natürlich können Masken zu "Keimschleudern" werden. Aber auch nur dann, wenn sie nicht regelmäßig gewechselt und gereinigt werden. Wer ein paar einfache Regeln beim Tragen beachtet, hilft dabei, andere zu schützen. Generell gilt aber auch:  Solange es noch keinen wirksamen Impfschutz gegen das Coronavirus gibt, sollten Eltern ihren Nachwuchs idealerweise nicht zum Einkaufen oder in öffentliche Verkehrsmittel mitnehmen.