Bamberg
Ratgeber

Wanzen-Invasion im Herbst: Das hilft gegen die Krabbler in der Wohnung

Wenn es draußen kälter wird, suchen sie Wärme und Schutz in unseren Wohnungen: Wanzen. Aber wer will die Krabbler schon in seiner Wohnung haben? inFranken.de erklärt, was Sie gegen Wanzen tun können.
Artikel drucken Artikel einbetten

Eine Wanzenplage im Herbst - Wie kann man sich und seine Wohnung schützen? Draußen wird es regnerisch und kühl. Der Herbst zieht ein und nicht nur wir Menschen versuchen ihm durch heißen Tee, dicke Wolldecken und gemütliche Abende Zuhause zu entfliehen. Auch Wanzen kommen in unsere Wohnungen, um sich vor dem Wetter zu schützen.

Wanzen: nicht schön anzusehen, aber ungefährlich

Die wohl wichtigste Frage lässt sich schnell klären: Sind die Tierchen für den Menschen in irgendeiner Art gefährlich? - Nein!

Wanzen in der Wohnung: Deshalb sollte man sie nie töten

Von den Wanzen geht weder für uns noch für unsere Wohnungen Gefahr aus. Sie beißen nicht, stechen nicht, und übertragen auch keine Krankheiten. Das Einzige, was man ihnen ankreiden kann, ist ein übelriechendes Sekret, welches sie absondern, wenn sie sich bedroht fühlen oder zerquetscht werden. Daher der Tipp: Die Tiere am besten nie töten.

Wie finden die Tiere ihren Weg in unsere Wohnungen?

In den meisten Fällen passiert dies beim Lüften, über Jalousienkästen oder offene Türen. Wenn Sie eine Wanze bei sich vorfinden, müssen Sie keine Angst vor dem Tierchen haben. Sie sollten es jedoch trotzdem so schnell wie möglich wieder vor die Tür befördern, da eine Wanze alleine in kürzestem Zeitraum bis zu 450 Eier legen und sich damit äußerst schnell vermehren kann. Um eine Wanzenplage zu vermeiden, heißt es also: Schnell handeln.

Weiterhin müssen Sie sich auch keine Sorgen um ihre Sauberkeit machen. Die Wanzen in der Wohnung sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene. Die Tiere werden durch Licht und Wärme angezogen und lassen Essensreste oder Schmutz links liegen.

Wie kann ich verhindern, dass die Wanzen ins Haus kommen?

Um den unerwünschten Besuch zu vermeiden, können Sie darauf achten, beim abendlichen Lüften das Licht auszulassen. Wenn das Licht wegfällt, ist Ihre Wohnung für die Tierchen schon nur noch halb so interessant.

Auch sollten Sie Ihre Fenster weitestgehend geschlossen lassen. Wenn Sie das nicht möchten, dann können Sie die Fenster mit einem Fliegengitter ausrüsten, um eine physische Barriere zwischen Wanze und Wohnzimmer zu schaffen.

Mehr Informationen und Kaufen

Mehr Informationen und Kaufen

Achten Sie darauf, dass die Ritzen Ihrer Fenster und Türen gut abgedichtet sind. Die Stinkwanze wird zum Beispiel nur 12 bis 13 Millimeter groß und kann dadurch auch durch kleinste Lücken und Löcher schlüpfen.

Die Wanzen sind schon im Haus, was jetzt?

Sollten es doch ein paar der Tierchen durch Ihre Abwehr geschafft haben, dann gilt Folgendes zu beachten:

Das Töten der Wanzen ist nicht empfohlen. Natürlich möchte niemand das Bett mit einer Stinkwanze teilen, den Tod hat das Tier aber nicht verdient. Weiterhin sondern die Wanzen beim Zerdrücken ein übelriechendes und klebriges Sekret ab, welches wahrscheinlich mehr Ärger und Ekel hervorruft, als das Tier an sich.

Es gibt die Möglichkeit, die Tiere mit dem Staubsauger einzusaugen - auch davon wird aber abgeraten. Die Wanzen verenden elendig in den Staubsaugerbeuteln und es breitet sich ein unangenehmer Geruch im Beutel aus.

Um die Wanzen schnell und einfach zu entfernen, nutzen Sie am besten ein Glas und ein stabiles Stück Papier. Fangen Sie die Wanze mit dem Glas ein und schieben Sie das Papier einfach unter die Glasöffnung. So können Sie das Tier aus der Wohnung tragen und freilassen, ohne es tatsächlich berühren zu müssen.

Knapp 1000 Wanzenarten in Deutschland - und es werden mehr

Weltweit gibt es über 40.000 Wanzenarten - davon sind ungefähr 1000 in Deutschland heimisch. Es ist jedoch eine zunehmende Tendenz zu verzeichnen, welche sich auf den Klimawandel zurückführen lässt. Ein Beispiel sind die mediterranen Randwanzen, welche ihr Lebensgebiet immer weiter in den Norden ausdehnen. Es kann also sein, dass wir in den nächsten Jahren im Herbst immer mehr Besucher in unseren Wohnungen auffinden werden.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.