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Gesundheit

Volkskrankheit Burnout: Jeder zweite fühlt sich bedroht - das sind typische Symptome

Laut einer Umfrage sind Millionen Bundesbürger von Burnout gefährdet. Termindruck, Stress oder ein schlechtes Arbeitsklima zählen zu den Hauptursachen.
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Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich von Burnout bedroht.  Wichtig ist es, frühzeitig auf typische Symptome zu achten.  Foto: Oliver Berg/dpa
Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich von Burnout bedroht. Wichtig ist es, frühzeitig auf typische Symptome zu achten. Foto: Oliver Berg/dpa
Jeder zweite Bundesbürger fühlt sich von Burnout bedroht: Sechs von zehn Befragten klagen zumindest gelegentlich über typische Burnout-Symptome. Das sind etwa anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen. Dies bestätigt eine Umfrage der pronova BKK.


Mögliche Symptome für einen Burnout

Fast neun von zehn Deutschen fühlen sich von ihrer Arbeit gestresst. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer leidet zumindest hin und wieder unter Rückenschmerzen, anhaltender Müdigkeit, innerer Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen. Je 61 Prozent der Menschen in Deutschland klagen über Rückenschmerzen oder Erschöpfung - 23 Prozent jeweils sogar häufig.
59 Prozent fühlen sich manchmal innerlich angespannt. 54 Prozent der Befragten grübeln über ihre Arbeit, 53 Prozent schlafen nach eigenen Angaben schlecht.


Jeder Zweite fühlt sich von Burnout bedroht

"Das sind alles mögliche Symptome eines Burnouts", sagte Gerd Herold, Beratungsarzt der Krankenkasse. Der Studie zufolge sehen 50 Prozent der Beschäftigten daher auch für sich ein mäßiges bis hohes Burnout-Risiko. Jeder siebte sieht bei sich selbst die Gefahr, vollkommen auszubrennen.

Zu den Hauptgründen für das Gefühl völliger Erschöpfung zählen laut der Umfrage ständiger Termindruck (34 Prozent), emotionaler Stress durch Kunden oder Patienten (30 Prozent), Überstunden und schlechtes Arbeitsklima (je 29 Prozent).


Burnout - Zusatzdiagnose zur Depression

Burnout gilt als Zusatzdiagnose vor allem zur Depression. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass weltweit mehr als 300 Millionen Menschen mit einer Depression leben. 2020 könnten Depressionen demnach bereits die zweithäufigste Volkskrankheit sein. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens daran zu erkranken, wird auf 11 bis 15 Prozent geschätzt. Wird eine depressive Erkrankung früh erkannt, ist sie meist gut behandelbar. Es gibt psychotherapeutische wie auch medikamentöse Therapien.


Von Gleichgültigkeit bis hin zu tiefer Traurigkeit

Viele Betroffene klagen anfangs über Leistungsabfall, Appetitverlust und Schlafstörungen. Hinzu kommen Freude- und Interessenverlust, Lustlosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit und oft auch ein Rückzug aus dem sozialen Leben. Manche Betroffene empfinden Gleichgültigkeit, andere tiefe Traurigkeit. Viele fühlen sich innerlich unruhig und getrieben und leiden unter Ängsten und Hoffnungslosigkeit.
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