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Gesundheit

Vitamin-D-Mangel: Studie zeigt erschreckende Wirkung auf Körper

Wenn ein starker Mangel an Vitamin D vorliegt, kann das eine gefährliche Wirkung auf den Körper haben. Studien unterschiedlicher Forscher haben dies herausgefunden. Außerdem gibt es Zusammenhänge zum Coronavirus und Covid-19.
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Nimmt das Sterberisiko bei Vitamin-D-Mangel von Covid-19 Patienten zu? Eine Studie indonesischer Wissenschaftler legt das nahe. Die Forscher untersuchten darin den Einfluss eines Mangels an Vitamin D auf das Sterberisiko von Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren. Insgesamt 780 Menschen wurden einbezogen. 

Sie wurden allesamt aufgrund ihres schweren Krankheitsverlaufes in vier Krankenhäusern behandelt. "Ziel war es, Mortalitätsmuster und damit verbundene Faktoren zu bestimmen", erklären die Wissenschaftler. Im Vordergrund stand dabei der Vitamin-D-Mangel als Risikofaktor. 

Coronavirus: Niedriger Vitamin-D-Spiegel, höheres Risiko zu sterben

Die Fallstudie aus Indonesien brachte folgende Ergebnisse:

    • Rund die Hälfte der Fälle, 49,7 Prozent, zeigten einen "normalen" Vitamin-D-Spiegel. Lediglich vier Prozent dieser Patienten verstarben im Untersuchungszeitraum. 

    • Etwas mehr als ein Viertel der Patienten, 27 Prozent, hatte einen "unzureichenden" Wert an Vitamin D. Davon starben 88 Prozent der Fälle - ein sehr hoher Wert.

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  • 23 Prozent der untersuchten Patienten wiesen hingegen einen "medizinischen Vitamin-D-Mangel" auf: Fast alle von ihnen verstarben, 99 Prozent.
  • Als "normaler" Wert des Vitamin-D-Spiegels zogen die Forscher 30 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) heran. 

"Bei steigendem Alter, Vorerkrankungen und männlichem Geschlecht ist das Sterberisiko stark mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel assoziiert", so die Studienautoren. Allerdings seien weitere Untersuchungen notwendig, um das Phänomen genauer zu analysieren. Konkret geht es dabei um die Fragestellung, ob Vitamin-D-Supplementierungen das Sterberisiko von Covid-19-Patienten senken können. 

Nicht erst seitdem das Coronavirus kursiert, wird rund um Vitamin D geforscht. Eine weitere Studie zeigt die Auswirkungen eines Mangels auf den Körper.

Für viele Menschen wird Vitamin-D-Mangel zum Problem in der Corona-Krise: Was Sie dazu wissen müssen. 

Vitamin-D-Mangel kann tödlich enden: Studie zeigt erschreckende Wirkung

Vitamin D hat unter den Vitaminen eine Sonderstellung. Es wird nicht nur über die Ernährung aufgenommen, sondern auch vom Körper selbst produziert - vor allem durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen.

Die reine Zufuhr über die Nahrung reicht nicht aus, um den Vitamin-D-Bedarf des Körpers zu decken. Welche Folgen ein Vitamin-D-Mangel hat, haben österreichische Wissenschaftler untersucht - das Ergebnis der Studie ist beunruhigend.

Erhöhte Sterblichkeit durch Vitamin-D-Mangel: Zusammenhang vor allem bei Todesfällen von Diabetikern

Die Forscher analysierten den Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel im Körper und einer erhöhten Sterblichkeit. Bei der Jahrestagung der "European Association for the Study of Diabetes" wurden neue Ergebnisse geteilt.

Eine erhöhte Sterblichkeit und der Mangel von Vitamin D stehen in einem engen Zusammenhang. Vor allem bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter konnten Parallelen gefunden werden. Auch erschreckend ist, dass ein Vitamin-D-Mangel insbesondere mit durch Diabetes verursachten Todesfällen in Verbindung gebracht werden konnte.

Viele Studien belegten bereits den Zusammenhang zwischen der erhöhten Sterblichkeit und dem Mangel an Vitamin D. Ein großer Teil der Forschung lässt sich jedoch auf die Untersuchung von älteren Testpersonen zurückführen. Hier kann eine Beeinflussung der Ergebnisse durch eine erhöhte Rate an Vitamin-D-Supplementierung nicht ausgeschlossen werden.

Studie zu Mangel an Vitamin D: 78.581 Patienten untersucht

In der Abteilung für Labormedizin des "Allgemeinen Krankenhauses" in Wien wurden zwischen 1991 und 2011 bei insgesamt 78.581 Patienten (31,5 Prozent männlich, Durchschnittsalter bei 51 Jahren) Messungen zum Vitamin D-Gehalt im Körper durchgeführt. Die Forschenden der neuen Studie nutzten Daten aus den Aufzeichnungen und verglichen diese mit dem österreichischen Sterberegister. Die Patienten wurden nach Möglichkeit bis zu 20 Jahre lang (Durchschnittszeit lag bei 10,5 Jahren) nachbeobachtet.

Als Mittelwert für den Blutspiegel von Vitamin D wurden 50 nmol/l (Nanomol pro Liter) verwendet. Dieser Wert konnte dann mit einem niedrigen Blutspiegel (10 nmol/l) und einem hohen Blutspiegel (90 nmol/l) von Vitamin D verglichen werden.

Es stellte sich bei diesen Beobachtungen heraus, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut mit einem zwei- bis dreifachen Anstieg des Todesrisikos assoziiert wurde. Bei Patienten im Alter von 45 bis 60 Jahren konnte hier der größte Effekt (2,9-fach erhöhtes Risiko) beobachtet werden.

Diabetes-Erkrankte reagieren besonders auf Vitamin-D-Mangel

Die Forscher machten extreme Beobachtungen: Um bis zu 40 Prozent sank die Gesamt-Sterblichkeit, wenn ein Vitamin-D-Blutspiegel von 90 nmol/l vorlag. Auch hier wurde der größte Effekt bei Testpersonen im Alter von 45 bis 60 Jahren gesehen. Lediglich bei Patienten über 75 Jahren ergab der höhere Vitamin-D-Blutspiegel keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Teil der Studie war auch die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Vitamin D und verschiedenen Krankheiten. Dafür wurden die Werte der ursachenspezifischen Mortalität, also die Zahl der Todesfälle aufgrund einer bestimmten Krankheit im Verhältnis zu Bevölkerungsumfang, mit dem Blutgehalt abgeglichen.

Der größte Zusammenhang besteht hier überraschenderweise nicht zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Eine ganz andere Krankheit reagierte besonders intensiv auf einen Vitamin-D-Mangel: Diabetespatienten.

Diabetiker aus der Vitamin-D-Mangelgruppe (weniger oder gleich 50 nmol/l) wiesen ein 4,4-fach höheres Risiko auf, an der Krankheit zu sterben, als die Diabetes-Erkrankten aus der Vergleichsgruppe. Für Menschen, die an Diabetes leiden, ist es also besonders wichtig, dass der Vitamin-D-Gehalt im Körper gut reguliert ist und keine Mangelerscheinungen auftreten.

Fazit: Die Wissenschaftler kommen am Ende der Studie zu dem eindeutigen Ergebnis: Zwischen Vitamin D-Mangel (unter 50 nmol/l) und erhöhter Sterblichkeit kann ein starker Zusammenhang bestätigt werden. Es ist also jedem empfohlen, den eigenen Vitamin-D-Gehalt im Körper immer im Auge zu behalten, um Mangelerscheinungen und ein erhöhtes Sterberisiko zu vermeiden.  

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