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Washington
Gesundheit

Vitamin-D: Ein Mangel kann tödlich enden

Vitamin D nimm in unserem Körper eine essenzielle Rolle ein. In zahlreichen Studien wurden die Auswirkungen eines Vitamin-D-Mangels bereits untersucht. Eine neue Studie aus den USA zeigt nun, dass ein Mangel zwar mehr als ungesund ist, aber keinerlei Auswirkungen auf die Entstehung einer Deppression hat

Vitamin-D-Mangel entsteht bei den meisten Menschen dadurch, dass sie sich zu selten in der Sonne aufhalten. Erst durch direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut wird die körpereigene Vitamin-D-Produktion in Gang gesetzt. 

Ein zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel wird meist unterschätzt oder gar nicht erst bemerkt. Wie gefährlich ein Mangel allerdings sein kann, verrät nun eine Studie der "Medizinischen Universität Wien".

Was vorweg allerdings zu erwähnen ist, ist, dass die Supplementierung von Vitamin D keinesfalls alles kann. Ein weiterer Irrglaube wurde nun widerlegt: Ein Forscherteam des Massachusetts General Hospitals der Harvard Medical School fand heraus, dass die Zuführung von Vitamin D keinerlei Auswirkungen darauf hat, ob man anfälliger für Depressionen ist oder nicht. Anders als man das zuerst glaubte. Dafür wurden, in der bislang breitesten Studie zu diesem Thema, rund 18 Tausend Männer mittleren Alters über einen Zeitraum von 5 Jahren beobachtet. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht und lassen, was die Prävention einer Depression durch Vitamin D angeht, klare Rückschlüsse zu. 

Vitamin-D-Forschung: Studie bestätigt Zusammenhang zwischen Mangel und Mortalität

Vitamin D hat unter allen Vitaminen eine Sonderstellung: Es kann nicht nur über die Ernährung aufgenommen werden, sondern wird auch vom Körper selbst produziert - vor allem durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen. Die reine Zufuhr über die Nahrung reicht nicht aus, um den Vitamin-D-Bedarf des Körpers zu decken.

Um zu wenig Sonnenlicht auszugleichen, greifen manche Menschen auf Vitamin-D-Präparate zurück. Ökotest hat die Präparate untersucht - hier finden Sie das Ergebnis.

Welche Folgen ein Vitamin-D-Mangel hat, haben österreichische Wissenschaftler untersucht - das Ergebnis der Studie ist beunruhigend.

Der Wissenschaftler der Universität in Wien analysierten, ob ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel im Körper und einer erhöhten Sterblichkeit besteht. Ihre Ergebnissepräsentierten sie bei der Jahrestagung der "European Association for the Study of Diabetes".

Die Studie brachte folgende Erkenntnisse: Eine erhöhte Sterblichkeit und der Mangel von Vitamin D stehen in einem engen Zusammenhang. Vor allem bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter konnten Parallelen gefunden werden. Auch erschreckend ist, dass ein Vitamin-D-Mangel insbesondere mit durch Diabetes verursachten Todesfällen in Verbindung gebracht werden konnte.

Der Zusammenhang zwischen einer erhöhten Sterblichkeit und dem Mangel an Vitamin D wurde bereits in zahlreichen Studien belegt. Ein großer Teil der Forschung lässt sich jedoch auf die Untersuchung von älteren Testpersonen zurückführen. Hier kann eine Beeinflussung der Ergebnisse durch eine erhöhte Rate an Vitamin-D-Supplementierung nicht ausgeschlossen werden.

Studie zu Mangel an Vitamin D: Mehr als 70.000 Patienten untersucht

In der Abteilung für Labormedizin des "Allgemeinen Krankenhauses" in Wien wurden zwischen 1991 und 2011 bei insgesamt 78.581 Patienten (31,5 Prozent männlich, Durchschnittsalter bei 51 Jahren) Messungen zum Vitamin D-Gehalt im Körper durchgeführt. Die Forschenden der neuen Studie nutzten Daten aus den Aufzeichnungen und verglichen diese mit dem österreichischen Sterberegister. Die Patienten wurden nach Möglichkeit bis zu 20 Jahre lang (Durchschnittszeit lag bei 10,5 Jahren) beobachtet.

Als Mittelwert für den Blutspiegel von Vitamin D wurden 50 nmol/l (Nanomol pro Liter) verwendet. Dieser Wert konnte dann mit einem niedrigen Blutspiegel (10 nmol/l) und einem hohen Blutspiegel (90 nmol/l) von Vitamin D verglichen werden.

Es stellte sich bei diesen Beobachtungen heraus, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut mit einem zwei- bis dreifachen Anstieg des Todesrisikos assoziiert wurde. Bei Patienten im Alter von 45 bis 60 Jahren konnte hier der größte Effekt (2,9-fach erhöhtes Risiko) beobachtet werden.

Um bis zu 40 Prozent sank die Gesamt-Sterblichkeit, wenn ein Vitamin-D-Blutspiegel von 90 nmol/l vorlag. Auch hier wurde der größte Effekt bei Testpersonen im Alter von 45 bis 60 Jahren gesehen. Lediglich bei Patienten über 75 Jahren ergab der höhere Vitamin-D-Blutspiegel keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Vitamin-D-Mangel erhöht Sterblichkeit: Diabetiker sind besonders betroffen

Teil der Studie war auch die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Vitamin D und verschiedenen Krankheiten. Dafür wurden die Werte der ursachenspezifischen Mortalität, also die Zahl der Todesfälle aufgrund einer bestimmten Krankheit im Verhältnis zu Bevölkerungsumfang, mit dem Blutgehalt abgeglichen. Der größte Zusammenhang besteht hier überraschenderweise nicht zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Eine ganz andere Krankheit reagierte besonders intensiv auf einen Vitamin-D-Mangel: Diabetespatienten. Diabetiker aus der Vitamin-D-Mangelgruppe (weniger oder gleich 50 nmol/l) wiesen ein 4,4-fach höheres Risiko auf, an der Krankheit zu sterben, als die Diabetes-Erkrankten aus der Vergleichsgruppe. Für Menschen, die an Diabetes leiden, ist es also besonders wichtig, dass der Vitamin-D-Gehalt im Körper gut reguliert ist und keine Mangelerscheinungen auftreten.

 

Fazit: Die Wissenschaftler kommen am Ende der Studie zu dem eindeutigen Ergebnis: Zwischen Vitamin D-Mangel (unter 50 nmol/l) und erhöhter Sterblichkeit kann ein starker Zusammenhang bestätigt werden. Es ist also jedem empfohlen, den eigenen Vitamin-D-Gehalt im Körper immer im Auge zu behalten, um Mangelerscheinungen und ein erhöhtes Sterberisiko zu vermeiden.  

Sie leiden an Vitamin-D-Mangel? Mit diesem leckeren fränkischen Rezept können Sie das ändern.