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Gesundheit

Gefährlicher Vitamin-D-Mangel: Studie zeigt erhöhtes Sterberisiko

Vitamin D ist wichtig für unseren Körper - besonders für unsere Atemwege, einige Funktionen unseres Gehirns und für unser Immunsystem. Gerade jetzt sollte dieses ausreichend unterstützt werden, jedoch dürfen wir aufgrund der aktuellen Corona-Krise nicht das Haus verlassen, um in der Sonne Vitamin D zu tanken. Welche Folgen kann ein Vitamin-D-Mangel mit sich bringen?
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Vitamin-D-Mangel kann tödlich enden:  Vitamin D hat unter den Vitaminen eine Sonderstellung. Es wird nicht nur über die Ernährung aufgenommen, sondern auch vom Körper selbst produziert - vor allem durch die Aufnahme von Sonnenstrahlen.

Die reine Zufuhr über die Nahrung reicht nicht aus, um den Vitamin-D-Bedarf des Körpers zu decken. Welche Folgen ein Vitamin-D-Mangel hat, haben österreichische Forscher untersucht - das Ergebnis der Studie ist beunruhigend.

Erhöhte Sterblichkeit durch Vitamin-D-Mangel: Zusammenhang vor allem bei Todesfällen von Diabetikern

Die Wissenschaftler analysierten den Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel im Körper und einer erhöhten Sterblichkeit. Bei der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (zu Deutsch: Europäische Vereinigung für die Untersuchung von Diabetes) wurden neue Ergebnisse geteilt.

Eine erhöhte Sterblichkeit und der Mangel von Vitamin D stehen in einem engen Zusammenhang. Vor allem bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter konnten Parallelen gefunden werden. Auch erschreckend ist, dass ein Vitamin-D-Mangel insbesondere mit durch Diabetes verursachten Todesfällen in Verbindung gebracht werden konnte.

Viele Studien belegten bereits den Zusammenhang zwischen der erhöhten Sterblichkeit und dem Mangel an Vitamin D. Ein großer Teil der Forschung lässt sich jedoch auf die Untersuchung von älteren Testpersonen zurückführen. Hier kann eine Beeinflussung der Ergebnisse durch eine erhöhte Rate an Vitamin-D-Supplementierung nicht ausgeschlossen werden.

Studie zu Mangel an Vitamin D: 78.581 Patienten untersucht

In der Abteilung für Labormedizin des "Allgemeinen Krankenhauses" in Wien wurden zwischen 1991 und 2011 bei insgesamt 78.581 Patienten (31,5 Prozent männlich, Durchschnittsalter bei 51 Jahren) Messungen zum Vitamin D-Gehalt im Körper durchgeführt. Die Forschenden der neuen Studie nutzten Daten aus den Aufzeichnungen und verglichen diese mit dem österreichischen Sterberegister. Die Patienten wurden nach Möglichkeit bis zu 20 Jahre lang (Durchschnittszeit lag bei 10,5 Jahren) nachbeobachtet.

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Als Mittelwert für den Blutspiegel von Vitamin D wurden 50 nmol/l (Nanomol pro Liter) verwendet. Dieser Wert konnte dann mit einem niedrigen Blutspiegel (10 nmol/l) und einem hohen Blutspiegel (90 nmol/l) von Vitamin D verglichen werden.

Es stellte sich bei diesen Beobachtungen heraus, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut mit einem zwei- bis dreifachen Anstieg des Todesrisikos assoziiert wurde. Bei Patienten im Alter von 45 bis 60 Jahren konnte hier der größte Effekt (2,9-fach erhöhtes Risiko) beobachtet werden.

Diabetes-Erkrankte reagieren besonders auf Vitamin-D-Mangel

Die Forscher machten extreme Beobachtungen: Um bis zu 40 Prozent sank die Gesamt-Sterblichkeit, wenn ein Vitamin-D-Blutspiegel von 90 nmol/l vorlag. Auch hier wurde der größte Effekt bei Testpersonen im Alter von 45 bis 60 Jahren gesehen. Lediglich bei Patienten über 75 Jahren ergab der höhere Vitamin D-Blutspiegel keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Teil der Studie war auch die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Vitamin D und verschiedenen Krankheiten. Dafür wurden die Werte der ursachenspezifischen Mortalität, also die Zahl der Todesfälle aufgrund einer bestimmten Krankheit im Verhältnis zu Bevölkerungsumfang, mit dem Blutgehalt abgeglichen.

Der größte Zusammenhang besteht hier überraschenderweise nicht zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Eine ganz andere Krankheit reagierte besonders intensiv auf einen Vitamin-D-Mangel: Diabetespatienten.

Diabetiker aus der Vitamin-D-Mangelgruppe (weniger oder gleich 50 nmol/l) wiesen ein 4,4-fach höheres Risiko auf, an der Krankheit zu sterben, als die Diabetes-Erkrankten aus der Vergleichsgruppe. Für Menschen, die an Diabetes leiden, ist es also besonders wichtig, dass der Vitamin-D-Gehalt im Körper gut reguliert ist und keine Mangelerscheinungen auftreten.

Fazit: Die Wissenschaftler kommen am Ende der Studie zu dem eindeutigen Ergebnis: Zwischen Vitamin D-Mangel (unter 50 nmol/l) und erhöhter Sterblichkeit kann ein starker Zusammenhang bestätigt werden. Es ist also jedem empfohlen, den eigenen Vitamin-D-Gehalt im Körper immer im Auge zu behalten, um Mangelerscheinungen und ein erhöhtes Sterberisiko zu vermeiden.  

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