Das Coronavirus ist tödlich: Fast eine Million Menschen (Stand: 14.09.2020) sind weltweit bereits an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. 

Dabei ist die Liste der Symptome lang: Fieber, Husten, Halsschmerzen, Müdigkeit ... und stetig werden neue Warnzeichen entdeckt. Dabei ist auch immer wieder die Rede von Vitamin-D-Mangel. Studien zufolge handelt es sich bei dem Mangel nicht nur um ein Symptom, sondern um einen entscheidenden Einflussfaktor, der den Krankheitsverlauf stark beeinflussen kann.

Vitamin-D-Mangel und Corona: Mortalität wird drastisch erhöht

In einer großen Studie aus Indonesien wurde der Krankheitsverlauf sowie der Vitamin-D-Status von 780 SARS-CoV-2-Infizierten untersucht, berichtet die Deutsche Presseagentur. Es ergab sich ein dramatisch erhöhtes Sterberisiko bei einem Vitamin-D-Mangel.

Das Risiko für einen tödlichen Verlauf war bei einem Vitamin-D-Mangel im Vergleich zu normalen Vitamin-D-Spiegeln um das 19-Fache erhöht. In der Studie wurden auch Confounder wie Alter, Vorerkrankungen und Geschlecht berücksichtigt. Nach Bereinigung dieser Störfaktoren ergab sich immer noch ein 10-mal höheres Sterberisiko für Coronavirus-Infizierte mit Vitamin-D-Mangel.

Dass ein Vitamin-D-Mangel grundsätzlich schwerwiegende Folgen für den menschlichen Körper hat, zeigt eine weitere Studie.

Vitamin-D-Mangel erhöht Risiko für lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf 

Wie die Deutsche Presseagentur mitteilt, wurden in einer weiteren Studie 212 COVID-19-Patienten anhand des Schweregrades ihrer Erkrankung in Gruppen eingeteilt (mild, durchschnittlich, schwer, kritisch) und die Vitamin-D-Werte der Patienten bestimmt.

Das Ergebnis: Je niedriger der Vitamin-D-Wert, desto schwerer waren die Verläufe. Ein lebensbedrohlicher Verlauf war bei niedrigem Serum-Vitamin-D 23-mal häufiger als im Vergleich zu normalen Werten.

Vitamin D gegen Covid-19

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Prävention von Atemwegserkrankungen Vitamin D. Großen Meta-Analysen zufolge senkt die Supplementierung mit Vitamin D bei Personen mit niedrigem Vitamin-D-Ausgangsstatus das Risiko für akute Atemwegserkrankungen um bis zu 70 %. Auch bei COVID-19 handelt es sich um eine akute Atemwegserkrankung.

Vitamin-D wird überwiegend über die Sonne aufgenommen. Zur Not kann auch auf Präparate zurückgegriffen werden. Doch nicht alle Vitamin-D-Präparate sind hilfreich: 15 von 20 getesteten Produkten fielen beim Öko-Test durch.