Viele Menschen kommen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise weniger an die frische Luft. Doch gerade Sonnenschein ist  besonders wichtig für das menschliche Immunsystem - denn nur damit kann der Körper ausreichend Vitamin-D produzieren. Ein Mangel an Vitamin-D ist besonders dramatisch, denn er kann zu schwereren Folgeerkrankungen führen. 

Eine Möglichkeit dem Mangel an Vitamin-D entgegenzuwirken sind spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Aber ab wann braucht man die? Und wie schafft man es trotz Ausgangsbeschränkungen genügend Sonne abzubekommen? inFranken.de verschafft Ihnen einen Überblick. 

Vitamin-D-Mangel: Was bedeutet das?

Vitamin-D hat eine Sonderstellung unter den Vitaminen, denn es wird vom Körper selbst produziert. Während wir viele andere lebenswichtige Vitamine täglich über unsere Nahrung zu uns nehmen, reicht das beim Vitamin-D nicht aus. Doch um es herstellen zu können, braucht unser Körper Sonne.

Häufig kommt es bei Menschen in Deutschland zu einem Mangel, da beispielsweise in den Wintermonaten einfach zu wenig Sonne an unsere Haut kommt. Dies kann schwerwiegende Folgen haben: Forscher haben herausgefunden, dass  Vitamin-D-Mangel bei jungen wie älteren Personen mit einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung gebracht werden kann.

Vitamin-D zu Coronazeiten

Aufgrund der drastischen Folgen einer Mangelerscheinung sollte man seinen Vitamin-D-Wert im Auge behalten. Um es erst gar nicht zu einem Mangel kommen zu lassen, sollte man sich regelmäßig in der Sonne aufhalten, empfiehlt Professor Martin Smollich vom Institut für Ernährungsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Gegenüber dem Magazin Öko-Test erklärt Smollich: "Die effektivste Form seinen Vitamin-D-Status zu verbessern, ist der regelmäßige Aufenthalt im Freien - zweimal pro Woche für 5 bis 30 Minuten zwischen 10 und 15 Uhr." Das ist glücklicherweise trotz der aktuellen Ausgangsbeschränkungen in Bayern möglich.

Wichtig jedoch sei es "ohne Sonnenschutz und mit unbedecktem Kopf, Armen und Beinen" unterwegs, im Garten oder auf dem Balkon zu sein. Denn durch Sonnencreme, Hüteund Klamotten gelangen die Sonnenstrahlen nicht ungehindert an unsere Haut - das verlangsamt oder verhindert die Produktion des wichtigen Vitamin-D.

Wann braucht man Nahrungsergänzungsmittel?

Gerade im Winter greifen viele Menschen in Deutschland zu Vitamin-D-Präparaten, um dem Mangel entgegenzuwirken. Doch ist das durch Corona auch im Sommer hilfreich? Professor Smollich erklärt, dass die Einnahme spezieller Präparate, wie sonst auch, nur in Rücksprache mit dem Arzt ratsam sei. Wer jedoch wirklich gar nicht an die Sonne kommt, kann sein Immunsystem unterstützen.

20 Mikrogramm Vitamin-D pro Tag sind dabei laut Smollich kein Problem. Eine Studie hat jedoch herausgefunden, dass es bei den getesteten Supplementen gewaltige Qualitätsunterschiede gibt. Einige seine nutzlos, andere können sogar schädlich sein, lautet das Ergebnis.

Gerade während der Corona-Krise ist es also besonders wichtig täglich an die frische Luft und die Sonne zu gehen - nur so kann man trotz Ausgangsbeschränkungen gesund bleiben und einem Vitamin-D-Mangel vorbeugen.