In Sexspielzeug finden sich oft Stoffe, die darin nichts verloren haben. Das hat eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben. Fünf der 18 geprüften Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe haben demnach eine "mangelhafte" Schadstoff-Bilanz. Getestet wurden Produkte im Wert von 6,80 Euro bis 165 Euro. Es wurden somit sowohl No-Name Artikel als auch Markenartikel untersucht.

Auf diese Stoffe wurde getestet:

Stiftung Warentest untersuchte die Produkte gezielt auf verschiedenste Schadstoffe. Die Ergebnisse waren erschreckend. In den Testprodukten, die mit der Note "Mangelhaft" abschlossen, wurden gesundheitsgefährdende Stoffe nachgewiesen.

Einer dieser Stoffe war zum Beispiel der Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP), der ohne Zulassung in Verbraucherprodukten nicht angewandt werden darf, da er die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und ein Kind im Mutterleib schädigen kann.

Weiterhin konnte Nickel in einigen Produkten gefunden werden. Nickel kann Allergien auslösen und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Der gesetzliche Grenzwert bei längerem Hautkontakt von 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter wurde zum Beispiel vom "We-Vibe"-Paarvibrator weit überschritten.

In der Maske des Pipedream-Umschnallvibrators wurden neben dem Weichmacher DEHP auch kurzkettige Chlorparaffine festgestellt. Die in der EU erlaubten 1500 Milligramm pro Kilo wurden nicht eingehalten. Die Chlorparaffine können sich in der Umwelt anreichern, sind sehr giftig für Wasserorganismen und können beim Menschen vermutlich Krebs erregen.

Lediglich ein Stoff, auf den getestet wurde, konnte nicht in den Produkten nachgewiesen werden. Keines der Testobjekte enthielt "acht polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe", kurz PAK. Auch sie gelten als krebserregend. 

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Spezielle Schadstoff-Grenzwerte für Sexspielzeug gibt es nicht - und das, obwohl die Produkte meist reichlich Kontakt mit dem Körper und vor allem mit Schleimhäuten haben. Für ihre Untersuchung haben sich die Warentester nach eigenen Angaben an allgemeingültigen Grenzwerten oder Vorgaben für andere Produktgruppen orientiert, für Kinderspielzeug etwa. Das Ergebnis: Oft wurden diese deutlich überschritten, bei manchen Produkten sogar um das Hundertfache.

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Schadstoff-Bilanz unabhängig vom Preis

Die Schadstoffbelastung ist dabei keine Frage des Preises: Giftige Substanzen fanden die Tester sowohl in teuren Vibratoren für knapp 90 Euro als auch in Billigprodukten. Gleichzeitig kostet einer der drei in Sachen Schadstoff "sehr guten" Vibratoren nur 15 Euro, ein anderer knapp 100 Euro. Auch ein unangenehmer Kunststoffgeruch beim ersten Auspacken ist den Angaben kein zuverlässiger Indikator für die Schadstoff-Belastung: Der kam im Test zwar bei mehreren Produkten vor - einige davon erwiesen sich aber ansonsten als völlig unbedenklich.

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Grundsätzlich raten die Warentester, Vibratoren und andere Sexspielzeuge vor und nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen. So können sich darauf keine Keime verbreiten.

Aufpassen sollten Nutzer außerdem mit digitalisierten Sexspielzeugen: Manche Vibratoren lassen sich per App fernsteuern, andere haben eine Kamera eingebaut. Sicherheitslücken bei der Datenübertragung und -speicherung fanden sich in den konkreten Fällen zwar nicht - ausgeschlossen sind sie aber auch nicht. Die Warentester raten deshalb grundsätzlich davon ab, derart intime Daten und Bilder von sich zu produzieren.

Sichere Nutzung von Sexspielzeugen

Selbst die saubersten Toys sind nur dann sicher, wenn die Benutzer einige Tipps beachten. Wichtig sind zum Beispiel eine gründliche Reinigung der Spielzeuge nach jeder Benutzung. Hier reicht meisten das Waschen mit Wasser und Seife, bei Unsicherheiten kann die Bedienungsanleitung des Spielzeuges zurate gezogen werden. 

Weiterhin sollten verschiedene Sexspielzeuge auch getrennt aufbewahrt werden. Die unterschiedlichen Materialien laufen sonst Gefahr in Wechselwirkung zu treten und können sich im schlimmsten Fall auflösen. Auch bei Sexspielzeugen muss auf Sicherheit geachtet werden. Die Vibratoren, Dildos und Co. sollten daher bei Verwendung mit einem Kondom geschützt werden. Vor allem, wenn die Spielzeuge von beiden oder wechselnden Partnern verwendet werden, ist dieser Punkt zu beachten. 

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