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Gesundheit

Anti-Baby-Pille absetzen: Das passiert mit dem Körper, wenn man die Pille absetzt

Es zeigt sich ein Trend: Immer mehr Frauen entscheiden sich dafür die Pille abzusetzen. Doch was passiert mit dem Körper einer Frau, wenn sie sich gegen die Antibabypille entscheidet?
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Der Trend, die Pille abzusetzen, nimmt zu. Immer mehr Frauen ist der hormonelle Einfluss der Pille zu groß. Deshalb treffen sie eine Entscheidung: Die Pille muss weg.

Pille absetzen: Schluss mit den Hormonen

Viele Frauen nehmen über mehrere Jahre hinweg die Antibabypille, oftmals schon seit ihrer Jugend. In erster Linie soll sie als Verhütungsmittel vor ungewollter Schwangerschaft schützen. Darüber hinaus kann sie in einigen Fällen Regelschmerzen lindern und für ein besseres Hautbild sorgen. Doch die Zweifel am Verhütungsmittel Pille wachsen. Wichtig ist: Jede Pille wirkt anders - und jeder Körper reagiert unterschiedlich auf sie.

Pille in Deutschland Verhütungsmittel Nr.1

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse nehmen rund sieben Millionen Frauen in Deutschland die Antibabypille. Damit ist sie in Deutschland das meist genutzte Verhütungsmittel. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg feststellt, verordnen viele Frauenärzte die Pille, ohne ein ausführliches Beratungsgespräch zu führen, in dem sie über mögliche Nebenwirkungen oder alternative Verhütungsmethoden aufklären. Dabei ist den meisten Frauen gar nicht bewusst, wie sich die tägliche Einnahme der Pille - und die damit verbundene Hormonzufuhr - auf ihren Körper und ihre Psyche auswirken.

 

Die Pille abzusetzen wird zum Trend

Die Zeit schreibt von "Pillenmüdigkeit" und unterstreicht den Rückgang der Pille mit Zahlen des privaten Informationsanbieters Iovia. Demnach entscheiden sich immer mehr Frauen dafür, die Pille abzusetzen - die Gründe hierfür sind allerdings verschieden. Während bei einigen Frauen der Wunsch nach einem Kind wächst, sind anderen der hormonelle Einfluss und die damit verbundenen Nebenwirkungen der Pille zu groß.

 

Jeder Körper reagiert anders, wenn man die Pille absetzt

Wird die Zufuhr von künstlichen Hormonen eingestellt, muss sich der Körper wieder umstellen und die Hormonproduktion selbst übernehmen. Dabei kann es zunächst zu einigen Nebenwirkungen kommen:

 

  • Die Periode ist unregelmäßig und stärker: Der weibliche Zyklus kann sich um einige Tage verschieben, dauert oft länger und die Blutung kann stärker sein.
  • Die Haut verschlechtert sich: Der positive Einfluss der Pille auf das Hautbild lässt nach. Hatte man vor Einnahme der Pille Probleme mit der Haut, so können diese wieder auftreten. Im Normalfall regeneriert sich die Haut nach einiger Zeit.
  • Kein aktiver Schwangerschaftsschutz: Durch das Absetzen der Pille, besteht kein aktiver Schwangerschaftsschutz mehr. Bei Bedarf sollte nach einer alternativen Verhütungsmethode gesucht werden

 

Sobald sich der Körper an die Umstellung angepasst hat, lassen die Beschwerden nach.

Wenn sich der Körper schließlich an die hormonfreie Zeit gewöhnt hat, lassen sich zahlreiche positive Veränderungen wahrnehmen:

 

  • Besseres Körpergefühl: Der Körper regelt den Zyklus wieder selbst und ist nicht auf die künstliche Hormonzufuhr angewiesen. Manche Frauen sprechen von einem völlig neuen Körpergefühl.
  • Gewichtsverlust: Durch die Pille verursachte Wassereinlagerungen im Gewebe bilden sich zurück. So nehmen einige Frauen ab, nachdem sie die Pille abgesetzt haben.
  • Das Thromboserisiko sinkt: Frauen die die Pille einnehmen, haben ein höheres Thromboserisko als jene, die sie nicht nehmen. Am höchsten ist die Thrombosegefahr bei Neueinnahme der Pille
  • Die Libido steigt: Die Hormone der Pille dämpfen häufig die Libido. Setzt eine Frau die Pille ab, steigt diese und dadurch die Lust auf Sex.

 

Bevor die Pille abgesetzt wird, ist ein Beratungsgespräch mit dem Frauenarzt zu empfehlen.

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