Die einen essen Fleisch, die anderen ernähren sich vegetarisch oder sogar vegan - beim Essverhalten gehen die Meinungen auseinander. Es gibt zahlreiche Berichte und Studien, die sich darüber streiten, welche Ernährungsweise die beste ist. Während Fleischesser aus Genussgründen oftmals nicht auf ihr Steak verzichten wollen, erklären Veganer und Vegetarier, mit einem Verzicht auf Fleisch etwas für das Wohl der Tiere und die Umwelt zu tun.

Bei der Ernährung auf Fleisch verzichten: diie Vor- und Nachteile

Inzwischen gibt es aber auch viele fleischlose Alternativen für Vegetarier und Veganer, selbst bei Discountern. Lidl und Aldi haben zum Beispiel seit einiger Zeit vegane Burger im Angebot. inFranken.de hat die fleischlosen Pattys getestet - welcher Burger die Redaktion mehr überzeugt hat, lesen Sie hier.

Laut dem deutschen Vegetarierbund soll es insgesamt 9,3 Millionen Leute in Deutschland geben, die komplett auf Fleisch verzichten - 8 Millionen Vegetarier und 1,3 Millionen Veganer. Doch wie wirkt sich eine solche Ernährung auf unseren Körper aus? Hier sind die wichtigsten Punkte - positive wie negative:

 

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1. Schneller Gewicht verlieren

Wer auf Fleisch verzichtet, nimmt schneller ab. Mehrere Vergleichsstudien bestätigten, dass Personen mit einer veganen oder vegetarischen Lebensweise im selben Zeitraum mehr Kilos verlieren, als Konsumenten sämtlicher anderer Ernährungsformen. Bei einer der Studien haben die Probenden sogar bis zu sechs Kilogramm in 12 Wochen abgenommen - nur durch die Umstellung auf fleischlose Ernährung.

2. Längeres Leben durch Fleischverzicht

In den USA wurde erforscht, dass das Risiko für Krebs bei einer fleischlastigen Ernährung deutlich höher ist als bei einem pflanzenbetonten Ernährungsstil. Dies hängt mit einem erhöhten Körperfettanteil zusammen: Der übermäßige Konsum von Fleisch sorgt oftmals für einen höheren Fettanteil im Körper und führt zu Adipositas (Fettleibigkeit). Dies fördert das Risiko von 13 verschieden Arten von Krebs.

Außerdem enthält verarbeitetes rotes Fleisch, beispielsweise Wurst aus Schweine- oder Rindfleisch, häufig chemische Zusatzstoffe, die das Risiko für Dickdarm- und Mastdarmkrebs stark anheben. Laut dem deutschen Vegetarierbund soll dadurch das Krebsrisiko um 20 Prozent pro 100 Gramm verzehrtem Fleisch am Tag steigen.

3. Eine gesündere Darmflora

Neben dem verminderten Darmkrebsrisiko wird durch fleischlose Ernährung auch die allgemeine Funktionalität des Darms beeinflusst. Das Risiko bei Fleischkonsum: Es können sich unverarbeitete Fleischreste an der Innenwand des Darms absetzten, wodurch einige Funktionen eingeschränkt werden. Diese Reste bilden außerdem eine idealen Nährboden für Fäulnisbakterien und schädliche Mikroorganismen. Diese vermehren sich und verdrängen so gesunde Bakterienarten, was eine Schwächung des Immunsystems zur Folge hat.

4. Besserer Geruch

Der Verzicht von Fleisch wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit aus. Auch auf die körperliche Außenwirkung hat es einen positiven Effekt. In einem Test wurde zwei Wochen lang untersucht, wie sich die vegane und vegetarische Ernährung auf unsere Körpergerüche auswirkt. Das Ergebnis war, dass Frauen den Achselschweiß von Männern mit fleischlosem Ernährungsstil als signifikant besser empfanden als bei Männern, die Fleischesser waren.

 

 

Hat eine vegetarische oder vegane Ernährung auch Nachteile?

Die Ernährung ohne Fleisch hat also einige starke positive Effekte auf unseren Körper. Allerdings wird Vegetariern immer wieder unterstellt, dass ihnen durch den Verzicht auf Fleisch wichtige Vitamine oder Eiweiß fehlen würde. Doch was ist an den Vorurteilen dran?

Eiweiß, Eisen und B-Vitamine sind nicht nur in Fleisch enthalten. Die Nährstoffe finden sich auch in Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen, Linsen und daraus hergestellten Produkten. Selbst Gemüse und Getreide liefern wichtige Vitamine. Damit lässt sich der Vitaminhaushalt auch ohne tierische Produkte abdecken. Nur das wichtige B12-Vitamin steht immer wieder in der Diskussion, da es nur in tierischen Produkten vorkommen soll. Vegetarier, die Milchprodukte und Eier essen, können das Thema Vitamin-B-12 aber getrost abhaken. Veganer hingegen sind tatsächlich von einem Defizit bedroht und sollten Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

 

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Was kann man noch tun, um den Alltag umweltfreundlicher zu gestalten? Wo fängt man an? Und wie kann man den Lebensstil langfristig verändern? Wir haben einen Ratgeber-Artikel zusammengestellt.

 

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