Massachusetts
Gesundheit

Beinahe-Amputation: Frau kämpft nach Vergiftung durch Tampon ums Überleben

Nachdem sich eine junge Frau (33) mit einem Tampon vergiftet hat, muss ihr beinahe das Bein amputiert werden. Die dramatische Geschichte der Amerikanerin.
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Die 33-jährige Kristina Makris landete wegen eines Tampons im Krankenhaus. Symbolbild: sasint/pixabay.com
Die 33-jährige Kristina Makris landete wegen eines Tampons im Krankenhaus. Symbolbild: sasint/pixabay.com

Dramatische Geschichte einer Frau aus den USA, die ihr beinahe die Gesundheit gekostet hätte: Eine Tampon-Vergiftung war der Grund. Kristina Makris klagt plötzlich über stechende Kopfschmerzen. Sie denkt es sei ein Migräneanfall oder eine Erkältung, durch die sie Kopfweh bekommt.

Was sich später als wahre Ursache herausstellt, hätte sie sich im Leben nicht gedacht. Im Frühling 2018 kämpft die 33-jährige US-Amerikanerin in einem Klinikum in Massachusetts (USA) schließlich um ihr Leben.

Infektion durch Tampon: Frau landet in der Notaufnahme

Die Geschichte dahinter: Zwei Wochen nach ihrer Periode, als sie die Art ihrer verwendeten Tampons von normalen auf die Bio-Variante umgestellt hat, fühlt sich die 33-Jährige plötzlich krank. Sie ertastet geschwollene Lymphknoten. Sie denkt es sei eine harmlose Infektion, deren Symptome diesmal stärker ausfallen als sonst. Sie überlegt, ob sie sich schlecht fühlt, weil sie zuletzt eine vegane Diät gemacht oder sich im Fitnessstudio verletzt hat.

Toxisches Schocksyndrom durch ein Tampon

Schließlich die schockierende Diagnose: Sie leidet an einem toxischen Schocksyndrom (TSS), welches durch verschiedene Giftstoffe ausgelöst wurde. Die Giftstoffe stammen aus ihrem Tampon.

Im Gespräch mit dem "Daily Mirror" äußert sich Kristina Makris dazu: "Ich konnte in meiner Seele spüren, dass etwas absolut nicht stimmte." Behandelnde Ärzte in einer Klinik schicken sie zunächst wieder nach Hause und verkennen die schlimme Diagnose. Als sich ihr Gesundheitszustand jedoch weiter verschlechtert, fährt Kristinas Mutter die 33-Jährige in eine andere Klinik. "Ich konnte fühlen, wie mein Körper herunterfuhr, es war mein schlimmster Albtraum.", so Makris im Interview.

Im Krankenhaus verabreichen ihr die Ärzte verschiedene Antibiotika, um den Blutdruck zu erhöhen - ohne Besserung. Unter Schmerzen fleht sie die behandelnden Ärzte um ein Schmerzmittel an. Ein Ausschlag am Bein zeigt schließlich das Ausmaß der Blutvergiftung. Innerhalb weniger Minuten muss die 33-Jährige entscheiden, ob sie operiert werden will. Im Notfall droht, dass ihr Bein amputiert werden muss.

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Sie lässt sich schließlich operieren. Die OP verläuft gut und Kristina Makris erholt sich. Zusammen mit dem Team an Ärzten geht sie Alles durch, was zu der Vergiftung hat führen können. Relativ schnell wird deutlich, dass die neuen Tampons etwas damit zu tun haben müssen: "Weil sie unglaublich trocken waren, habe ich wohl beim Herausziehen eines Tampons die Wand meiner Vagina zerkratzt und sie so anfällig für Infektionen gemacht", so die 33-Jährige im Daily Mirror-Interview.

Zwei weitere Wochen liegt die US-Amerikanerin im Krankenhaus, ehe sie nach hause kann. Die Ärzte rieten ihr, nie wieder Tampons zu verwenden. tu



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