• Ein Diabetischer Schock kann tödlich sein: Vor kurzem starb der Star-Friseur Udo Walz nach einem diabetischen Koma.
  • Der Schock tritt in Verbindung mit Unterzucker auf und führt zu Bewusstlosigkeit.
  • Besonders schwer betroffen sind ältere Menschen mit Diabetes.

Die Zuckerkrankheit Diabetes kann durchaus tödlich enden: Diabetes mellitus ist eine krankhafte Störung des Zuckerstoffwechsels und führt zu einer dauerhaften Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Die Krankheit wird oftmals verharmlost, doch spätestens seit dem Tod des Star-Friseurs Udo Walz sollte auch der breiten Masse klar sein, wie gefährlich ein diabetischer Schock sein kann.

Diabetischer Schock: Daran starb Star-Friseur Udo Walz

Am 20. November 2020 starb Friseur Udo Walz im Alter von 76 Jahren. Jahrelang war er die Anlaufstelle für Stars und Sternchen, wenn es um deren Haare ging. In den sozialen Netzwerken trauerten zahlreiche Promis um den bekannten Friseur. So teilte beispielsweise Model Sylvie Meis ihre Trauer mit ihren 1,4 Millionen Followern auf Instagram.

Der 76-Jährige hatte nur zwei Wochen vor seinem Tod einen Diabetischen Schock erlitten und lag zeitweise im Koma. Ein solcher Anfall wird auch als hypoglykämischer Schock bezeichnet.

Er ist gekennzeichnet durch das rasante Absinken des Blutzuckerspiegels und führt zu plötzlicher Bewusstlosigkeit. Dieser Zustand kann innerhalb von Minuten erreicht werden.

Hypoglykämischer Schock: Die Symptome

Laut dem Gesundheitsexperten Sebastian Bertram gehören zu den typischen Symptomen eines Diabetischen Schocks Heißhunger, übermäßiges Schwitzen, innere Unruhe und Zittern, sowie Bewusstseinsstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit, sowie zu Krämpfen und zentralen Atem- und Kreislaufstörungen. Außerdem kommt es zu einer starken Erhöhung der Pulsfrequenz, während der Blutdruck konstant sinkt.

Gegenüber dem Sportportal Fitbook erklärte der Internist und Diabetologe Dr. med. Matthias Riedl, wie gefährlich ein solcher Schock für den Körper werden kann. Im Falle des Diabetischen Schocks würde der Körper versuchen, den niedrigen Blutzuckerspiegel mithilfe von Adrenalin selbständig zu steigern. Dieser Adrenalinausstoß würde laut Riedl zu Herzrasen und Blutdruckkrisen führen. Nach ein paar Stunden normalisiere sich der Zustand. In dieser Zeit sind Patienten in einer Art Koma, weshalb man auch oft von einem diabetischen Koma spreche.

Solche Zustände seien für jüngere und körperlich gesunde Menschen leicht wegzustecken. Ältere Diabetiker seien weitaus mehr gefährdet: „Es besteht dann ein akutes Infarktrisiko und außerdem aufgrund des Zuckermangels im Gehirn das Risiko für Krampfanfälle und Aspirationen.“

Diabetisches Koma: So leisten Sie erste Hilfe

Wie bereits beschrieben, entsteht ein diabetischer Schock durch Unterzucker. Sollte der Verdacht auf einen diabetischen Schock bestehen, sollte der betroffenen Person sofort Glucose zugeführt werden.  Besonders effektiv sind beispielsweise:

  • Traubenzucker
  • Schokolade
  • Apfelsaft
  • Cola

Sollte sich der Zustand nicht verbessern oder es zu einem hypoglykämischer Schock kommen, rufen Sie sofort einen Arzt oder Krankenwagen.

Im Kampf gegen Diabetes soll wohl auch eine ganz bestimmte Furcht helfen, die sich besonders positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Außerdem haben sich Forscher mit der Frage beschäftigt, ob Gewicht und Gene Einfluss auf eine Diabetes-Erkrankung haben und welche Rolle Vollkornprodukte in der Ernährung eines Zuckerkranken spielen.

aa