• Neuer Super-Impfstoff funktioniert auf Basis eines Proteins
  • Viele verschiedene Corona-Varianten können damit abgedeckt werden
  • Man können von einer Art "Universal"-Impfung sprechen

Forscher der US-Arme könnten mithilfe ihres neuen Impfstoffes das Problem lösen, dass aktuelle Corona-Impfstoffe immer nur gegen eine bestimmte Virus-Variante wirken. 

Wie ist der Super-Impfstoff aufgebaut?

Forschende des Walter Reed Army Institutes of Research arbeiten laut der US-amerikanischen Plattform "Defense One" seit zwei Jahren an einem Super-Impfstoff, welcher vor der Infektion einer Vielzahl an Corona-Varianten schützt. Dazu zählt unter anderem auch Omikron.

Die Wissenschaftler*innen sind dabei deutlich intensiver an den Impfstoff herangegangen, die Wirkungsweise ist jedoch ähnlich, wie beim neuen Mittel von Novavax. Die Forscher der US-Armee setzen bei ihrem Impfstoff auf ein bestimmtes Protein, auf welchem die Wirkung basiert. Daraus leitet sich auch der Name ab: Spike-Ferritin-Nanopartikel-Impfstoff (SpFN).

Ferritin ist ein Protein, welches im menschlichen Körper natürlich vorkommt und Eisen enthält. Für die Forschenden ist das Eiweiß besonders interessant, da es sich von selbst zu einer Kugel formt. So präsentiert es aufgrund der Struktur verschiedene Antigene, sprich Eiweiße, die zum Beispiel von Viren stammen. 

Wie wirkt er?

Die entstehende Kugel hat 24 Einheiten und an jede kann sich jeweils ein Spikeprotein einer Corona-Mutante befestigen. So deckt der Impfstoff viele verschiedene Varianten auf einmal ab. Zudem ist der Stoff leicht modifizierbar.

Die Ferritin-Partikel werden in Kombination mit den Virenproteinen sowie einem Wirkungsverstärker gespritzt. Das Immunsystem bildet anschließend T-Zellen und Antikörper, welche das Virus im Körper unschädlich machen. Und das gleich gegenüber verschiedenen Varianten. 

Beim Novavax Impfstoff ist der Ansatz ähnlich, der rekombinante Protein-Impfstoff ist bereits in Europa zugelassen und kann demnächst verimpft werden. Der neue Super-Impfstoff der US-Forscher soll jedoch in Zukunft vor allen Corona-Varianten schützen und auch das Boostern überflüssig machen. Zudem kann der Wirkstoff sehr gut gelagert werden.   

Welche Ergebnisse liefern die Studien?

Versuche an Tieren sind bereits erfolgreich verlaufen, weshalb nun erste Tests an Menschen durchgeführt werden. Die erste Phase der klinischen Prüfung hat der Impfstoff also abgeschlossen.

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Die gespritzten Rhesus-Affen haben stark neutralisierende Antikörper gegen das ursprüngliche Wuhan-Virus sowie die vier schwerwiegenden Varianten Alpha, Beta, Gamma und Delta gebildet. Zudem sei der Impfstoff sogar gegen das SARS-1 Virus wirksam gewesen. 

Konkrete Ergebnisse wurden jedoch noch nicht veröffentlicht, so möchte man zunächst die klinischen Daten abwarten, bevor die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt wird. Aktuell läuft laut den Forschern jedoch alles so, wie man es sich erhofft hat. Bis der Impfstoff auf den Markt kommt, wird es jedoch noch etwas dauern: Zunächst müssen die zweite und dritte Phase abgeschlossen werden, bevor eine Zulassung beantragt werden kann. 

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