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Studie

Studie: Verkürzte Arbeitsruhe verursacht Gesundheitsprobleme

In Deutschland hat jeder Fünfte mindestens einmal im Monat weniger als elf Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitsende und dem nächsten Arbeitsbeginn. Eine Studie zeigt, welche Auswirkungen das auf die Gesundheit haben kann.
 

Mindestens einmal im Monat hat jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in Deutschland weniger als elf Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitsende und dem nächsten Arbeitsbeginn. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag (25. November 2019) veröffentlichte Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Folge: Psychosomatische Beschwerden - Gesundheitswesen am stärksten betroffen

Am verbreitesten seien verkürzte Ruhezeiten im Gesundheitswesen, wo 39 Prozent der Beschäftigten davon betroffen seien.

Beschäftigte mit verkürzten Ruhezeiten haben der Studie zufolge mehr psychosomatische Beschwerden als Arbeitnehmer mit einer mindestens elf-stündigen Pause zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn. Dazu zählten zum Beispiel Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder emotionale Erschöpfung. Auch die sogenannte Work-Life-Balance verschlechterte sich signifikant.

In der Regel haben Beschäftigte in Deutschland Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden. Das Arbeitszeitgesetz lässt jedoch Verkürzungen in bestimmten Bereichen wie zum Beispiel in Krankenhäusern, aber auch in Landwirtschaft oder bei Verkehrsbetrieben zu.